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Sonntag, 5. Oktober 2025

Deutschland: Immer mehr junge Menschen verlassen die Schule ohne Abschluss

Die Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss die Schule verlassen, ist weiter gestiegen. Daten des Statistischen Bundesamts zufolge waren im Schuljahr 2023/24 etwa 62.000 Schülerinnen und Schüler betroffen, das ist der höchste Stand der vergangenen zehn Jahre. Im Schuljahr davor waren es demnach knapp 56.000 Schülerinnen und Schüler. Die neuen Zahlen hatte das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) abgefragt. 

Freitag, 25. April 2025

Studie: Mehr junge Leute haben keinen Berufsabschluss

Immer mehr junge Menschen in Deutschland haben keine Berufsausbildung. Die Zahl der 20- bis 34-Jährigen ohne Abschluss sei zwischen 2013 und 2024 um 460.000 auf 1,6 Millionen gestiegen, hat das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) errechnet. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über die Studie berichtet. Damit erhöhte sich der Anteil an den nicht qualifizierten Erwerbspersonen in dem Zeitraum um drei Prozentpunkte auf 13 Prozent - pro Jahr durchschnittlich um 2,5 Prozent. 

Mittwoch, 9. April 2025

Zwischen Schule und Ausbildung: Ein teurer Reparaturbetrieb

Etwa 250.000 Jugendlichen gelingt jedes Jahr nach dem Ende der Schulzeit der Übergang in die berufliche Ausbildung nicht. Die meisten von ihnen landen im sogenannten Übergangssystem. Denn die fachlichen und überfachlichen Fähigkeiten haben in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen, das stellt auch die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz fest, die am Dienstag ihre Empfehlungen zur Sekundarstufe I veröffentlicht hat. Jugendliche im Übergangssystem beginnen ihre Ausbildung also mit erheblicher Verzögerung und sind in ihrer Berufswahl stark eingeschränkt. 

Montag, 7. April 2025

Corona-Pandemie: So viele Schüler wie nie schaffen den Abschluss nicht

Während die Politik sich selbstzerfleischend versucht, die Corona-Zeit aufzuarbeiten, versuchen wir Lehrer derweil, das zu tun, was uns kaum gelingen mag: entstandene Bildungslücken zu schließen und unsere Schülerschaft zu erfolgreichen Abschlüssen zu führen. Es ist ein Donnerstag im März, ein besonderer Tag. Es ist Prüfungstag. Im Schulgebäude ist es den ganzen Tag über ruhig. Nur hier und da hört man ein Flüstern. Die siebten und achten Klassen sind außer Haus, der neunte Jahrgang schreibt eine Probe-BBR. Die Zehntklässler werden heute ihre erste Prüfung absolvieren. Es ist eine von vier Prüfungen im Rahmen der Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss. Sie nennt sich PibF, Prüfung in besonderer Form, allgemein hin bekannt als Präsentationsprüfung. 

Freitag, 27. Dezember 2024

Bildung in Deutschland: Eine Generation von Bildungsverlierern wächst heran

Immer mehr junge Menschen verlieren in Deutschland wegen schlechter Schul- oder fehlender Berufsabschlüsse den Anschluss an den Arbeitsmarkt. 12,8 Prozent der Jugendlichen hatten im Jahr 2023 höchstens einen Abschluss der Sekundarstufe eins, zeigt ein kurz vor Weihnachten veröffentlichter Bericht der EU-Kommission. Der Anteil lag deutlich höher als vor zehn Jahren (9,8 Prozent) und oberhalb des EU-Schnitts (9,5 Prozent). Der Anstieg deute auf eine „kritische Situation“ hin, heißt es in dem Bericht. 
Ein ähnlich dramatisches Bild zeigt der jüngste Berufsbildungsbericht des Bundesinstituts für Berufsbildung: Demnach hatten 2018 14,4 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keine abgeschlossene Berufsausbildung. Bis 2022 stieg der Anteil auf 19,1 Prozent, was 2,86 Millionen jungen Menschen entspricht. „Das ist ein erschreckender Anstieg“, sagt Ifo-Bildungsökonom Ludger Wößmann der F.A.Z.

Sonntag, 21. April 2024

Deutschland hat mehr Akademiker, aber auch einen Höchststand an jungen Menschen ohne Berufsabschluss

Das Handwerk sucht händeringend Nachwuchs. Auf dem Bau und in der Gastronomie bleiben viele Lehrstellen unbesetzt. Der Fachkräftemangel in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren noch zuspitzen und wird zu einer entscheidenden Wachstumsbremse. Doch gleichzeitig nimmt seit dem Jahr 2015 die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss stetig zu. Im vergangenen Jahr lag sie auf einem Rekordhoch. Damit ist ein wachsender Teil junger Menschen abgehängt – ohne berufliche oder akademische Ausbildung. Deutschland nimmt bei dieser Negativentwicklung unter der OECD-Ländern eine Schlussposition ein. Dieser Trend ist sowohl für den Arbeitsmarkt als auch für die Gesellschaft hochproblematisch. Während die Arbeitslosenquote insgesamt im vergangenen Jahr bei rund 5,7 Prozent lag, waren es bei den Ungelernten fast 20 Prozent. Schon jetzt haben rund 70 Prozent der Langzeitarbeitslosen keine abgeschlossene Ausbildung. Etwa die Hälfte von ihnen sind Migranten.

Freitag, 8. März 2024

"Wenn Sie keinen Stress haben wollen, geben Sie gute Noten."

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Berlin-Neukölln hat im aktuellen Schuljahr einen Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache von 92,4 %. In vielen Grund- und weiterführenden Schulen in Neukölln sieht es genauso aus. Da ist natürlich die Frage berechtigt, welche Folgen das für Unterricht und Lernerfolg hat. Dr. Klaus Rüdiger von KONTRAFUNK hat sich dazu mit dem Neuköllner Lehrer Patrick Mastrandrea unterhalten.

Herr Mastrandrea, ich begrüße Sie.

Ich grüße zurück, Herr Rüdiger. 

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Die Bildungslücke wird größer

Es sind Zahlen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen wollen. Allein in Sachsen sind tausende Lehrstellen unbesetzt, bundesweit sind es mehr 30.000. Gleichzeitig gibt es immer mehr junge Erwachsene, die gar keinen Berufsabschluss haben. Lediglich 38 Prozent der Männer und Frauen zwischen 25 und 34 Jahren konnte im vergangenen Jahr einen solchen Abschluss vorweisen, ergibt die Auswertung der aktuellen OECD-Bildungsstudie. Noch 2015 waren es reichlich 50 Prozent. Welche beruflichen Pläne haben junge Leute heute? 

Sonntag, 24. September 2023

Abitur in NRW 2023: 2000 junge Leute erreichen 1,0-Schnitt

2000 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 gemacht. Für diese außergewöhnliche Leistung wurden die Spitzen-Absolventinnen und -Absolventen von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schulministerin Dorothee Feller (beide CDU) mit einer Urkunde und einem 20 Euro-Büchergutschein geehrt. 
«Um eine solch außergewöhnliche Leistung zu vollbringen, sind neben Talent und Begabung viel Fleiß, harte Arbeit und sicherlich die eine oder andere Entbehrung notwendig gewesen», hieß es in einem Schreiben von Wüst und Feller an die Absolventen. 
Geehrt wurden auch 14 Geschwisterpaare und 28 Absolventinnen und Absolventen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die eine Abschlussnote bis 1,3 erreicht hatten. 2022 hatte laut Statistik der Kultusministerkonferenz in jedem Bundesland mindestens jeder vierte Abiturient eine Durchschnittsnote von 1,0 bis 1,9, was unter anderem mit der Corona-Pandemie begründet wurde. An den herausragenden Abiturergebnissen regte sich aber auch Kritik: Experten warnen vor einer «Noteninflation» - Benotungen könnten dadurch immer weniger Wert sein und der Bildungsstandard zugleich sinken.

Dienstag, 12. September 2023

Akademikerschwemme, mehr Niedriggebildete – und die bedenkliche Lücke dazwischen

Deutschland ist OECD-weit fast das einzige Land, in dem die Zahl der jungen Menschen ohne höheren Schul- oder Berufsabschluss in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Gleichzeitig aber steigt die Zahl der Akademiker. Den klassischen Ausbildungsweg beschreiten hingegen immer weniger junge Leute – obwohl Deutschland mit der dualen Berufsausbildung nach wie vor einen großen Standortvorteil hat. Das sind einige der zentralen Befunde der Studie „Bildung auf einen Blick 2023“, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag vorgestellt hat. 

Freitag, 28. Juli 2023

Immer mehr Azubis machen keinen Abschluss

Immer mehr Auszubildende verlassen die beruflichen Schulen in Baden-Württemberg ohne einen Berufsabschluss. Das geht aus dem neuen Bildungsbericht für Baden-Württemberg hervor. Demnach lag der Anteil der Auszubildenden, die eine berufliche Schule mit einem Abschluss verließen, im Jahr 2022 mit 78 Prozent auf einem historischen Tief. Im Jahr 2012 habe die Quote noch bei 85 Prozent gelegen. «Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, wird sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen», sagte Jan Spieker vom Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) bei der Vorstellung des Berichts am Donnerstag in Stuttgart. Besonders stark ist der Rückgang der Quote erfolgreicher Abschlüsse dem Bericht zufolge an Schulen für Berufe des Gesundheitswesens und an Fachschulen. 
Kultusministerin Theresa Schopper nannte als Ursache für den Rückgang die Corona-Pandemie. «In der Hotellerie beispielsweise sind viele Ausbildungsverhältnisse nicht zu Ende geführt worden», sagte die Grünen-Politikerin. Zudem seien in der Statistik inzwischen auch Schülerinnen und Schüler erfasst, die in der ersten Fluchtbewegung 2015/2016 nach Deutschland gekommen waren. Diese seien oft im praktischen Teil der Ausbildung sehr erfolgreich, hätten aber teils Probleme beim theoretischen Teil, so Schopper. Weitere Probleme sieht der Bericht in Baden-Württemberg bei den mangelnden sprachlichen Kompetenzen von Grundschülern, großen Unterschieden zwischen den Geschlechtern und dem immer noch starken Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Studie zu Berufsabschlüssen: Bildungsniveau der Deutschen sinkt

Das Bildungsniveau der Deutschen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Ein Indiz ist der steigende Anteil von Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, wie das »Handelsblatt« am Donnerstag unter Berufung auf eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete. Während bis 2014 der Anteil der Menschen ohne Berufsausbildung unter den 25- bis 64-Jährigen auf nur noch 16 Prozent gefallen war, stieg er bis 2022 wieder auf mehr als 21 Prozent. 

Montag, 6. März 2023

Anteil der Jugendlichen ohne Abschluss stagniert seit Jahren

Zehntausende Jugendliche beenden Jahr für Jahr ihre Schulzeit, ohne zumindest einen Hauptschulabschluss in der Tasche zu haben. Obwohl einige Bundesländer Fortschritte gemacht haben, stagniert der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss seit Jahren bei etwa sechs Prozent. Das geht aus einer Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. „Unsere Gesellschaft kann es sich angesichts des wachsenden Fachkräftemangels nicht leisten, diese Personen durchs Raster fallen zu lassen“, wird Klemm von der Stiftung zitiert. Der Bildungsforscher machte einen Zehn-Jahres-Vergleich von 2011 bis 2021 - neuere Daten lagen demnach nicht vor, als die Studie erstellt wurde. 
2021 standen rund 47 500 Schülerinnen und Schüler am Ende ohne Hauptschulabschluss da, das entspricht einem Anteil von 6,2 Prozent. 2011 waren es 6,1 Prozent gewesen. Bis 2013 sank die Quote auf 5,7 Prozent, seitdem stieg sie wieder an - bis auf einen „Knick“ im Jahr 2020, der laut der Studie einem „zurückhaltenden Umgang mit Schulleistungen“ während der belastenden Pandemie geschuldet ist. Jungen und Heranwachsende mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind demnach besonders gefährdet. Laut der Studie machten Mädchen Stand 2020 nur 38 Prozent der Schulabgängerinnen ohne Abschluss aus. 

Donnerstag, 30. Juli 2020

Abiturienten trotz Corona mit besseren Prüfungsnoten

Sachsen. Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie haben Sachsens Abiturienten im Jahr 2020 den besten Notendurchschnitt der letzten Jahre erzielt. Nach Abschluss der Prüfungen liegt er bei 2,16 und ist somit gegenüber dem Vorjahr mit 2,20 noch einmal leicht besser, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte. 
Von den 10 252 (Vorjahr: 10 507) zur Abiturprüfung 2020 zugelassenen Schülern an den Gymnasien erreichten 10 014 die allgemeine Hochschulreife. Damit liegt die Bestehensquote bei 97,73 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr (97,36 Prozent) leicht gestiegen. «Trotz der Krisensituation haben die Abiturienten in häuslicher Lernzeit ihre Hausaufgaben erfüllt und sich gut auf die Prüfungen vorbereitet. Dass sie dabei sogar den besten Durchschnitt in einem sächsischen Abitur erreicht haben, spricht für die Schüler und die Lehrer, die ihre Schützlinge bestens vorbereitet haben», teilte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) mit. Der Durchschnitt sei für ihn jedoch nicht entscheidend, so Piwarz. Wichtiger sei, dass die Abiturienten einen richtigen Abschluss mit Prüfungen in der Tasche haben, ohne «Corona-Stempel».

Donnerstag, 2. Juli 2020

Ändert das Abitur – und zwar radikal!

Klaus Hurrelmann ist Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School, University of Governance und Senior Expert am FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie. Dieter Dohmen ist Inhaber und Direktor des FiBS in Berlin. 

Mit einem Kraftakt sondergleichen ist es den 16 Bundesländern gelungen, trotz der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen durchzuführen. Die Schulschließungen mit wochenlangem Ausfall des regulären Unterrichts machten es schwierig, praktikable Notlösungen zu finden. Am Ende hat es irgendwie geklappt, die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten können endlich feiern, wenn auch meist nur virtuell. Ihnen und allen Verantwortlichen aus Politik und Schulen kann man erst mal gratulieren. 

Montag, 29. Juni 2020

Fast halbe Abi-Klasse fällt durch

Hamburg. Wer hat Schuld an den schlechten Ergebnissen beim schriftlichen Abitur an der Waldorfschule in Elmshorn bei Hamburg? Einem Bericht nach prüfen Eltern jetzt juristische Schritte gegen die Schule, weil diese die Schüler während der Corona-Schließung nicht vorbereitet habe. Abi-Ärger an der Freien Waldorfschule in Elmshorn bei Hamburg. Wie das "Abendblatt" berichtet, sind dort 13 von 28 Schülerinnen und Schülern durch das schriftliche Abitur gefallen. Viele Eltern würden der Schule dafür die Schuld geben, heißt es, denn die Prüflinge seinen schlecht auf die Tests vorbereitet worden. Laut "Abendblatt" werfen die Eltern der Schule vor, die Schüler während der Corona bedingten Schließungen alleine gelassen zu haben; manche Eltern würden nun sogar rechtliche Schritte gegen die Schule prüfen. Dem Bericht nach mussten die durchgefallenen Schüler der Abschlussklasse, deren Gesamtnotenschnitt bei einer schlechten Drei lag, statt zwei mündlichen nun vier mündliche Prüfungen machen, um die schlechten Ergebnisse wieder auszugleichen. Doch das klappte nicht wie erhofft: Vier von ihnen seien dann komplett durchgefallen; eine Mutter sagt dazu dem "Abendblatt": "Diese Schüler stehen jetzt vor den Trümmern ihrer Schulzeit", die Wege ins Berufsleben seien nun versperrt. Geschäftsführer Nils Holthusen von der Freien Waldorfschule Elmshorn verneint im "Abendblatt", dass Schüler "schlecht auf die Prüfung vorbereitet wurden" und verweist darauf, dass mal gute und mal weniger gute Abschlussjahrgänge gebe. Dennoch habe die Schule in einer Mail an die Eltern mitgeteilt, dass "strukturelle und personelle Veränderungen" bei den Prüfungen geben werde.

Samstag, 16. Juni 2018

37 Studenten brechen Prüfung ab – Uni fordert Stellungnahme

Hohenheim - 37 Studenten der Stuttgarter Universität Hohenheim haben mitten in einer Prüfung den Saal verlassen - und danach alle ein Attest desselben Arztes vorgelegt. Es seien entweder Schwindel und Sehstörungen oder Übelkeit und Erbrechen diagnostiziert worden, sagte Universitätssprecher Florian Krebs am Samstag.

Dienstag, 14. November 2017

Rolle rückwärts - Aus für „Turbo-Abi“ in NRW

Düsseldorf. Die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium (G9) soll in Nordrhein-Westfalen im übernächsten Schuljahr mit den heutigen Dritt- und Viertklässlern beginnen. Das sieht der Entwurf für ein neues Schulgesetz vor, den das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf beschlossen hat. Danach soll das G9-Abitur wieder zur Regel werden. Auch G8 bleibt aber möglich. Die Kosten für den Umstieg sollen nicht an den Kommunen hängen bleiben. Detailfragen sind in Eckpunkten für neue Ausbildungs- und Prüfungsordnungen geregelt, die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vorstellte. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Veränderungen. 

Dienstag, 17. Januar 2017

Die erschreckenden Bildungsdefizite junger Deutscher

Deutschland. Auf den ersten Blick ist es um die Bildung in Deutschland gut bestellt. Inzwischen haben 53 Prozent der Schulabgänger eine Studienberechtigung. Das einst elitäre Gymnasium ist zur beliebtesten Schulform avanciert. Und die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit sieben Prozent auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Doch die positiven Zahlen täuschen. Wie eine der „Welt“ vorliegende Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zur „Studierfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit“ zeigt, wurde die politisch gewollte Inflation der Bildungsabschlüsse mit einer dramatischen Absenkung der Anforderungen erkauft.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Volksbegehren gegen Turbo-Abi in NRW gestartet

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen ist am Donnerstag die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren gegen das Turbo-Abitur gestartet. Die Initiatoren wollen erreichen, dass an den Gymnasien das Abitur wieder in der Regel nach neun statt nach acht Jahren abgelegt wird und damit auch die Pflicht zum Nachmittagsunterricht entfällt. Um Erfolg zu haben, müssen sie zunächst innerhalb eines Jahres die Unterschriften von knapp 1,1 Millionen wahlberechtigter Bürger sammeln.