Posts mit dem Label Bildungspolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bildungspolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 9. September 2026

"Es ist zu einfach, sich durchs deutsche Bildungssystem zu schlängeln"

Herr Schleicher, die PISA-Werte in Deutschland sind auf dem schlechtesten seit dem Jahr 2000 gemessenen Stand, in sämtlichen Abfragefeldern sind die Schüler nur noch OECD-Mittelmaß. Diese Ergebnisse (PISA-Studie 2025) können nach den zahlreichen nationalen Erhebungen der letzten Jahre kaum überraschen. Was hat Sie dennoch erstaunt?

Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale

Der erste "Pisa-Schock" traf Deutschland vor 25 Jahren. Seitdem wurde über Schulreformen gestritten, gefördert, digitalisiert – und immer wieder Besserung versprochen. Doch heute stehen Deutschlands Schüler schlechter da als damals, wie aus den am Dienstag vorgestellten Pisa-Ergebnissen hervorgeht.

Bildungsforscherin Anne Sliwka warnt vor einer "Abwärtsspirale" und gravierenden Folgen für den Wohlstand. Im Interview erklärt sie, warum frühe Förderung entscheidend sei, was andere Länder besser machten – und weshalb Bildung endlich Chefsache werden müsse.

Mittwoch, 26. August 2026

Realität an deutschen Schulen – wir verlieren die Kontrolle!

Gewalt, Respektlosigkeit und Lehrer, die mit Problemen allein bleiben: Die ehemalige Gesamtschullehrerin Birgit Ebel berichtet aus dem Alltag von Brennpunktschulen in Nordrhein-Westfalen.

 

Mittwoch, 19. August 2026

Gleichmacherei in den Schulen führt zu mehr Ungerechtigkeit

Der Publizist Dr. Konrad Adam kritisiert die politisch motivierten Reformen im Bildungswesen. Bereits vor über zwanzig Jahren hat er auf die Fehlentwicklungen im deutschen Bildungswesen hingewiesen, die zur heutigen Bildungsmisere führten.

 

Mittwoch, 12. August 2026

Anspruch auf Bildungsgleichheit führt zur „Blödheit für alle“

Eine Ideologie der Gleichheit hat in Deutschland zum ständigen Absinken des Bildungsniveaus geführt. Dabei gehen Anstrengung und Leistung verloren und erzeugen Bildungsungerechtigkeit, wie der Augsburger Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer darlegt.

 

Dienstag, 11. August 2026

„Bildungspolitisch gewollte Entwicklung“ - ein Studiendirektor erzählt

Seit 32 Jahren unterrichtet der Studiendirektor Deutsch und vor allem Musik am Gymnasium einer westfälischen Kleinstadt. Er ist Teil der erweiterten Schulleitung und verantwortlich für die künstlerische Koordination. Im Folgenden berichtet er anonym von seinen Erfahrungen im Schulalltag.

Dienstag, 16. Juni 2026

Bericht vorgestellt: Bildungssystem kommt kaum voran

Berlin
. Das deutsche Bildungssystem kommt trotz zahlreicher Reformen kaum voran. Das ist das zentrale Ergebnis des nationalen Bildungsberichts "Bildung in Deutschland 2026", der am Montag in Berlin vorgestellt wurde.
Demnach verfehlen immer mehr Schüler grundlegende Kompetenzstandards und soziale Ungleichheiten im gesamten Bildungsverlauf bleiben bestehen. Gleichzeitig bringen Zuwanderung, Inklusion, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel zunehmende Herausforderungen mit sich, die sich in allen Bildungsbereichen überlagern und verstärken.

Donnerstag, 23. April 2026

Hochschulpräsident sieht „Noteninflation“ im Abitur – und beklagt „eklatante Mängel“ bei Gen-Z-Absolventen

Die Abinoten werden besser, doch werden es auch die Absolventen? Der Deutsche Hochschulverband rügt, mehrere Fähigkeiten hätten sich „spürbar verschlechtert“. Mit Folgen.

In ganz Deutschland starten dieser Tage die Abiturprüfungen. Das Wort Abitur stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „weggehen“. Mehr als zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler, die das Abi bestehen, werden anschließend weggehen – an eine Universität zum Studieren. Im Gepäck: immer bessere Durchschnittsnoten. Doch die Entwicklung sorgt nicht zwangsläufig dafür, dass die Absolventen auch tatsächlich „besser“ sind. Immer häufiger müssten die Unis nachholen, was die Schulen nicht schaffen.

Montag, 13. April 2026

„Wir mussten ein ganzes Buch lesen!“

F
ast ein Drittel: 32 Prozent. Für so viele Rheinland-Pfälzer war das Thema Bildung bei der diesjährigen Landtagswahl wahlentscheidend. In Baden-Württemberg waren es „nur“ 19 Prozent gewesen. Daran, dass den Deutschen heftig auf den Nägeln brennt, was ihre Kinder und Enkel in der Schule lernen (und was nicht), kann kein Zweifel bestehen.
Doch was lernen sie eigentlich? Und was nicht? Dass es um die Bildung in deutschen Landen nicht zum Besten bestellt ist, legen die regelmäßig erhobenen Daten der Pisa-Studie nahe. Die Befunde sind weder im internationalen noch im chronologischen Vergleich schmeichelhaft. Die Daten der letzten Erhebung 2025 harren noch der Veröffentlichung. Ob sie besser sein werden als zuletzt, weiß noch kein Mensch, aber die Metrik der 2022er Studie war niederschmetternd.

Montag, 6. April 2026

Riccardo Bonfranchi: Inklusion ist eine Illusion

"Nach bayerischem Schulrecht, dem auch die Schulgesetze der anderen Bundesländer in diesem Punkt entsprechen, gehören die „Förderschulen bzw. Sonderschulen“ wie die Regelschulen (Grundschule, Volksschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium) zu den „allgemeinbildenden Schulen“ (Dirnaichner/Weigl 2009). Sie sind „Schulen für Allgemeinbildung“. Demnach ist die Auslegung, wonach die Förderschulen nicht zum allgemeinem Schulsystem gehören, ebenso inkorrekt wie die damit verbundene Folgerung eines (künftig) totalen Ausschlusses spezieller Schulen aus dem System der „allgemeinbildenden Schulen“."

Prof. Otto Speck, 2019

Inklusion ist eine Illusion, meint der Schweizer Heipädagoge Dr. Riccardo Bonfranchi. Auch hier steuert die Bildungspolitik seit Jahren in eine falsche Richtung.

 

Josef Kraus, Deutschlands bekanntester Bildungskritiker, im Gespräch

Sonntag, 22. März 2026

„Gymnasien sind die neuen Hauptschulen“

Immer mehr Schülerinnen und Schüler gehen nach der Grundschule aufs Gymnasium. Der ehemalige Lehrerpräsident Josef Kraus sieht darin einen „Akademisierungswahn“. 

Es ist nur ein DIN-A4-Blatt, oft hinter einer Klarsichtfolie versteckt, doch sein Inhalt entscheidet über Biografien. In diesen Wochen halten tausende Viertklässler in Deutschland ihre Übertrittsempfehlung in den Händen. Nahegelegt wird ihnen darauf immer häufiger der Weg aufs Gymnasium. Das liege aber nicht daran, dass die Kinder hierzulande immer schlauer werden, sagt der langjährige Bundeslehrerpräsident Josef Kraus. Er hält die Übertrittszeugnisse für vollkommen überbewertet und warnt im Gespräch mit dem Münchner Merkur vor einem „Gymnasial- und Akademisierungswahn“.

Freitag, 6. März 2026

Was machen PISA-Sieger anders?

In diesem Interview beleuchtet der Lehrer und Bildungsjournalist Alexander Brand die Erfolgsfaktoren führender Schulsysteme aus Finnland, Estland, Japan und Singapur. Basierend auf seiner mehrmonatigen Hospitation an rund 30 Schulen erklärt er, dass gezielte Förderung ohne Diagnosen und hohe Leistungserwartungen entscheidend für den Lernerfolg sind. Während er die Digitalisierung in Estland als Mittel zum Zweck beschreibt, warnt er am Beispiel Finnlands vor einer Überbetonung offener Lernlandschaften ohne ausreichendes Fachwissen. Ein zentraler Aspekt ist zudem die Professionalisierung der Lehrkräfte in Singapur durch intensive Teamarbeit und didaktischen Austausch. Brand plädiert abschließend dafür, in Deutschland die frühzeitige Diagnostik zu stärken und die Unterrichtsqualität konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten.

     

Donnerstag, 19. Februar 2026

Braucht Schule Druck?

Brauchen Kinder Noten, um zu lernen? Oder verhindern gerade sie, dass Kinder ihr volles Potenzial entfalten können? Die Alemannenschule Wutöschingen geht einen innovativen Weg und legt ihren Fokus auf selbstorganisiertes Lernen, intrinsische Motivation und Lernbegleiter. Doch welche Grenzen haben diese neuen Schulformen? Prof. Dr. Bertolt Meyerdiskutiert über Selektion, Chancengerechtigkeit und alternative Schulmodelle.

 

Sonntag, 1. Februar 2026

Deutschland verlernt das Denken – Mathematikprofessor nennt die Schuldigen

Bernhard Krötz ist Professor für Mathematik an der Universität Paderborn, wo er unter anderem Mathematiklehrer ausbildet. Der gebürtige Franke begann sein Studium 1990 in München zunächst mit Physik, wechselte nach dem Vordiplom zur Mathematik und machte dort Karriere in der Forschung. Über seinen YouTube-Kanal erreicht er mittlerweile hunderttausende Menschen mit Videos über den Zustand des deutschen Bildungssystems. Krötz war als Experte im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags geladen und hat alte Schulbücher von Verlagen freigekauft, um sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seine Kritik an Kompetenzorientierung, Digitalisierung und dem Einfluss von NGOs auf die Bildungspolitik hat ihn zu einer der lautesten Stimmen in der Debatte um Deutschlands Schulen gemacht.
Im Gespräch mit Jasmin Kosubek analysiert Krötz den dramatischen Leistungsabfall der letzten Jahre und benennt konkrete Ursachen: die Kultusministerkonferenz, die Bertelsmann Stiftung, die Abschaffung grundlegender Rechenverfahren und ein Schulsystem, das Masse statt Qualität produziert. Er erklärt, warum zwei Drittel der Studienanfänger aus seiner Sicht nicht studierfähig sind, warum PISA-Tests wenig aussagen und weshalb er die KMK am liebsten sofort schließen würde. 
Dabei wird er auch persönlich: Er spricht über seinen eigenen Bildungsweg, die Konditionierung von Kindern durch Symbole und Konsum, und die Frage, ob eine Gesellschaft, die schneller verändert wird als sie begreifen kann, auf eine Katastrophe zusteuert.

 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Neuropsychologe warnt vor „schweren Folgen“ eines niedrigeren Bildungsniveaus

Politikerinnen, Eltern und Pädagogen diskutieren Leseschwächen von Viertklässlern aus benachteiligten Familien und schlechte Pisa-Ergebnisse. Studien zeigen, dass die Kompetenz in der deutschen Sprache unter Kindern und Jugendlichen abnimmt. Textkürzungen und Infoboxen in Goethes „Faust“, schriftliches Dividieren vom Grundschullehrplan streichen – es wirkt, als würden Schulen sich schleichend an ein niedrigeres Bildungsniveau anpassen.