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Mittwoch, 26. August 2026

Realität an deutschen Schulen – wir verlieren die Kontrolle!

Gewalt, Respektlosigkeit und Lehrer, die mit Problemen allein bleiben: Die ehemalige Gesamtschullehrerin Birgit Ebel berichtet aus dem Alltag von Brennpunktschulen in Nordrhein-Westfalen.

 

Freitag, 5. Dezember 2025

Lehrer-Problem an NRW-Schulen: Besonders dramatisch ist es im Ruhrgebiet

Dortmund – An NRW-Schulen fehlen Tausende Lehrkräfte. Die Landesregierung spricht von stabiler Personalausstattung und pumpt Milliarden in Förderprogramme. Doch es zeigt sich: Die Rechnung geht nicht überall in NRW auf. 

NRW-Schulen am Limit: Lehrer-Lücke im Ruhrgebiet am größten 
Am 1. Dezember 2025 klaffte zwischen den benötigten Lehrerstellen und denen, die tatsächlich da sind, eine große Lücke auf. Es fehlen rund 8.800 Lehrkräfte in NRW, das teilt die Landesregierung NRW am Dienstag (2. Dezember) mit. Fast jede zweite offene Stelle liegt davon allein im Ruhrgebiet (3.500 unbesetzte Stellen). Das Land NRW betont, notgedrungen bereits knapp 500 Lehrer aus anderen Regionen „abgeordnet“ zu haben. Das bedeutet, es arbeiten hunderte von Lehrern an Schulen, an denen sie eigentlich nicht angestellt sind. 

Dienstag, 11. November 2025

Gewalt an Schulen steigt rasant - besonders stark bei Migranten und Mädchen

Eine neue Studie zeigt erschreckende Entwicklungen an NRW-Schulen. Immer mehr Kinder werden gewalttätig, Mädchen schlagen häufiger zu und psychische Probleme nehmen stark zu. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, zeichnet eine aktuelle Untersuchung des Landeskriminalamts NRW und der Universität Köln ein beunruhigendes Bild zur Gewalt an Schulen. Die Zahlen steigen deutlich. 
Für die Studie wurden Polizeiberichte ("Hellfeld") und anonyme Schülerbefragungen ("Dunkelfeld") mit Daten aus 2013 verglichen. Befragt wurden 3800 Schülerinnen und Schüler der 7. und 9. Klassen an 27 Schulen in Gelsenkirchen, Marl und Herten. 

Donnerstag, 16. Oktober 2025

NRW auf Kurs - Leistungen in Mathe, Chemie und Co. noch schwächer

Düsseldorf (dpa/lnw) - Neuntklässler in Nordrhein-Westfalen schneiden einer Studie zufolge bei ihren Leistungen in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern im Bundesländer-Vergleich schwach ab. Das geht aus dem IQB-Bildungstrend 2024 hervor. Im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW wurden zudem im Vergleich zur letzten Untersuchung von 2018 deutlich absackende Kompetenzwerte in der neunten Jahrgangsstufe ermittelt. 

IQB-Bildungstrend: Ranking im Überblick – So schneiden die einzelnen Bundesländer ab

BERLIN. Ein bundesweiter Abwärtstrend mit deutlichen Unterschieden: Die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in Deutschland beherrschen Mathematik und Naturwissenschaften schlechter als noch vor sechs Jahren. Kein Bundesland konnte sein Niveau halten, manche sackten dramatisch ab. Hier die Ergebnisse – Land für Land.

Freitag, 10. Oktober 2025

Tests, Förderung und Ganztag sollen für Kinder in NRW Pflicht werden

Beinahe unisono beschworen die Parteien im NRW-Landtag am Donnerstag (9. Oktober) „Mut“, Gemeinsamkeit und „Umsetzungswillen“, um Veränderungen im Schulsystem anzugehen, und das so rasch wie möglich. Bis zu einem Drittel der Viertklässler in NRW erreiche nicht die Mindeststandards in Kernfächern, Auffälligkeiten im Sozialverhalten nähmen zu: „Das ist ein unhaltbarer Zustand für die betroffenen Kinder, aber auch für unsere Gesellschaft“, sagte der CDU-Politiker Jonathan Grunwald. „Wir sind an einem Punkt, an dem der Handlungsbedarf im Bildungssystem nicht mehr zu übersehen ist“, befand Frank Müller (SPD). 
Und einiges könne man schnell anfassen, wie einen Pflicht-Ganztag an Grundschulen oder Entwicklungstests für alle Vierjährigen. Grundlage der Debatte war der Abschlussbericht der Enquete-Kommission zum Bildungswesen in NRW. Das Gremium aus Politikern und Fachleuten hat nach Wegen gesucht, das Kita- und Schulsystem gerechter zu machen. Denn wie erfolgreich Kinder darin sind, wird heute maßgeblich von den Voraussetzungen im Elternhaus mitbestimmt. 248 Handlungsempfehlungen an die Politik liegen nun vor. Die FDP-Politikerin Franziska Müller-Rech (FDP) wollte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in die Verantwortung holen: „Wir haben für ihn aufgeschrieben, was zu tun ist“, sagte sie. 

Dienstag, 16. September 2025

Bildungsforscherin will „Deutsch lernen“ als neues Schulfach

Jahrelang wurden die Schulen allein gelassen mit einer wachsenden Zahl von Kindern, die nicht hinreichend Deutsch sprechen, um dem Unterricht folgen zu können. Die Folge: Sinkendes Bildungsniveau, massive Defizite. Nun werden kopflose und nicht durchdachte Vorschläge laut, um die Misere zu beheben. 

Samstag, 13. September 2025

NRW startet mit den Schulen in die babylonische Sprachverwirrung

Klassenarbeiten in Herkunftssprachen zulassen? Unter dem Deckmantel von „Mehrsprachigkeit“ geht die NRW-Landesregierung einen Schritt zur Abschaffung der Sprachnation. Es ist eine Kapitulation vor unkontrollierter Zuwanderung unter Inkaufnahme eines weiter sinkenden Bildungsniveaus. Die deutsche Kultur-, Bildungs- und Sprachnation wirft sich Jahr für Jahr ein Stück mehr über Bord.

Dienstag, 9. September 2025

Abiturnotenschnitte rauf, Bildungsniveau runter - NRW beim Bildungsranking auf dem drittletzten Platz

Nordrhein-Westfalens Bildungs-system schneidet in einer Vergleichsstudie aus bildungsökonomischer Perspektive erneut schlecht ab. Während Sachsen im Ranking der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wie schon seit Jahren auf Platz eins steht, belegt Nordrhein-Westfalen weiter den drittletzten Platz der 16 Bundesländer, gefolgt von Brandenburg und Bremen. Verbesserungsbedarf sehen die Studienautoren etwa bei der Qualität der nordrhein-westfälischen Schulen und den Kompetenzen der Schüler. Bemängelt wird auch, dass vergleichsweise wenig Geld in das Bildungssystem gesteckt werde.

Der Bremer Esel wieder auf dem letzten Platz

Bremen schneidet aus bildungsökonomischer Perspektive mit seinem Bildungssystem in einem jährlichen Bundesländervergleich erneut am schlechtesten ab. Dem «Bildungsmonitor» des wirtschaftsliberalen und arbeitgebernahen Lobbyverbands Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zufolge landete Niedersachsen auf dem zehnten Platz. Das Ranking wird von Bildungsgewerkschaften und Wissenschaftlern regelmäßig kritisch gesehen. 

Donnerstag, 20. Februar 2025

Förderunterricht künftig nur noch in Mathematik und Deutsch

Der Förderunterricht an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen soll in seiner bisherigen Form nicht weitergeführt werden. In den Grundschulen solle künftig mehr Unterricht in Deutsch und Mathematik erteilt werden, hieß es aus dem Schulministerium. Beabsichtigt sei, die Stundentafel anzupassen und für die beiden Fächer in jeder Jahrgangsstufe jeweils eine Stunde mehr vorzusehen. Zwei bisher variable Förderstunden pro Jahrgang würden dann verbindlich den Fächern Deutsch und Mathematik zugeordnet. Damit werde ein klarer Schwerpunkt auf die Stärkung der Basiskompetenzen gelegt, hieß es weiter. Die Schulleistungsstudien der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler in NRW nicht gut genug lesen, schreiben und rechnen könnten. 

Donnerstag, 9. Januar 2025

Wie steht es um die Bildung in NRW?

Düsseldorf.
Unzufriedenheit mit den Schulen, immer schlechtere Abitur-Noten, zu wenig Lehrer, einer der letzten Plätze im bundesweiten Bildungsmonitor. Stellt sich die Frage: Bildung in NRW – Notstand oder Hoffnungsträger? Zu diesem Thema werden Wissenschaftler zum Wettstreit antreten. 
Die Meldungen aus dem „Bildungsland NRW“ – so der griffige Online-Auftritt des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen – sind seit Jahren wenig vielversprechend. „Immer mehr junge Menschen fallen durchs Abitur“, „In NRW bewerten die Menschen die Schulen so schlecht wie in keiner anderen Region Deutschlands“, „Nordrhein-Westfalen schneidet in einer Bildungsvergleichsstudie erneut schlecht ab“, „Viele Schulleiter-Stellen unbesetzt“, „Schulsystem kaputt gespart“ – so lauten die Schlagzeilen. Grund genug, das Thema wissenschaftlich zu betrachten:

Mittwoch, 27. März 2024

NRW: Siebtklässler droht, Lehrerin zu enthaupten – „Kein Einzelfall“

Gewalt an Schulen in NRW ist keine Seltenheit, wie eine Umfrage des Philologenverbandes Nordrhein-Westfalen (PhV NRW) ergab. Sabine Mistler, Vorsitzende des PhV NRW und selbst Lehrerin, berichtet von einigen schlimmen Beispielen, die aufhorchen lassen… Sie selbst musste bislang nie Erfahrung mit Gewalt in der Schule machen – doch immer wieder bekommt Mistler von ihren Kollegen aus NRW einige schlimme Beispiele erzählt. Und die Zahlen unterstreichen das: Fast die Hälfte (47 Prozent) aller befragten Lehrer an Gymnasien und mehr als ein Dreiviertel (76 Prozent) der befragten Lehrkräfte an Gesamtschulen waren in den vergangenen Jahren schon einmal persönlich von Gewalt betroffen. Insgesamt 1.500 Lehrkräfte beteiligten sich an der Umfrage. 

Montag, 18. Dezember 2023

Pisa-Studie: Oberbergs Schulleiter nehmen Stellung zu den schlechten Ergebnissen

„Dass es Probleme gibt, wussten wir vorher. Aber dass sie sich so gravierend auswirken, war schon ein Schock!“, gesteht die Leiterin der Wipperfürther Hermann-Voss-Realschule, Claudia Deichsel. Noch sei die Zeit zu kurz für gründliche Analysen angesichts der verheerenden Ergebnisse der Pisa-Studie, die deutschen Schülern im Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften historisch schlechte Ergebnisse bescheinigt. Aber natürlich macht sich die Schulleiterin wie auch ihre Kolleginnen und Kollegen Gedanken über mögliche Ursachen. „Natürlich kann man nicht alles auf Corona schieben“, meint sie. „Aber Tatsache ist, dass den heute 15-Jährigen ein Teil ihrer Schulzeit fehlt. Das betrifft alle Altersgruppen, wir „erben“ ja als weiterführende Schule die fehlenden Kompetenzen. Schulanfänger können keinen Stift halten und haben Schwierigkeiten mit der Schere umzugehen, Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 können nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. „Das können wir nicht mehr voraussetzen, wir können nicht einfach stur weiter machen wie bisher, sondern wir müssen eine Stufe tiefer ansetzen, alles braucht viel länger als bisher.“ 

Mittwoch, 6. Dezember 2023

„Wir werden komplett abgehängt“

Herford (NRW) – Das Bildungsniveau in Deutschland – ungenügend! In 15 Jahren haben Schüler nie schlechter im Rechnen, Lesen und in Naturwissenschaft abgeschnitten als je zuvor gemessen. Das ist das Ergebnis der neuesten Pisa-Studie, die die OECD heute in Berlin vorgestellt hat. Für Lehrerin Birgit Ebel, seit 27 Jahren Mitglied der Grünen, kommt das Ergebnis nicht überraschend. „Dieses Ergebnis war erwartbar. Wir sind eigentlich das Land des Knowhows und der Ressourcen. Wenn sich nicht sofort etwas ändert, werden wir in Sachen Bildung ein komplett abgehängtes Land werden“, so Ebel. 

Sonntag, 24. September 2023

Abitur in NRW 2023: 2000 junge Leute erreichen 1,0-Schnitt

2000 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 gemacht. Für diese außergewöhnliche Leistung wurden die Spitzen-Absolventinnen und -Absolventen von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schulministerin Dorothee Feller (beide CDU) mit einer Urkunde und einem 20 Euro-Büchergutschein geehrt. 
«Um eine solch außergewöhnliche Leistung zu vollbringen, sind neben Talent und Begabung viel Fleiß, harte Arbeit und sicherlich die eine oder andere Entbehrung notwendig gewesen», hieß es in einem Schreiben von Wüst und Feller an die Absolventen. 
Geehrt wurden auch 14 Geschwisterpaare und 28 Absolventinnen und Absolventen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die eine Abschlussnote bis 1,3 erreicht hatten. 2022 hatte laut Statistik der Kultusministerkonferenz in jedem Bundesland mindestens jeder vierte Abiturient eine Durchschnittsnote von 1,0 bis 1,9, was unter anderem mit der Corona-Pandemie begründet wurde. An den herausragenden Abiturergebnissen regte sich aber auch Kritik: Experten warnen vor einer «Noteninflation» - Benotungen könnten dadurch immer weniger Wert sein und der Bildungsstandard zugleich sinken.

Montag, 17. Oktober 2022

NRW deutlich unter Schnitt - Viele Viertklässler können schlecht schreiben und rechnen

Auch das ZDF verfehlt "Mindeststandard"...
Düsseldorf - Immer mehr Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen haben Probleme in den Fächern Mathe und Deutsch. Im Fünf-Jahres-Vergleich sind die Viertklässler in ihren Kompetenzen in diesen Fächern deutlich zurückgefallen. Das zeigt eine am Montag von der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgestellte Studie, die im Abstand von fünf Jahren den Stand bei den Schülern repräsentativ untersucht. Bereits im Juli waren die Zahlen für ganz Deutschland vorgestellt worden. Jetzt folgte ein Vergleich nach Bundesländern. 

Mittwoch, 6. Juli 2022

Kölns Viertklässler immer schlechter im Fach Deutsch

Köln - Das Kölner Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache fordert dringend eine intensivere sprachliche Förderung in Grundschulen, betont Institutsdirektor Professor Michael Becker-Mrotzek mit Blick auf gravierende Defizite. Die Kompetenzen der Viertklässlerinnen und Viertklässler haben sich besonders im Fach Deutsch deutlich verschlechtert, stellt das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IBQ) in seinem Bildungstrend 2021 im Primarbereich fest. Demnach betreffen die Defizite den Kompetenzbereich Lesen sowie Zuhören und Rechtschreibung. Der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sei enger geworden. Es liege nahe, dass die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen an den Schulen dies verschärft haben, so Becker-Mrotzek.