Posts mit dem Label Bildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. August 2026

"Walla, isch schwör Alder..."

Offenbar waren schon vor 14 Jahren die beschriebenen Probleme offensichtlich und keine Randerscheinung. Wo uns die Ignoranz der Verantwortlichen in Bildung und Politik hingeführt hat, sehen wir heute...

 

Donnerstag, 9. Juli 2026

Smartphone-freie Klassen - der Gamechanger?

Frankfurt – Ein Hauch von Nostalgie kommt auf, wenn Millennials am Morgen im Bus auf dem Weg zur Arbeit die Schulkinder Sammelkarten tauschen sehen. Wenn aus dem Schulranzen ein Manga hervorlugt oder die Kopfhörer wieder am Kabel hängen, ist die Schulzeit der 1990er plötzlich ganz nah. Die Schulen waren voll mit Diddl-Blättern, Eastpak-Rucksäcken, Tintenkillern und Overheadprojektoren – aber keine Smartphones. Abseits von klobigen Klapphandys und ein paar Röhrenbildschirmen verlief der Unterricht noch weitgehend analog.

Dienstag, 16. Juni 2026

Bericht vorgestellt: Bildungssystem kommt kaum voran

Berlin
. Das deutsche Bildungssystem kommt trotz zahlreicher Reformen kaum voran. Das ist das zentrale Ergebnis des nationalen Bildungsberichts "Bildung in Deutschland 2026", der am Montag in Berlin vorgestellt wurde.
Demnach verfehlen immer mehr Schüler grundlegende Kompetenzstandards und soziale Ungleichheiten im gesamten Bildungsverlauf bleiben bestehen. Gleichzeitig bringen Zuwanderung, Inklusion, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel zunehmende Herausforderungen mit sich, die sich in allen Bildungsbereichen überlagern und verstärken.

Freitag, 6. März 2026

Was machen PISA-Sieger anders?

In diesem Interview beleuchtet der Lehrer und Bildungsjournalist Alexander Brand die Erfolgsfaktoren führender Schulsysteme aus Finnland, Estland, Japan und Singapur. Basierend auf seiner mehrmonatigen Hospitation an rund 30 Schulen erklärt er, dass gezielte Förderung ohne Diagnosen und hohe Leistungserwartungen entscheidend für den Lernerfolg sind. Während er die Digitalisierung in Estland als Mittel zum Zweck beschreibt, warnt er am Beispiel Finnlands vor einer Überbetonung offener Lernlandschaften ohne ausreichendes Fachwissen. Ein zentraler Aspekt ist zudem die Professionalisierung der Lehrkräfte in Singapur durch intensive Teamarbeit und didaktischen Austausch. Brand plädiert abschließend dafür, in Deutschland die frühzeitige Diagnostik zu stärken und die Unterrichtsqualität konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten.

     

Donnerstag, 19. Februar 2026

Braucht Schule Druck?

Brauchen Kinder Noten, um zu lernen? Oder verhindern gerade sie, dass Kinder ihr volles Potenzial entfalten können? Die Alemannenschule Wutöschingen geht einen innovativen Weg und legt ihren Fokus auf selbstorganisiertes Lernen, intrinsische Motivation und Lernbegleiter. Doch welche Grenzen haben diese neuen Schulformen? Prof. Dr. Bertolt Meyerdiskutiert über Selektion, Chancengerechtigkeit und alternative Schulmodelle.

 

Montag, 26. Januar 2026

Nachwuchsprobleme - "Es gibt ein Problem der Bildungsniveaus."

Die Berliner Polizei hat größere Probleme bei der Suche nach genug Nachwuchs - und leidet dabei besonders unter den schlechten Deutschkenntnissen der Bewerber. «Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse, ganz unabhängig von Nationalitäten», sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Neuropsychologe warnt vor „schweren Folgen“ eines niedrigeren Bildungsniveaus

Politikerinnen, Eltern und Pädagogen diskutieren Leseschwächen von Viertklässlern aus benachteiligten Familien und schlechte Pisa-Ergebnisse. Studien zeigen, dass die Kompetenz in der deutschen Sprache unter Kindern und Jugendlichen abnimmt. Textkürzungen und Infoboxen in Goethes „Faust“, schriftliches Dividieren vom Grundschullehrplan streichen – es wirkt, als würden Schulen sich schleichend an ein niedrigeres Bildungsniveau anpassen. 

Deutschunterricht: Lehrer, die ihren Schülern nichts mehr zutrauen

Eigentlich waren die Klassiker in einfacher Sprache für den Deutschunterricht an allen Schulen gedacht, aber nicht für die Gymnasien. Inzwischen nutzen Deutschlehrer sie auch für die Oberstufe des Gymnasiums. Denn das in vielen Ländern mehr oder weniger zugangsfreie Gymnasium ist längst zu einer Art Einheitsschule geworden, die mit unterschiedlichsten Schülern und Sprachniveaus zurechtkommen muss. Wie sehr auch die Gymnasien in den Sog der Abwärtsspirale bei den Bildungsleistungen geraten sind, hat der letzte Ländervergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen gezeigt. 

Dienstag, 20. Januar 2026

Studierunfähig mit Abi? Professor erhebt schwere Vorwürfe

Bernhard Krötz ist Mathematikprofessor – und Kämpfer gegen den Niedergang des deutschen Bildungssystems. In seinen Vorlesungen wie auf YouTube nimmt er kein Blatt vor den Mund. Er warnt vor „didaktischer Verblödung“, ideologisch aufgeweichten Lehrplänen und einer Studentenschaft, die zwar ein Abitur besitzt, aber oft weder lernfähig noch lernwillig ist.

 

Sonntag, 18. Januar 2026

„Von Kartoffeln und Kanaken“

Vor knapp sieben Jahren hat die Lehrerin Julia Wöllenstein ein Buch mit dem provokanten Titel „Von Kartoffeln und Kanaken“ veröffentlicht, in dem sie analysiert, warum Integration im Klassenzimmer scheitert. Haben Politik und Gesellschaft seitdem dazugelernt? Hierzu ein Interview der SZ mit Wöllenstein

SZ: Frau Wöllenstein, Sie unterrichten an einer Gesamtschule in Kassel die Klassen fünf bis zehn. Wie viele Nationen gibt es an Ihrer Schule? 

Julia Wöllenstein: Im vergangenen Jahr waren 39 unterschiedliche Staatsangehörigkeiten vertreten. Ich soll ihnen Englisch beibringen, obwohl manche noch nicht mal richtig Deutsch können. 

Montag, 12. Januar 2026

Margrit Stamm: Langeweile – Grundlage für Kreativität

„Mir ist so langweilig!“ Die meisten Eltern kennen diesen Satz ihrer Kinder zur Genüge. Und viele bemühen sich, diesen Zustand so schnell wie möglich zu beseitigen. Dabei ist Langeweile die Basis für den Erwerb vieler wichtiger Lebenskompetenzen, ist Prof. Margrit Stamm überzeugt.

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Arbeitgeber wollen Daten zu Schulleistungen erfassen lassen

Vor dem Beginn der Bildungsministerkonferenz (BMK), die an diesem Donnerstag in Berlin tagt, haben die Arbeitgeber die konsequente Erhebung und Nutzung von Bildungsdaten gefordert. In einem Positionspapier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), das dem Handelsblatt vorliegt, heißt es: „Lehrkräfte brauchen Informationen zum individuellen Förderbedarf, Schulleitungen brauchen sie zur Gesamtentwicklung der Schulqualität und die Bildungspolitik zur Wirksamkeit von Maßnahmen.“ Der Vorschlag der Arbeitgeber: Die Ausgangslagen der Schülerinnen und Schüler sollen online erfasst werden. Eine moderne Lernmanagementsoftware wertet den Leistungsstand aus und zeigt den konkreten Förderbedarf auf. Im Idealfall schließen sich Angebote für Nachhilfe automatisch an. „Das Ausfüllen von Excel-Tabellen am Feierabend ist mit Datenerfassung nicht gemeint“, heißt es in dem BDA-Papier. 

Dienstag, 25. November 2025

Das Drama der arbeitslosen Jungakademiker

Schon seit Ewigkeiten geistert der Typus des arbeitslosen Akademikers als Taxifahrer mit Germanistik-Diplom durch die Medien. Es gibt ihn tatsächlich. Und nun schreckt die Bundesagentur für Arbeit mit der Nachricht auf, dass es in Deutschland einen Höchststand von 46.000 arbeitslosen Akademikern unter 30 Jahren gibt. Berufsanfänger mit frischem Bachelor finden keinen Job. Das ist noch keine Massenarbeitslosigkeit, aber trotzdem alarmierend.

Montag, 17. November 2025

"Wir ziehen eine Generation heran, die nie in der Lage sein wird, richtig zu arbeiten."

Der Zustand des Schulsystems im deutschsprachigen Raum ist besorgniserregend. Es fehlt an Basiskenntnissen in fast allen Bereichen, vom sozialen Umgang untereinander bis zum Lesen, Schreiben oder Rechnen. Der Wiener Mittelschuldirektor Christian Klar sieht darin eine Gefahr für die Zukunft der Kinder.

 

Sonntag, 16. November 2025

„Kinder sind vollkommen orientierungslos“

Jonas Schreiber ist 30 Jahre alt, Realschullehrer im Großraum München und unterrichtet die Fächer Sport, Wirtschaft und IT. Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge war er viele Jahre Jugendtrainer im Leistungsfußball – Erfahrungen, die sein Verständnis von Disziplin, Verantwortung und Leistungsbereitschaft prägen. Mit seinem Buch „Realtalk: Lehreralltag“ – versehen mit einem Vorwort des Tübinger Bürgermeisters Boris Palmer – will er auf Missstände im deutschen Bildungssystem aufmerksam machen, ohne den Lehrerberuf zu diskreditieren. 
Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Jonas Schreiber über den Verlust von Leistungsprinzip und Werteorientierung in Schulen, über Eltern, die nicht mehr erziehen wollen, und über eine Generation von Schülern, die täglich bis zu acht Stunden am Handy hängt. Er kritisiert eine Bildungspolitik, die Verantwortung verlagert und beschreibt eine Realität, in der Anstrengung oft weniger zählt als Befindlichkeit. Es geht um Migration, Identität und Neutralität im Klassenzimmer, um überforderte Familien, taktische LRS-Diagnosen und das absurde System „Wir passen uns nach unten an“.

 

Montag, 10. November 2025

Kinder werden zu digitalen Trotteln

Digitalisierung galt lange Zeit als bildungspolitisches Heilsversprechen. Doch inzwischen vollziehen immer mehr Länder eine Rückkehr zu analogen Unterrichtsformen. Wir sprachen mit der Sonderpädagogin und Diplom-Politologin Magda von Garrel über die Gefahren der Digitalisierung für unsere Kinder.

 

Donnerstag, 23. Oktober 2025

„Deutschlands Schulen produzieren immer weniger leistungsfähige Erwachsene“

Mindestens zehn Jahre wird es dauern, bis wieder einigermaßen gut ausgebildete Jugendliche aus unseren Schulen kommen, sagt Olaf Köller, 61, vom Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel. Und er stellt eine steile These auf: Bis dahin müsse Deutschland auf künstliche Intelligenz und ausländischen Fachkräften setzen, um die Wirtschaft aufrechtzuerhalten.