Seit 32 Jahren unterrichtet der Studiendirektor Deutsch und vor allem Musik am Gymnasium einer westfälischen Kleinstadt. Er ist Teil der erweiterten Schulleitung und verantwortlich für die künstlerische Koordination. Im Folgenden berichtet er anonym von seinen Erfahrungen im Schulalltag.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
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Dienstag, 11. August 2026
Montag, 20. April 2026
"Müssen Lehrer mit Baseballschlägern in die Schule?"
Der Gründer der Berliner Sozialeinrichtung „Die Arche“, Bernd Siggelkow, kritisiert angesichts der alarmierenden Zahlen zu Gewalt von Schülern die Zustände an deutschen Schulen. Er fragt sich, ob Lehrer „künftig mit Baseballschlägern zur Schule“ müssten. Siggelkow spricht in einem Video-Beitrag der „Arche“ über die neuesten Zahlen. Diese offenbaren, was Armut, Bildungsferne, schlechte Integration und Perspektivlosigkeit auslösten, insbesondere in den Ballungsgebieten: „Wir haben unsere Schulen nicht mehr im Griff“, resümiert Siggelkow.
Montag, 29. September 2025
„Hasse es“: Neue Lehrerin will nach drei Wochen aufgeben
Berlin – „Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich das so sehr hassen würde.“ Das schreibt eine Reddit-Nutzerin, die von ihrer Erfahrung als neuer Lehrerin berichtet. Eigentlich habe sie sich auf den Arbeitsalltag gefreut – doch nun sei sie schon ernüchtert. „Ich wollte immer schon Lehrerin werden und bis zu diesem Schuljahr habe ich auch alles daran geliebt“, schreibt sie im Online-Forum. Ihre Ausbildung und ihre bisherigen Praktika seien „wunderbar“ gewesen. Seit sie eine eigene Klasse hat, sei aber alles anders – „ich fühle mich total erschlagen“. Sie habe sogar Panikattacken und weine „jeden Tag“.
„Ich wurde weniger als eine Woche vor Schulstart eingestellt und habe von der Schulleitung praktisch keine Hilfe bekommen“, heißt es weiter. Eine große Herausforderung für die Lehrerin: „Ich kämpfe wirklich damit, meine Schüler zu mögen – aber ich habe einfach keine Verbindung zu diesen Kindern.“ Sie seien „respektlos, hören nie zu, sind fies zueinander und haben keine Problemlösefähigkeiten.“ Nach drei Wochen fühle sich die Lehrerin bereits „ausgebrannt“ und „verbittert“.
Donnerstag, 10. April 2025
Kann man Intelligenz messen - und was heißt das für die Schule?
Kennen Sie Ihren Intelligenzquotienten? Wer im Internet surft, wird hin und wieder auf Werbeeinblendungen für Teststoßen, mit denen dieser ermittelt werden soll. Aber was ist Intelligenz überhaupt? Lässt sie sich messen und vor allem, ist sie von früher Kindheit an in Stein gemeißelt. Elsbeth Stern war rund 20 Jahre lang Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich. Intelligenz lässt sich nicht einfach mal so schnell abschätzen, auch nicht zwingend von Lehrpersonen, selbst wenn diese eng mit Intelligenzkindern zusammenarbeiten. Darüber sprechen wir nun.
Mittwoch, 2. April 2025
Nur 20 Prozent der Berliner Lehrer empfehlen ihren Beruf
Viele Lehrkräfte an Berliner Schulen fühlen sich überlastet und sind frustriert über ihre Arbeitsbedingungen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Göttingen. Einen Teil der Ergebnisse hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin vorgestellt. Die Studie basiert unter anderem auf einer Online-Umfrage, an der 2.385 Lehrerinnen und Lehrer in Berlin teilgenommen haben.
Demnach sieht ein großer Teil der befragten Lehrkräfte ihre Berufsentscheidung kritisch. Auf die Frage, ob sie den Lehrerberuf heutzutage noch einmal ergreifen würden, antwortete fast die Hälfte (46 Prozent): „Nein, ich würde mich nicht wieder dafür entscheiden.“ Weitere 41 Prozent sagten, sie seien sich nicht sicher, ob sie das tun würden. Nur eine deutliche Minderheit (13 Prozent) antwortete „Ja, sicher“.
Donnerstag, 20. März 2025
Ex-Lehrerpräsident Kraus: „Wir haben unser Bildungssystem selbst kaputt gemacht“
Josef Kraus war 30 Jahre lang Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Er weiß um die Fehler im deutschen Bildungssystem und sagt im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau: „Die Ansprüche sind stark gesunken.“ Das hänge auch mit falschen Schlüssen aus den Pisa-Studien zusammen. „Manche sind geradezu besoffen von Pisa-Ergebnissen“, sagt Kraus, der gerne auch vom „Pisa-Schwindel“ spricht und bei Jugendlichen einen „geografischen und historischen Analphabetismus“ beobachtet. Was meint er damit?
Mittwoch, 12. Februar 2025
Flucht aus dem Schuldienst?
Mehr als fünf Prozent der Lehrkräfte verlassen jedes Jahr dauerhaft den Schuldienst – fast drei Viertel davon vorzeitig. Und die, die ihren Job im Klassenzimmer aufgeben, tun das weit überwiegend nicht aus Alters- oder Gesundheitsgründen.
Gründe können etwa Mutterschutz und Elternzeit sein, aber auch ein Wechsel des Bundeslands oder ein Berufsausstieg aus Frust über die Arbeitsbedingungen.
Sonntag, 19. Januar 2025
Studie belegt: Lehrer bevorzugen Kinder mit Migrationshintergrund bei Notenvergabe
Forscher haben Bewertungsfehler bei der Notenvergabe für Kinder mit Migrationsgeschichte festgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass Kinder nicht wie oftmals angenommen von Lehrern diskriminiert werden, wenn sie Noten vergeben, sondern bevorzugt.
Das Nachrichtenportal Der Spiegel interviewte Bildungsökonomin Julia Bredtmann.
Donnerstag, 9. Januar 2025
Wie steht es um die Bildung in NRW?
Düsseldorf. Unzufriedenheit mit den Schulen, immer schlechtere Abitur-Noten, zu wenig Lehrer, einer der letzten Plätze im bundesweiten Bildungsmonitor. Stellt sich die Frage: Bildung in NRW – Notstand oder Hoffnungsträger? Zu diesem Thema werden Wissenschaftler zum Wettstreit antreten.
Die Meldungen aus dem „Bildungsland NRW“ – so der griffige Online-Auftritt des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen – sind seit Jahren wenig vielversprechend. „Immer mehr junge Menschen fallen durchs Abitur“, „In NRW bewerten die Menschen die Schulen so schlecht wie in keiner anderen Region Deutschlands“, „Nordrhein-Westfalen schneidet in einer Bildungsvergleichsstudie erneut schlecht ab“, „Viele Schulleiter-Stellen unbesetzt“, „Schulsystem kaputt gespart“ – so lauten die Schlagzeilen. Grund genug, das Thema wissenschaftlich zu betrachten:
Donnerstag, 31. Oktober 2024
"Wenn ich im 5. Schuljahr 30 Kinder in einer Klasse haben, dann machen von denen etwa 15 am Schluss Abitur" - ein Mathematiklehrer packt aus
Die Leistungen in Mathematik befinden sich seit
Jahren im freien Fall. Dies belegen die von der OECD erhobenen PISA-Studien.
Allein der Leistungsrückgang zwischen der PISA-Studie 2018 und 2022 entspricht
einem ganzen Schuljahr. Dies gilt auch für den Bereich des Lesens in der
deutschen Sprache. Deshalb stellt sich automatisch die Frage, ob die
sprachlichen Defizite nicht auch einen negativen Einfluss auf die Leistungen in
Mathematik nach sich ziehen. Mit
Thomas Hechinger, Mathematiklehrer an einem Gymnasium in Baden-Württemberg, sprach
Klaus Rüdiger (KONTRAFUNK) über die Folgen der sprachlichen Defizite für den
Mathematikunterricht.
Dienstag, 10. September 2024
Die Leistungen werden immer schlechter, die Noten immer besser
Das Gymnasium ist heute die beliebteste und erfolgreichste Schulform. In den Großstädten sind weit über 50 Prozent der Schulabgänger Abiturienten. Auch in meinem ländlich geprägten Landkreis Rotenburg (Wümme) zwischen Bremen und Hamburg haben wir mittlerweile die 40-Prozent-Marke erreicht.
Tatsache ist aber auch, dass die Leistungen immer schlechter und die Noten immer besser werden. Ein Paradox, das sich nur darauf zurückführen lässt, dass die Leistungsansprüche gesunken sind. Dies ist das Ergebnis eines langen gesellschaftlichen Prozesses, an dem Politik und Wirtschaft gleichermaßen beteiligt waren.
Freitag, 8. März 2024
"Wenn Sie keinen Stress haben wollen, geben Sie gute Noten."
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Berlin-Neukölln hat im aktuellen Schuljahr einen Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache von 92,4 %. In vielen Grund- und weiterführenden Schulen in Neukölln sieht es genauso aus. Da ist natürlich die Frage berechtigt, welche Folgen das für Unterricht und Lernerfolg hat. Dr. Klaus Rüdiger von KONTRAFUNK hat sich dazu mit dem Neuköllner Lehrer Patrick Mastrandrea unterhalten.
Herr Mastrandrea, ich begrüße Sie.
Ich grüße zurück, Herr Rüdiger.
Montag, 4. März 2024
Schulleiter packt aus - „Der Lehrer denkt sich: Bevor ich Ärger mit der Familie kriege, gebe ich eine Vier"
Der Pisa-Schock sitzt noch immer tief an Deutschland Schulen. Ein Schulleiter packt anonym über die Stimmung aus und benennt die Hauptprobleme: Die Behörden kommen mit überflüssigen Forderungen, die Eltern mit Anwälten und die Schüler zunehmend unerzogen. Und dann sind da auch noch lustlose, faule Lehrer ...
FOCUS online: Für den Pisa-Chef kommt das schlechte Abschneiden deutscher Schulen nicht von ungefähr. Die Kritik an der Arbeitsweise und Haltung vieler Lehrkräfte klingt ein bisschen wie „setzen, Sechs“. Hand aufs Herz: Wie schafft man es als Schulleiter, seine Mitarbeitenden unter diesen Umständen bei Laune zu halten?
Ganz ehrlich, sowas wie die Äußerungen von Schleicher sind wenig hilfreich. Auch Wochen später rumort und grummelt es im Kollegium spürbar. Dabei weiß jeder, der an einer Schule tätig ist, um die Kluft zwischen Bildungsforschung und Realität. Salopp gesagt: Die kriegen doch gar nicht mit, was bei uns läuft.
Dienstag, 19. Dezember 2023
„Der Leistungsgedanke ist abgeschafft“
Gewalt an Schulen, massenhaft Fehltage und arbeitsmarkt- untaugliche Schulabgänger: In seinen Jahrzehnten als Berliner Hauptschullehrer und Schulleiter hat Michael Rudolph all das erlebt. Und: Ein Erfolgsrezept dagegen gefunden. Schulinspektoren der Hauptstadt hat er damit „hoch irritiert“.
Montag, 18. Dezember 2023
Pisa-Studie: Oberbergs Schulleiter nehmen Stellung zu den schlechten Ergebnissen
„Dass es Probleme gibt, wussten wir vorher. Aber dass sie sich so gravierend auswirken, war schon ein Schock!“, gesteht die Leiterin der Wipperfürther Hermann-Voss-Realschule, Claudia Deichsel. Noch sei die Zeit zu kurz für gründliche Analysen angesichts der verheerenden Ergebnisse der Pisa-Studie, die deutschen Schülern im Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften historisch schlechte Ergebnisse bescheinigt. Aber natürlich macht sich die Schulleiterin wie auch ihre Kolleginnen und Kollegen Gedanken über mögliche Ursachen.
„Natürlich kann man nicht alles auf Corona schieben“, meint sie. „Aber Tatsache ist, dass den heute 15-Jährigen ein Teil ihrer Schulzeit fehlt. Das betrifft alle Altersgruppen, wir „erben“ ja als weiterführende Schule die fehlenden Kompetenzen. Schulanfänger können keinen Stift halten und haben Schwierigkeiten mit der Schere umzugehen, Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 können nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. „Das können wir nicht mehr voraussetzen, wir können nicht einfach stur weiter machen wie bisher, sondern wir müssen eine Stufe tiefer ansetzen, alles braucht viel länger als bisher.“
Samstag, 15. Juli 2023
Lehrkräfte sollen Abinoten manipuliert haben
Wismar. In Wismar sind zwei Lehrkräfte der Großen Stadtschule suspendiert worden. Ihnen wird vorgeworfen, die Abinoten einer Schülerin und eines Schülers verbessert zu haben. Die »Ostsee Zeitung« hatte über den Fall berichtet.
Der Vorwurf geht aus einem anonymen Brief von Eltern hervor, der an Bildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke) persönlich gerichtet war. Darin heißt es der Zeitung zufolge, es handele sich um eine Schülerin, die einen besseren Durchschnitt für ihr Studium brauchte, und um einen Schüler, der durchgefallen war und nach Veränderung der Note doch noch bestanden habe.
Die Lehrkräfte, die unter Verdacht stehen, sind nach Informationen der »Ostsee Zeitung« am Donnerstag suspendiert worden. Das bestätigte das Bildungsministerium auf Nachfrage der Zeitung. Laut »Bild« haben sich auch andere Lehrer beim Ministerium gemeldet, nachdem sie von den angeblichen Manipulationen in der mündlichen Prüfung gehört hatten.
Das Schweriner Bildungsministerium teilte auf Anfrage des NDR mit, dass der Sachverhalt sowie arbeits- und dienstrechtlichen Maßnahmen überprüft werden. Deshalb könne man derzeit keine weiteren Angaben machen. Die Große Stadtschule Wismar ist eines der bekanntesten Gymnasien des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Nun soll die Staatsanwaltschaft ermitteln, ob die Eltern der beiden Schüler für die angebliche Notenverbesserung womöglich Geld zahlten.
Samstag, 9. Juli 2022
Vorsitzender von Lehrerverband will Leistungsprinzip zurück
Der Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Ralf Scholl, plädiert für die Rückkehr zum Leistungsprinzip im Unterricht. «Was wir an unseren Schulen brauchen, und was gar nichts kosten würde, ist die klare Ausrichtung: «Leistung muss sich wieder lohnen»», schreibt Scholl in einem Gastbeitrag für die «Badischen Neuesten Nachrichten» und das «Badische Tagblatt» (Samstag). «Schule ist ohnehin immer ein Schonraum, auch mit diesem Leistungsprinzip. Aber sie darf nicht zu einem alleinigen Schonraum verkommen.»
Montag, 30. Dezember 2019
Verbrechen an den Kindern? Streit um Quereinsteiger an Schulen
Der Deutsche Lehrerverband hat eine unzureichende Qualifizierung von Quereinsteigern an Schulen scharf kritisiert. Diese sei „ein Verbrechen an den Kindern“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der „Welt“ (Montag). „Innerhalb von zwei Wochen Uni-Absolventen, die noch nie etwas von Pädagogik und Didaktik gehört haben, per Crashkurs zur Grundschullehrkraft auszubilden, das ist doch absurd.“ Das zeige, wie gering die notwendige Berufsprofessionalität von der Politik geschätzt werde.
Das Bundesbildungsministerium verwies am Montag auf die Zuständigkeit der 16 Bundesländer. Tatsächlich ist die Lage dort sehr unterschiedlich. In ganz Deutschland gibt es aber einen großen Bedarf an Lehrern. Das Problem dürfte in den kommenden Jahren andauern. Gründe sind unter anderem Pensionierungen, steigende Geburtenzahlen und Zuwanderung.
Fachleute sind deswegen überzeugt, dass es ohne berufliche Umsteiger gar nicht gehe: „Auf mittlere Sicht werden wir in einigen Ländern nicht ohne Quereinsteiger auskommen“, sagte der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), der „Welt“: „Wir sind uns darüber bewusst, dass diese auch entsprechend qualifiziert werden müssen.“ Im kommenden Jahr würden daher alle Länder ihre Bemühungen „weiter verstärken“, Quereinsteiger gezielt fortzubilden und zu qualifizieren.
Donnerstag, 21. November 2019
NRW lockt mit Zuschlag für neu eingestellte Lehrer
Düsseldorf - Schulen mit besonders großer Personalnot können Lehrern in Nordrhein-Westfalen künftig Gehaltszuschläge anbieten. Lehrer, die sich für eine solche Schule entscheiden, könnten von 2020 an für zweieinhalb Jahre mit Zuschlägen von monatlich 350 Euro brutto rechnen, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag. Ziel sei es, bis zu 1700 Lehrkräfte für Schulen in Regionen mit hohem Bedarf wie etwa im Ruhrgebiet zu gewinnen.
Gebauer will damit den verbreiteten Lehrermangel bekämpfen, unter dem Schulen in sozial benachteiligten Vierteln – das sind in NRW etwa 1000 – besonders stark leiden.
Mittwoch, 11. September 2019
Lehrermangel größer als angenommen
Düsseldorf. In Deutschland fehlen einer aktuellen Studie zufolge deutlich mehr Grundschullehrer als gedacht. Bis zum Jahr 2025 werden der Bertelsmann-Stiftung zufolge 26 300 Pädagogen für die Primarstufe gebraucht und damit noch einmal 11 000 mehr als bisher von der Kultusministerkonferenz (KMK) prognostiziert.
Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte dazu: „Die heutigen massiven Auswirkungen des Lehrermangels würden NRW nicht so hart treffen, hätte die Vorgängerregierung die Anzahl der Studienkapazitäten in der Vergangenheit schon frühzeitig erhöht und wären aufgrund dessen nicht an einigen Universitäten zwei von drei Bewerbern für ein Lehramtsstudium Grundschule abgelehnt worden.“ Die Landesregierung steuere aber gegen. 2017 und 2018 seien 1169 Lehrerstellen besetzt worden, vor allem auch an Grundschulen. Zum Schuljahresende fehlten demnach in NRW aber über alle Schulformen hinweg 3200 Vollzeitlehrkräfte. Der Unterschied zwischen der KMK-Prognose und der Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes beträgt der Landesregierung zufolge für NRW 5,5 Prozent. „Damit läuft die Kritik der Autoren für das Land NRW ins Leere“, hieß es im Schulministerium.
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