Donnerstag, 17. September 2026

„Müssen lernen, ihr Gehirn zu benutzen“: Mathelehrer sorgt sich um Fähigkeiten der Schüler

Hamburg
– „Warum müssen wir das überhaupt noch lernen? Mit Künstlicher Intelligenz geht es doch sowieso schneller“, habe ein Schüler zu einer Lehrkraft gesagt. Im Onlineforum Reddit berichtet die Lehrkraft, die offenbar Mathematik unterrichtet, dass viele Jugendliche infrage stellen, warum sie Kopfrechnen oder das Rechnen mit dem Taschenrechner noch üben und beherrschen müssen.
Andere Lehrerinnen und Lehrer teilen in den Kommentaren des Beitrags, wie sie auf solche Fragen reagieren. Sie warnen die Jugendlichen, dass es mehr brauche, als Rechnungen einfach in einen KI-Assistenten wie ChatGPT oder Gemini einzugeben. „Wenn KI euren Job machen kann, wird KI euch auch eines Tages ersetzen“, erzählte eine Lehrkraft ihren Schülern und Schülerinnen.

Mittwoch, 16. September 2026

„Nichtstun zu attraktiv“: Jobvermittlerin rechnet mit Azubi-Generation ab – Landrat zeigt Abgründe auf

Lieber Bürgergeld als Lehre: Die Mitarbeiterin eines Jobcenters schildert erschreckende Missstände. Sie fordert von der Politik, was ein SPD-Landrat bereits praktiziert.
Berlin/Nordhausen – Zehn Prozent der 20-bis 24-Jährigen in Deutschland haben weder eine Lehrstelle noch Arbeit – das gab das Statistische Bundesamt vor wenigen Wochen bekannt. Innerhalb von vier Jahren ist der Wert der erwerbslosen jungen Leute rasant gestiegen: 2022 hatten 8,8 Prozent weder Job noch Lehrstelle, jetzt sind es bereits zehn Prozent. Immer mehr Jugendlichen gelinge der Übergang von Schule in Ausbildung und von Ausbildung in Arbeit nicht mehr, lauten die Warnungen.

Samstag, 12. September 2026

„Viele Studierberechtigte sind nicht studierfähig; viele Azubis sind nicht ausbildungsreif.“

 Als im Jahr 2001 die Ergebnisse der ersten PISA‑Studie vorgestellt wurden, war bundesweit vom „PISA-Schock“ die Rede. Die einst so stolze Bildungsnation Deutschland am Ende? 25 Jahre später ist es eher schlimmer als besser geworden, glaubt man den aktuellen Ergebnissen der neuesten PISA‑Erhebung. Lesen, Rechnen, Naturwissenschaften: Nie schnitten die getesteten Fünfzehnjährigen schlechter ab. Den ehemaligen Lehrerpräsidenten Josef Kraus überrascht das nicht. Er sieht auch einen Grund in gescheiterter Integrationspolitik. Die Bildungsministerin sieht es anders.

Mittwoch, 9. September 2026

PISA-Studie: Deutschland fällt bei auf das Niveau der Türkei zurück

"Es ist zu einfach, sich durchs deutsche Bildungssystem zu schlängeln"

Herr Schleicher, die PISA-Werte in Deutschland sind auf dem schlechtesten seit dem Jahr 2000 gemessenen Stand, in sämtlichen Abfragefeldern sind die Schüler nur noch OECD-Mittelmaß. Diese Ergebnisse (PISA-Studie 2025) können nach den zahlreichen nationalen Erhebungen der letzten Jahre kaum überraschen. Was hat Sie dennoch erstaunt?

Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale

Der erste "Pisa-Schock" traf Deutschland vor 25 Jahren. Seitdem wurde über Schulreformen gestritten, gefördert, digitalisiert – und immer wieder Besserung versprochen. Doch heute stehen Deutschlands Schüler schlechter da als damals, wie aus den am Dienstag vorgestellten Pisa-Ergebnissen hervorgeht.

Bildungsforscherin Anne Sliwka warnt vor einer "Abwärtsspirale" und gravierenden Folgen für den Wohlstand. Im Interview erklärt sie, warum frühe Förderung entscheidend sei, was andere Länder besser machten – und weshalb Bildung endlich Chefsache werden müsse.