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Dienstag, 21. Januar 2025

Elterncoaching an der Realschule Bergneustadt

Wenn Grundschüler auf eine weiterführende Schule wechseln oder Schüler nach ihrem Abschluss eine Berufsausbildung oder ein Studium beginnen, dann wird immer wieder deutlich, dass die Leistungen von heute nicht unbedingt mit den Leistungen vergangener Jahrgänge gleichzusetzen sind. Das ist eine Entwicklung, die man so auch an der Städtischen Realschule Bergneustadt wahrgenommen hat. „Wir können nicht mehr das machen, was wir noch vor einigen Jahren gemacht haben“, sagte Unterstufenkoordinatorin Barbara Spiller im Gespräch mit OA durchaus besorgt. 
Die Ursachen dafür sind vielfältig. „Die Schüler arbeiten immer unstrukturierter. Das Gewusel im Heft zeigt das Chaos im Kopf. Und oft können die Kinder nicht länger als zehn Minuten am Stück konzentriert arbeiten“, erklärte die Lehrerin. Verändert hätten sich auch die Elternhäuser. Viele Eltern seien berufstätig oder auch alleinerziehend.

Montag, 18. Dezember 2023

Pisa-Studie: Oberbergs Schulleiter nehmen Stellung zu den schlechten Ergebnissen

„Dass es Probleme gibt, wussten wir vorher. Aber dass sie sich so gravierend auswirken, war schon ein Schock!“, gesteht die Leiterin der Wipperfürther Hermann-Voss-Realschule, Claudia Deichsel. Noch sei die Zeit zu kurz für gründliche Analysen angesichts der verheerenden Ergebnisse der Pisa-Studie, die deutschen Schülern im Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften historisch schlechte Ergebnisse bescheinigt. Aber natürlich macht sich die Schulleiterin wie auch ihre Kolleginnen und Kollegen Gedanken über mögliche Ursachen. „Natürlich kann man nicht alles auf Corona schieben“, meint sie. „Aber Tatsache ist, dass den heute 15-Jährigen ein Teil ihrer Schulzeit fehlt. Das betrifft alle Altersgruppen, wir „erben“ ja als weiterführende Schule die fehlenden Kompetenzen. Schulanfänger können keinen Stift halten und haben Schwierigkeiten mit der Schere umzugehen, Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 können nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. „Das können wir nicht mehr voraussetzen, wir können nicht einfach stur weiter machen wie bisher, sondern wir müssen eine Stufe tiefer ansetzen, alles braucht viel länger als bisher.“ 

Samstag, 16. November 2019

Die Grenzen der Inklusion

Wiehl. „Inklusion“ und „Gemeinsames Lernen“ heißt, dass möglichst viele Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf in einer normalen Regelschule unterkommen. In einem Runderlass hat das NRW-Schulministeriums vor einem Jahr eine entsprechende Neuausrichtung der weiterführenden Schulen angeordnet. In der Praxis erweist sich die Unterbringung der Kinder aber oft als schwierig, wie ein aktueller Fall in Wiehl zeigt. Die Stadt Wiehl nimmt an ihrer Sekundarschule Kinder auf, die Lern- und Entwicklungsstörungen oder Förderbedarf bei Hören und Kommunikation haben. Nicht aber Kinder, die Probleme geistiger oder körperlicher Entwicklung oder mit dem Sehen haben. Dieser Schwerpunkt wurde im Dezember 2018 von der Bezirksregierung gesetzt und von der Stadt akzeptiert.

Samstag, 29. Oktober 2016

Zu Gast im inklusiven Unterricht - „Unruhe bei Eltern und Lehrern“

Marienheide/Oberberg - „Das Thema Inklusion ist mindestens so wichtig wie das Thema G8/G9“, sagt der oberbergische Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach (CDU). Er hat festgestellt: „Die Unruhe bei Eltern und Lehrern ist groß.“ Das System der Inklusion war in Oberberg mehr in den Fokus gerückt, nachdem der Leiter der Gesamtschule Marienheide, Wolfgang Krug, in einem offenen Brief gewarnt hatte: Unter den geltenden Rahmenbedingungen drohe der Inklusion in Nordrhein-Westfalen der Kollaps. Krug hatte die Politik eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.

Samstag, 8. Oktober 2016

140 junge Leute gelten als Schulabbrecher

OBERBERG. 140 Jugendliche haben 2015 nach Ende ihrer Schulpflicht die Schule ohne einen Hauptschulabschluss oder ein Abschlusszeugnis einer besonderen Schule verlassen. Sie gelten damit als Schulabbrecher ohne Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Als Antwort auf eine Anfrage der CDU im Landtag hat Schulministerin Sylvia Löhrmann jetzt die Zahlen für die einzelnen Schulformen veröffentlicht. Von den 140 Schulabbrechern hatten 88 zuvor eine der Förderschulen im Kreis besucht, sieben von ihnen hatten einen Migrationshintergrund. 31 Jugendliche haben 2015 eine Hauptschule ohne Abschluss verlassen, gut ein Viertel von ihnen waren ausländischer Herkunft. An Realschulen betrug die Zahl der Schulabbrecher vier, an Gesamtschulen sechs und an Gymnasien elf Schüler. Unter ihnen waren keine Schüler mit Migrationshintergrund. An den neuen Sekundarschulen gab noch keine Abbrecher.