Eine neue UNICEF-Studie schlägt Alarm und die Zahlen sind erschreckend: 40 Prozent aller 15-Jährigen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Von 41 untersuchten Industrieländern landet Deutschland gerade mal auf Platz 34 – hinter Rumänien, Ungarn und der Slowakei.
Wie konnte es so weit kommen? Und vor allem: Wie kommen wir da wieder raus?
Wolfgang Büscher, Sprecher der Berliner Arche, die täglich 11.000 Kinder in sozialen Brennpunkten betreut, liefert erschütternde Einblicke aus dem Alltag. 30 Prozent der Erstklässler in Brennpunktschulen sprechen kein einziges Wort Deutsch, wenn sie eingeschult werden. 65.000 Kinder verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss und rutschen direkt ins Bürgergeld. Seit Büscher vor 23 Jahren bei der Arche anfing, sind das also insgesamt 1,3 Millionen Kinder.
„Wir schaffen das nicht" – dieser Satz, den Büscher direkt an die Politik richtet, klingt wie ein Hilferuf. Denn die Arche stemmt diese gewaltige Aufgabe weitgehend alleine, ohne staatliche Unterstützung, finanziert durch Spendengelder. 28 Millionen Euro muss die Organisation in diesem Jahr selbst einsammeln.
Die Lösung?
Büscher fordert eine intelligentere Verteilung der Kinder auf Schulen, weg von der starren Wohnorteinschulung, hin zu einem System, das Brennpunktkonzentrationen gezielt auflöst.




