Dienstag, 19. Mai 2026

UNICEF-Studie: Deutschlands Schulsystem versagt – Platz 34 von 41!

Eine neue UNICEF-Studie schlägt Alarm und die Zahlen sind erschreckend: 40 Prozent aller 15-Jährigen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Von 41 untersuchten Industrieländern landet Deutschland gerade mal auf Platz 34 – hinter Rumänien, Ungarn und der Slowakei. 
Wie konnte es so weit kommen? Und vor allem: Wie kommen wir da wieder raus? 
Wolfgang Büscher, Sprecher der Berliner Arche, die täglich 11.000 Kinder in sozialen Brennpunkten betreut, liefert erschütternde Einblicke aus dem Alltag. 30 Prozent der Erstklässler in Brennpunktschulen sprechen kein einziges Wort Deutsch, wenn sie eingeschult werden. 65.000 Kinder verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss und rutschen direkt ins Bürgergeld. Seit Büscher vor 23 Jahren bei der Arche anfing, sind das also insgesamt 1,3 Millionen Kinder. „Wir schaffen das nicht" – dieser Satz, den Büscher direkt an die Politik richtet, klingt wie ein Hilferuf. Denn die Arche stemmt diese gewaltige Aufgabe weitgehend alleine, ohne staatliche Unterstützung, finanziert durch Spendengelder. 28 Millionen Euro muss die Organisation in diesem Jahr selbst einsammeln. Die Lösung? 
Büscher fordert eine intelligentere Verteilung der Kinder auf Schulen, weg von der starren Wohnorteinschu­lung, hin zu einem System, das Brennpunktkonzentrationen gezielt auflöst.
 

UNICEF-Studie: So wenig deutsche Jugendliche können richtig lesen und rechnen

Berlin
– Deutschland ist reich, Deutschland ist modern – möchte man zumindest meinen. Dennoch wachsen hier Hunderttausende Kinder ohne faire Chancen auf. Eine neue Studie des Unicef-Forschungsinstituts Innocenti, veröffentlicht am 17. Mai 2026, macht das in erschreckender Deutlichkeit sichtbar: Im internationalen Vergleich des kindlichen Wohlbefindens landet Deutschland weit im hinteren Mittelfeld.

Donnerstag, 30. April 2026

„Tyrann großgezogen“: Mutter scheitert an beliebtem Erziehungskonzept

Hamburg
– Bedürfnisorientierte Erziehung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Trend entwickelt. In Blogs und auf Social Media teilen zahlreiche Eltern ihre Erfahrungen mit dieser Methode. Doch nicht alle Berichte fallen positiv aus. Einige Mütter und Väter schildern, wie sie mit dem Konzept an ihre Grenzen geraten. Ein besonders drastischer Erfahrungsbericht stammt von einer alleinerziehenden Mutter, die sich im Online-Forum Reddit zu Wort meldete. Sie habe ihren Sohn ungewollt zu einem „kleinen Tyrannen großgezogen“, schreibt sie dort: „Ich habe das Gefühl, ich ziehe mir gerade ein kleines Arschloch groß – und dieser Satz tut mir schon beim Schreiben in der Seele weh.“

Donnerstag, 23. April 2026

Hochschulpräsident sieht „Noteninflation“ im Abitur – und beklagt „eklatante Mängel“ bei Gen-Z-Absolventen

Die Abinoten werden besser, doch werden es auch die Absolventen? Der Deutsche Hochschulverband rügt, mehrere Fähigkeiten hätten sich „spürbar verschlechtert“. Mit Folgen.

In ganz Deutschland starten dieser Tage die Abiturprüfungen. Das Wort Abitur stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „weggehen“. Mehr als zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler, die das Abi bestehen, werden anschließend weggehen – an eine Universität zum Studieren. Im Gepäck: immer bessere Durchschnittsnoten. Doch die Entwicklung sorgt nicht zwangsläufig dafür, dass die Absolventen auch tatsächlich „besser“ sind. Immer häufiger müssten die Unis nachholen, was die Schulen nicht schaffen.

Montag, 20. April 2026

"Müssen Lehrer mit Baseballschlägern in die Schule?"

Der Gründer der Berliner Sozialeinrichtung „Die Arche“, Bernd Siggelkow, kritisiert angesichts der alarmierenden Zahlen zu Gewalt von Schülern die Zustände an deutschen Schulen. Er fragt sich, ob Lehrer „künftig mit Baseballschlägern zur Schule“ müssten. 
Siggelkow spricht in einem Video-Beitrag der „Arche“ über die neuesten Zahlen. Diese offenbaren, was Armut, Bildungsferne, schlechte Integration und Perspektivlosigkeit auslösten, insbesondere in den Ballungsgebieten: „Wir haben unsere Schulen nicht mehr im Griff“, resümiert Siggelkow.

Montag, 13. April 2026

„Wir mussten ein ganzes Buch lesen!“

F
ast ein Drittel: 32 Prozent. Für so viele Rheinland-Pfälzer war das Thema Bildung bei der diesjährigen Landtagswahl wahlentscheidend. In Baden-Württemberg waren es „nur“ 19 Prozent gewesen. Daran, dass den Deutschen heftig auf den Nägeln brennt, was ihre Kinder und Enkel in der Schule lernen (und was nicht), kann kein Zweifel bestehen.
Doch was lernen sie eigentlich? Und was nicht? Dass es um die Bildung in deutschen Landen nicht zum Besten bestellt ist, legen die regelmäßig erhobenen Daten der Pisa-Studie nahe. Die Befunde sind weder im internationalen noch im chronologischen Vergleich schmeichelhaft. Die Daten der letzten Erhebung 2025 harren noch der Veröffentlichung. Ob sie besser sein werden als zuletzt, weiß noch kein Mensch, aber die Metrik der 2022er Studie war niederschmetternd.

Montag, 6. April 2026

Riccardo Bonfranchi: Inklusion ist eine Illusion

"Nach bayerischem Schulrecht, dem auch die Schulgesetze der anderen Bundesländer in diesem Punkt entsprechen, gehören die „Förderschulen bzw. Sonderschulen“ wie die Regelschulen (Grundschule, Volksschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium) zu den „allgemeinbildenden Schulen“ (Dirnaichner/Weigl 2009). Sie sind „Schulen für Allgemeinbildung“. Demnach ist die Auslegung, wonach die Förderschulen nicht zum allgemeinem Schulsystem gehören, ebenso inkorrekt wie die damit verbundene Folgerung eines (künftig) totalen Ausschlusses spezieller Schulen aus dem System der „allgemeinbildenden Schulen“."

Prof. Otto Speck, 2019

Inklusion ist eine Illusion, meint der Schweizer Heipädagoge Dr. Riccardo Bonfranchi. Auch hier steuert die Bildungspolitik seit Jahren in eine falsche Richtung.

 

Josef Kraus, Deutschlands bekanntester Bildungskritiker, im Gespräch

Sonntag, 22. März 2026

„Gymnasien sind die neuen Hauptschulen“

Immer mehr Schülerinnen und Schüler gehen nach der Grundschule aufs Gymnasium. Der ehemalige Lehrerpräsident Josef Kraus sieht darin einen „Akademisierungswahn“. 

Es ist nur ein DIN-A4-Blatt, oft hinter einer Klarsichtfolie versteckt, doch sein Inhalt entscheidet über Biografien. In diesen Wochen halten tausende Viertklässler in Deutschland ihre Übertrittsempfehlung in den Händen. Nahegelegt wird ihnen darauf immer häufiger der Weg aufs Gymnasium. Das liege aber nicht daran, dass die Kinder hierzulande immer schlauer werden, sagt der langjährige Bundeslehrerpräsident Josef Kraus. Er hält die Übertrittszeugnisse für vollkommen überbewertet und warnt im Gespräch mit dem Münchner Merkur vor einem „Gymnasial- und Akademisierungswahn“.

Freitag, 6. März 2026

Was machen PISA-Sieger anders?

In diesem Interview beleuchtet der Lehrer und Bildungsjournalist Alexander Brand die Erfolgsfaktoren führender Schulsysteme aus Finnland, Estland, Japan und Singapur. Basierend auf seiner mehrmonatigen Hospitation an rund 30 Schulen erklärt er, dass gezielte Förderung ohne Diagnosen und hohe Leistungserwartungen entscheidend für den Lernerfolg sind. Während er die Digitalisierung in Estland als Mittel zum Zweck beschreibt, warnt er am Beispiel Finnlands vor einer Überbetonung offener Lernlandschaften ohne ausreichendes Fachwissen. Ein zentraler Aspekt ist zudem die Professionalisierung der Lehrkräfte in Singapur durch intensive Teamarbeit und didaktischen Austausch. Brand plädiert abschließend dafür, in Deutschland die frühzeitige Diagnostik zu stärken und die Unterrichtsqualität konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten.

     

Donnerstag, 19. Februar 2026

Braucht Schule Druck?

Brauchen Kinder Noten, um zu lernen? Oder verhindern gerade sie, dass Kinder ihr volles Potenzial entfalten können? Die Alemannenschule Wutöschingen geht einen innovativen Weg und legt ihren Fokus auf selbstorganisiertes Lernen, intrinsische Motivation und Lernbegleiter. Doch welche Grenzen haben diese neuen Schulformen? Prof. Dr. Bertolt Meyerdiskutiert über Selektion, Chancengerechtigkeit und alternative Schulmodelle.

 

Sonntag, 15. Februar 2026

Grundschulen ächzen unter Einwanderungskrise! Über 40.000 Kinder bleiben sitzen

Gen Z offiziell „dümmer“ als Generation zuvor – Neurowissenschaftler fällt vernichtendes Urteil

Washington D.C. – Über Jahrzehnte hat jede Generation ihre Eltern in der kognitiven Entwicklung übertroffen. Bis jetzt. Studien liefern bedenkliche Erkentnisse zur Gen Z, erstmals bricht eine Generation mit der historischen Entwicklung der Intelligenz. Neurowissenschaftler Dr. Jared Cooney Horvath brachte vor dem US-Senat erschreckende Zahlen auf den Tisch. Seit zwei Jahrzehnten stagniert die menschliche Entwicklung demnach und hat sich bei manchen Bereichen sogar umgekehrt.

Sonntag, 1. Februar 2026

Deutschland verlernt das Denken – Mathematikprofessor nennt die Schuldigen

Bernhard Krötz ist Professor für Mathematik an der Universität Paderborn, wo er unter anderem Mathematiklehrer ausbildet. Der gebürtige Franke begann sein Studium 1990 in München zunächst mit Physik, wechselte nach dem Vordiplom zur Mathematik und machte dort Karriere in der Forschung. Über seinen YouTube-Kanal erreicht er mittlerweile hunderttausende Menschen mit Videos über den Zustand des deutschen Bildungssystems. Krötz war als Experte im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags geladen und hat alte Schulbücher von Verlagen freigekauft, um sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seine Kritik an Kompetenzorientierung, Digitalisierung und dem Einfluss von NGOs auf die Bildungspolitik hat ihn zu einer der lautesten Stimmen in der Debatte um Deutschlands Schulen gemacht.
Im Gespräch mit Jasmin Kosubek analysiert Krötz den dramatischen Leistungsabfall der letzten Jahre und benennt konkrete Ursachen: die Kultusministerkonferenz, die Bertelsmann Stiftung, die Abschaffung grundlegender Rechenverfahren und ein Schulsystem, das Masse statt Qualität produziert. Er erklärt, warum zwei Drittel der Studienanfänger aus seiner Sicht nicht studierfähig sind, warum PISA-Tests wenig aussagen und weshalb er die KMK am liebsten sofort schließen würde. 
Dabei wird er auch persönlich: Er spricht über seinen eigenen Bildungsweg, die Konditionierung von Kindern durch Symbole und Konsum, und die Frage, ob eine Gesellschaft, die schneller verändert wird als sie begreifen kann, auf eine Katastrophe zusteuert.

 

Mittwoch, 28. Januar 2026

Wenn die KI die Hausaufgaben macht...

Vincenzo Schettini aus Como in Norditalien ist Professor für Physik sowie Bestsellerautor und setzt sich intensiv mit dem Thema KI auseinander. In einem Interview berichtete er, dass ihm eine Mutter erzählt habe, ihr 14-jähriger Sohn habe ChatGPT benutzt, um einen Aufsatz über den italienischen Schriftsteller Alessandro Manzoni schreiben zu lassen. Schettini bezeichnete dieses Vorgehen als beängstigend und zeigte sich vor allem darüber besorgt, wie unbeschwert manche Eltern damit umgehen. Dies berichtet das italienische Portal "Orizzonte Scuola". 

Montag, 26. Januar 2026

Nachwuchsprobleme - "Es gibt ein Problem der Bildungsniveaus."

Die Berliner Polizei hat größere Probleme bei der Suche nach genug Nachwuchs - und leidet dabei besonders unter den schlechten Deutschkenntnissen der Bewerber. «Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse, ganz unabhängig von Nationalitäten», sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Neuropsychologe warnt vor „schweren Folgen“ eines niedrigeren Bildungsniveaus

Politikerinnen, Eltern und Pädagogen diskutieren Leseschwächen von Viertklässlern aus benachteiligten Familien und schlechte Pisa-Ergebnisse. Studien zeigen, dass die Kompetenz in der deutschen Sprache unter Kindern und Jugendlichen abnimmt. Textkürzungen und Infoboxen in Goethes „Faust“, schriftliches Dividieren vom Grundschullehrplan streichen – es wirkt, als würden Schulen sich schleichend an ein niedrigeres Bildungsniveau anpassen. 

Deutschunterricht: Lehrer, die ihren Schülern nichts mehr zutrauen

Eigentlich waren die Klassiker in einfacher Sprache für den Deutschunterricht an allen Schulen gedacht, aber nicht für die Gymnasien. Inzwischen nutzen Deutschlehrer sie auch für die Oberstufe des Gymnasiums. Denn das in vielen Ländern mehr oder weniger zugangsfreie Gymnasium ist längst zu einer Art Einheitsschule geworden, die mit unterschiedlichsten Schülern und Sprachniveaus zurechtkommen muss. Wie sehr auch die Gymnasien in den Sog der Abwärtsspirale bei den Bildungsleistungen geraten sind, hat der letzte Ländervergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen gezeigt. 

Dienstag, 20. Januar 2026

Studierunfähig mit Abi? Professor erhebt schwere Vorwürfe

Bernhard Krötz ist Mathematikprofessor – und Kämpfer gegen den Niedergang des deutschen Bildungssystems. In seinen Vorlesungen wie auf YouTube nimmt er kein Blatt vor den Mund. Er warnt vor „didaktischer Verblödung“, ideologisch aufgeweichten Lehrplänen und einer Studentenschaft, die zwar ein Abitur besitzt, aber oft weder lernfähig noch lernwillig ist.

 

Sonntag, 18. Januar 2026

„Von Kartoffeln und Kanaken“

Vor knapp sieben Jahren hat die Lehrerin Julia Wöllenstein ein Buch mit dem provokanten Titel „Von Kartoffeln und Kanaken“ veröffentlicht, in dem sie analysiert, warum Integration im Klassenzimmer scheitert. Haben Politik und Gesellschaft seitdem dazugelernt? Hierzu ein Interview der SZ mit Wöllenstein

SZ: Frau Wöllenstein, Sie unterrichten an einer Gesamtschule in Kassel die Klassen fünf bis zehn. Wie viele Nationen gibt es an Ihrer Schule? 

Julia Wöllenstein: Im vergangenen Jahr waren 39 unterschiedliche Staatsangehörigkeiten vertreten. Ich soll ihnen Englisch beibringen, obwohl manche noch nicht mal richtig Deutsch können. 

Freitag, 16. Januar 2026

Wieder müssen Unternehmen die Bildungspolitik reparieren

Seit Jahren klagen Unternehmen darüber, dass sie Auszubildenden Grundlagen beibringen müssen, die früher selbstverständlich waren. Lesen, Schreiben, Rechnen. Das alles wird zunehmend zur Aufgabe der Betriebe. 
Niedersachsen liefert nun ein weiteres Beispiel dafür, wie die Wirtschaft zum Reparaturbetrieb einer verkorksten Bildungspolitik gemacht wird. Dort sollen Grundschüler künftig schriftliches Dividieren nicht mehr lernen, das Rechnen mit Kommazahlen entfällt weitgehend. Nur beim Umgang mit Geld macht man eine Ausnahme. Das Ministerium verkauft das als pädagogische Entlastung. In Wahrheit ist es ein weiteres Absenken von Leistungsstandards. Statt die Ursachen von Lernschwierigkeiten anzugehen, senkt man die Anforderungen. 

Montag, 12. Januar 2026

Margrit Stamm: Langeweile – Grundlage für Kreativität

„Mir ist so langweilig!“ Die meisten Eltern kennen diesen Satz ihrer Kinder zur Genüge. Und viele bemühen sich, diesen Zustand so schnell wie möglich zu beseitigen. Dabei ist Langeweile die Basis für den Erwerb vieler wichtiger Lebenskompetenzen, ist Prof. Margrit Stamm überzeugt.