Freitag, 6. März 2026

Was machen PISA-Sieger anders?

In diesem Interview beleuchtet der Lehrer und Bildungsjournalist Alexander Brand die Erfolgsfaktoren führender Schulsysteme aus Finnland, Estland, Japan und Singapur. Basierend auf seiner mehrmonatigen Hospitation an rund 30 Schulen erklärt er, dass gezielte Förderung ohne Diagnosen und hohe Leistungserwartungen entscheidend für den Lernerfolg sind. Während er die Digitalisierung in Estland als Mittel zum Zweck beschreibt, warnt er am Beispiel Finnlands vor einer Überbetonung offener Lernlandschaften ohne ausreichendes Fachwissen. Ein zentraler Aspekt ist zudem die Professionalisierung der Lehrkräfte in Singapur durch intensive Teamarbeit und didaktischen Austausch. Brand plädiert abschließend dafür, in Deutschland die frühzeitige Diagnostik zu stärken und die Unterrichtsqualität konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten.

     

Donnerstag, 19. Februar 2026

Braucht Schule Druck?

Brauchen Kinder Noten, um zu lernen? Oder verhindern gerade sie, dass Kinder ihr volles Potenzial entfalten können? Die Alemannenschule Wutöschingen geht einen innovativen Weg und legt ihren Fokus auf selbstorganisiertes Lernen, intrinsische Motivation und Lernbegleiter. Doch welche Grenzen haben diese neuen Schulformen? Prof. Dr. Bertolt Meyerdiskutiert über Selektion, Chancengerechtigkeit und alternative Schulmodelle.

 

Sonntag, 15. Februar 2026

Grundschulen ächzen unter Einwanderungskrise! Über 40.000 Kinder bleiben sitzen

Gen Z offiziell „dümmer“ als Generation zuvor – Neurowissenschaftler fällt vernichtendes Urteil

Washington D.C. – Über Jahrzehnte hat jede Generation ihre Eltern in der kognitiven Entwicklung übertroffen. Bis jetzt. Studien liefern bedenkliche Erkentnisse zur Gen Z, erstmals bricht eine Generation mit der historischen Entwicklung der Intelligenz. Neurowissenschaftler Dr. Jared Cooney Horvath brachte vor dem US-Senat erschreckende Zahlen auf den Tisch. Seit zwei Jahrzehnten stagniert die menschliche Entwicklung demnach und hat sich bei manchen Bereichen sogar umgekehrt.

Sonntag, 1. Februar 2026

Deutschland verlernt das Denken – Mathematikprofessor nennt die Schuldigen

Bernhard Krötz ist Professor für Mathematik an der Universität Paderborn, wo er unter anderem Mathematiklehrer ausbildet. Der gebürtige Franke begann sein Studium 1990 in München zunächst mit Physik, wechselte nach dem Vordiplom zur Mathematik und machte dort Karriere in der Forschung. Über seinen YouTube-Kanal erreicht er mittlerweile hunderttausende Menschen mit Videos über den Zustand des deutschen Bildungssystems. Krötz war als Experte im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags geladen und hat alte Schulbücher von Verlagen freigekauft, um sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seine Kritik an Kompetenzorientierung, Digitalisierung und dem Einfluss von NGOs auf die Bildungspolitik hat ihn zu einer der lautesten Stimmen in der Debatte um Deutschlands Schulen gemacht.
Im Gespräch mit Jasmin Kosubek analysiert Krötz den dramatischen Leistungsabfall der letzten Jahre und benennt konkrete Ursachen: die Kultusministerkonferenz, die Bertelsmann Stiftung, die Abschaffung grundlegender Rechenverfahren und ein Schulsystem, das Masse statt Qualität produziert. Er erklärt, warum zwei Drittel der Studienanfänger aus seiner Sicht nicht studierfähig sind, warum PISA-Tests wenig aussagen und weshalb er die KMK am liebsten sofort schließen würde. 
Dabei wird er auch persönlich: Er spricht über seinen eigenen Bildungsweg, die Konditionierung von Kindern durch Symbole und Konsum, und die Frage, ob eine Gesellschaft, die schneller verändert wird als sie begreifen kann, auf eine Katastrophe zusteuert.