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Freitag, 8. März 2024

"Wenn Sie keinen Stress haben wollen, geben Sie gute Noten."

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Berlin-Neukölln hat im aktuellen Schuljahr einen Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache von 92,4 %. In vielen Grund- und weiterführenden Schulen in Neukölln sieht es genauso aus. Da ist natürlich die Frage berechtigt, welche Folgen das für Unterricht und Lernerfolg hat. Dr. Klaus Rüdiger von KONTRAFUNK hat sich dazu mit dem Neuköllner Lehrer Patrick Mastrandrea unterhalten.

Herr Mastrandrea, ich begrüße Sie.

Ich grüße zurück, Herr Rüdiger. 

Montag, 18. Dezember 2023

Pisa-Studie: Oberbergs Schulleiter nehmen Stellung zu den schlechten Ergebnissen

„Dass es Probleme gibt, wussten wir vorher. Aber dass sie sich so gravierend auswirken, war schon ein Schock!“, gesteht die Leiterin der Wipperfürther Hermann-Voss-Realschule, Claudia Deichsel. Noch sei die Zeit zu kurz für gründliche Analysen angesichts der verheerenden Ergebnisse der Pisa-Studie, die deutschen Schülern im Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften historisch schlechte Ergebnisse bescheinigt. Aber natürlich macht sich die Schulleiterin wie auch ihre Kolleginnen und Kollegen Gedanken über mögliche Ursachen. „Natürlich kann man nicht alles auf Corona schieben“, meint sie. „Aber Tatsache ist, dass den heute 15-Jährigen ein Teil ihrer Schulzeit fehlt. Das betrifft alle Altersgruppen, wir „erben“ ja als weiterführende Schule die fehlenden Kompetenzen. Schulanfänger können keinen Stift halten und haben Schwierigkeiten mit der Schere umzugehen, Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 können nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. „Das können wir nicht mehr voraussetzen, wir können nicht einfach stur weiter machen wie bisher, sondern wir müssen eine Stufe tiefer ansetzen, alles braucht viel länger als bisher.“ 

Mittwoch, 6. Dezember 2023

„Wir werden komplett abgehängt“

Herford (NRW) – Das Bildungsniveau in Deutschland – ungenügend! In 15 Jahren haben Schüler nie schlechter im Rechnen, Lesen und in Naturwissenschaft abgeschnitten als je zuvor gemessen. Das ist das Ergebnis der neuesten Pisa-Studie, die die OECD heute in Berlin vorgestellt hat. Für Lehrerin Birgit Ebel, seit 27 Jahren Mitglied der Grünen, kommt das Ergebnis nicht überraschend. „Dieses Ergebnis war erwartbar. Wir sind eigentlich das Land des Knowhows und der Ressourcen. Wenn sich nicht sofort etwas ändert, werden wir in Sachen Bildung ein komplett abgehängtes Land werden“, so Ebel. 

Montag, 4. Dezember 2023

Kinder und Jugendliche werden immer dicker und schwächer

Forscher der TU Liberec haben in einer international einmaligen Studie 4.500 Jugendliche sowie ihre Leistungen vermessen und mit Daten von vor 100 Jahren verglichen. Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend. "Unsere Kinder und Jugendlichen zeigen zwar eine ähnliche körperliche Kondition wie ihre Altersgenossen im Jahr 1923", sagt Lukas Rubin, Wissenschaftler der Technischen Universität Liberec und Mitverfasser einer neuen Studie. "Doch das ist keine positive Nachricht." 

Donnerstag, 13. Juli 2023

Die Bundesjugendspiele sollen kein Wettkampf mehr sein

Kommentar aus der ZEIT Nr. 30/2023: 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Kuschelpädagogen, ihr habt gewonnen. Wobei ihr das Verb vermutlich ablehnt. Wenn jemand gewinnt, muss schließlich auch jemand verlieren, und das darf nicht sein. Hauptsache, niemand heult. Hauptsache, Urkunden für alle! 
Die Bundesjugendspiele in der Grundschule sind ab dem kommenden Schuljahr kein Wettkampf mehr. Die Punktetabelle für Deutschland wird abgeschafft, so lautet der Beschluss aus dem Familienministerium und der Kultusministerkonferenz von 2021. Wie viele Meter ein Kind beim Weitsprung schafft oder wie schnell es den 30-Meter-Lauf sprintet, soll nur noch Pi mal Daumen, nicht mehr mit dem Maßband oder der Stoppuhr erfasst werden. Statt sich mit Kindern in allen Bundesländern zu messen, geht es künftig um den relativen Vergleich mit den Mitschülern. 

Mittwoch, 16. März 2016

„Verlosung“ von Gymnasialplätzen hat begonnen

Köln. Der Ansturm auf die Plätze an weiterführenden Schulen geht in die nächste Runde. Hoffen und Bangen, zweiter Teil: Nach dem Ende der Anmeldefrist an Gesamtschulen, die rund 800 angehende Fünftklässler ablehnen mussten, lief Freitag die Frist für die anderen weiterführenden Schulen ab. Besonders für die begehrten Plätze in fünften Klassen an Gymnasien wird es wieder spannend. Tausende Mütter und Väter von Viertklässlern fragen sich: Bekommt ihr Kind den gewünschten Platz?

Montag, 13. Januar 2014

In Oberstufe Pflicht, an Unis verboten - NRW: Streit um Grafik-Taschenrechner für den Mathematik-Unterricht

DÜSSELDORF. Tamara Genzler erfuhr auf einem Elternabend, dass eine größere Investition in den Mathe-Unterricht ihrer Tochter ansteht. Die 14-jährige Carla geht in die 9. Klasse des Düsseldorfer Marie-Curie-Gymnasiums und braucht spätestens zum neuen Schuljahr einen grafikfähigen Taschenrechner. Denn ein Runderlass des Schulministeriums sieht vor, dass mit Beginn des Schuljahrs 2014/15 jeder Schüler in NRW ab Klasse 10 einen solchen Taschenrechner besitzen muss. Ab 2017 sollen die Grafik-Taschenrechner auch im Zentralabitur an Gymnasien und Gesamtschulen zum Einsatz kommen. Von 2003 bis 2007 testete das Ministerium in 30 Pilotschulen den Einsatz der grafikfähigen Rechner. Der Vorsitzende des Philologenverbandes NRW, Peter Silbernagel, sieht genau darin die Gefahr: "Welcher Mehrwert kommt dabei herum, wenn Schüler in vielen Bereichen die Lösungen präsentiert bekommen, ohne den Weg zum Ergebnis zu erfahren? In der Mathematik ist gerade das Verständnis der Knackpunkt", sagt Mathelehrer Silbernagel. In Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg sind Grafik-Rechner schon länger Pflicht. In Baden-Württemberg sollen sie wieder abgeschafft werden. Nachvollziehbar, findet die NRW-Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Dorothea Schäfer: "Das ist eine Technologie, die längst überholt ist", sagt die 59-Jährige, ebenfalls Mathematiklehrerin. "Die Unis sagen, dass sie den Einsatz der Rechner bei Klausuren verbieten. Dann frage ich mich, ob das nur für die drei Jahre in der Oberstufe sinnvoll ist." Laut Professor Andreas Büchter von der Uni Köln gibt es "Apps für 2,99 Euro, die leistungsfähiger sind". (dpa)

Mittwoch, 8. Januar 2014

Dienstag, 19. März 2013

Leserbrief zum Thema "Analphabetismus"

Herrn Kupfer kann ich voll zustimmen. Seit 46 Jahren (als Mutter von drei und Großmutter von sieben Kindern und in allen Schulgremien tätig) erlebe ich die absolute Unfähigkeit der Schulbehörden, unseren Kindern einfaches Wissen vermitteln zu lassen: Lesen, Schreiben, Rechnen. Gelerntes kann sich nicht festsetzen, wenn Übungsphasen fehlen, Diktate nicht berichtigt werden. Schule ist Pflicht, daher kann sie keinen Spaß machen. Aber man kann Kindern Freude am Lernen beibringen: wenn sie merken, dass sie dadurch etwas können und erfahren. Die, momentan gebräuchliche, lautliche Nachahmung beim Schreiben ist völliger Nonsens. So fragen etwas größere Kinder zu recht: "Warum lernen die denn erst falsch zu schreiben?" Einfache Rechenvorgänge werden kompliziert erklärt; keiner kann sie verstehen. Das dreigliedrige Schulsystem ist nicht schuld, sondern die vorgenannten Dinge verhindern eine Integration oder benachteiligen zum Beispiel Legastheniker. Auch das ganze "Pisa-Theater" ist lächerlich: Vor deren Untersuchungen müssen Eltern Bücher anschaffen, aus denen kurzzeitig gebüffelt wird, und nach den Erhebungen werden sie wieder beiseite gelegt. Die albernen Reförmchen der vergangenen Jahre waren eigentlich nur heiße Luft; ausgestoßen von völlig ungeeigneten Schulpolitikern. An die Kinder und deren Wohl hat dabei keiner gedacht.
Waltraud Jaeger

Quelle: Kölnische Rundschau vom 19.03.2013

Donnerstag, 24. Januar 2013

Zu viel Druck im Ganztagsunterricht

BERGNEUSTADT. Fast schon mit einem Anflug von Verzweiflung hat der Bergneustädter Sozial- und Kulturausschuss versucht, einen Ausweg zu finden aus dem Dilemma, dass immer mehr Schüler wegen des zunehmenden Nachmittagsunterricht keine Zeit mehr haben für Hobbys und Aktivitäten in Vereinen.

Montag, 7. Januar 2013

Leserbrief zum Thema "G-8"

Als Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern und einem Kind, das zurzeit das neue Schulsystem erfahren muss, verfolge ich die gesamte Diskussion über G8 seit Langem und kann zudem die Unterschiede der beiden Systeme gut beurteilen. Um es auf einen Nenner zu bringen: Den heutigen Kindern wird das Kindsein gestohlen! Dieses wird im Kern genauso von einer großen Mehrheit aller Experten, den Musikvereinen, den Sportvereinen, den (meisten) Lehrern, den Eltern und den betroffenen Schüler so gesehen. Daher erscheint es nicht erstaunlich, dass die Schülerin Merle Ruge aus Dortmund gerade die Petition "Turbo-Abitur in NRW wieder abschaffen" in den Landtag eingebracht hat.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Tor des Monats

In der Sendung "Aktuelle Stunde" (WDR) wurde heute darüber berichtet, dass das Schulministerium NRW unter bestimmten Umständen gestattet hat, den Schulbeginn übermorgen zu verschieben, damit die "lieben Kleinen" nach morgigen dem Halbfinale ausschlafen können. Voraussetzungen sind allerdings, dass kein Unterricht ausfällt und die "Normalkommer" natürlich zu den üblichen Zeiten beschult werden.

Samstag, 16. Juni 2012

Privatschulen nicht automatisch besser

Bis zur Oberstufe gibt es keine Noten. Sitzenbleiben können Kinder auch nicht. Statt mit üblichen Schulbüchern zu pauken, gestalten die Schüler sogenannte Epochenhefte und werden im Fach "Bewegungskunst" (Eurythmie) unterrichtet. Das sind nur einige Grundpfeiler der Waldorfpädagogik. Waldorfschulen zählen in Deutschland zu den Einrichtungen in freier Trägerschaft - oder kurz gesagt: Privatschulen. Zu ihnen gehören auch konfessionell ausgerichtete Häuser oder Montessori-Schulen.

Dienstag, 5. Juni 2012

Lehrer fühlen sich schlecht auf Deutsch-Probleme vorbereitet

KÖLN. Die kulturelle Vielfalt in deutschen Klassenzimmern wächst. Im Schnitt sprechen 30 Prozent der Schüler eine andere Erstsprache als Deutsch. 71 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer unterrichten Schüler mit Sprachförderbedarf, aber 66 Prozent fühlen sich durch ihr Studium nicht ausreichend auf heterogene Klassen vorbereitet.

Ganztagsschulen in NRW - Starkes Angebot, schwache Nutzung

GÜTERSLOH. Nordrhein-Westfalen ist beim Ausbau der Ganztagsschulen im Westen Spitze, aber längst nicht alle Angebote werden auch genutzt. Das geht aus zwei Studien hervor, die die Bertelsmann Stiftung am Dienstag vorgestellt hat. Im Schuljahr 2010/11 machten demnach zwei Drittel (66,1 Prozent) der NRW-Schulen Ganztagsangebote (Vorjahr: 63,9 Prozent). Im Bundesdurchschnitt war es nur die Hälfte der Schulen (51,1 Prozent). Aber nicht einmal jeder dritte Schüler in NRW nutzte diese Ganztagsangebote. Warum das so ist, sagt die Studie aber nicht.

Neues aus Löhrmanns Experimentalküche (1)

Unter dem Titel "Gemeinsame Schule, getrenntes Lernen" war heute in der Kölner Rundschau folgender Artikel zu lesen:

Dienstag, 29. Mai 2012

Also doch - Scheitern als Chance!

Auf dem Zeugnis steht "versetzungsgefährdet", der Freund hat sich eine Neue geangelt, und die Ausbildung nervt nur noch - die ersten Rückschläge im Leben müssen die meisten spätestens im Teenageralter verkraften. Manchmal scheint es so, als ob sich kleine Niederlagen in ausweglose Situationen verwandeln. Dabei steckt in den unangenehmen Erlebnissen Potenzial. Durch sie sammelt man Erfahrungen und kann die nächsten Herausforderungen besser meistern.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Der Wirtschaft fehlen 75.000 Azubis

Die Bundesagentur für Arbeit und auch das Bundesinstitut für Berufsbildung hatten in ihrer im Dezember vorgelegten Jahresbilanz die Zahl der unbesetzt gebliebenen Ausbildungsplätze nur mit knapp 30.000 beziffert. Allerdings wird nicht jede angebotene Lehrstelle auch den Arbeitsagenturen gemeldet. Nun zeigt sich, die Situation ist angespannter als gedacht.

Montag, 10. Dezember 2001

Sind deutsche Schüler doof?

Die OECD-Studie Pisa bringt es an den Tag: Im internationalen Vergleich versagen die deutschen Schulen. Die Schüler können schlecht lesen, unzureichend rechnen, Probleme lösen schon gar nicht. Insbesondere die Deutsch-Kenntnisse der ausländischen Schüler müssen verbessert werden.
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