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Mittwoch, 11. Dezember 2024

Schülervertretung und GEW berichten von Versagensängsten bei Viertklässlern

Weinende Kinder, Sorgentelefone: Viertklässler in Baden-Württemberg müssen für die verbindliche Grundschulempfehlung für das Gymnasium an neuen Tests teilnehmen. Der Landesschülerbeirat berichtet von »alarmierenden Zuständen«. 
Bereits nach den ersten Tests erreichten den Landesschülerbeirat von Baden-Württemberg nach eigenen Angaben »zahlreiche Berichte über alarmierende Zustände«: Grundschulkinder seien während der Tests in Tränen ausgebrochen, und Eltern und Lehrkräfte derart verzweifelt gewesen, dass Sorgentelefone eingerichtet worden seien. Auslöser für den Ärger ist die Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung fürs Gymnasium in Baden-Württemberg und der damit einhergehenden Tests.

Dienstag, 10. September 2024

Die Leistungen werden immer schlechter, die Noten immer besser

Das Gymnasium ist heute die beliebteste und erfolgreichste Schulform. In den Großstädten sind weit über 50 Prozent der Schulabgänger Abiturienten. Auch in meinem ländlich geprägten Landkreis Rotenburg (Wümme) zwischen Bremen und Hamburg haben wir mittlerweile die 40-Prozent-Marke erreicht. Tatsache ist aber auch, dass die Leistungen immer schlechter und die Noten immer besser werden. Ein Paradox, das sich nur darauf zurückführen lässt, dass die Leistungsansprüche gesunken sind. Dies ist das Ergebnis eines langen gesellschaftlichen Prozesses, an dem Politik und Wirtschaft gleichermaßen beteiligt waren. 

Dienstag, 14. November 2017

Rolle rückwärts - Aus für „Turbo-Abi“ in NRW

Düsseldorf. Die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium (G9) soll in Nordrhein-Westfalen im übernächsten Schuljahr mit den heutigen Dritt- und Viertklässlern beginnen. Das sieht der Entwurf für ein neues Schulgesetz vor, den das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf beschlossen hat. Danach soll das G9-Abitur wieder zur Regel werden. Auch G8 bleibt aber möglich. Die Kosten für den Umstieg sollen nicht an den Kommunen hängen bleiben. Detailfragen sind in Eckpunkten für neue Ausbildungs- und Prüfungsordnungen geregelt, die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vorstellte. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Veränderungen. 

Donnerstag, 6. April 2017

Bayern kehrt zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurück

München - Bayern kehrt zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurück. Mit dieser Entscheidung haben die CSU-Landtagsfraktion und die Staatsregierung am Mittwoch einen Schlussstrich unter jahrelange Diskussionen und teils heftigen internen Streit gezogen. Start der Reform soll zum Schuljahr 2018/19 sein, für die Klassenstufen fünf und sechs. Die jetzigen Viertklässler, die in diesem Herbst aufs Gymnasium wechseln, werden also der erste Jahrgang des neuen G9 sein. Schüler sollen aber die Möglichkeit haben, die elfte Klasse auszulassen und weiterhin in acht Jahren zum Abitur zu kommen.