DÜSSELDORF. Immer mehr Studenten in NRW (4,2%) haben kein Abitur als Zugangsvoraussetzung für ein Studium. Dies feiert NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) als Folge die Bemühungen der Landesregierung für mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem. Gleichzeitig empfiehlt er Realschülern, sie "sollten verstärkt in die betriebliche Berufsausbildung gehen, statt
Kurven an den Berufskollegs zu drehen, um dort einen Studienzugang zu
erreichen“, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Mittwoch, 11. Juli 2012
Lehrer fürchten Aus für Realschulen
DÜSSELDORF. Die Gewerkschaft lehrer nrw sieht
die Zukunft der bisher 539 Realschulen massiv bedroht. "Es gibt eine
Tendenz, dass Realschulen geschlossen werden." Gleichzeitig warnte die
Landesvorsitzende Brigitte Balbach, dass die neue Sekundarschule in NRW
zu einer "Gesamtschule light" wird.
Samstag, 30. Juni 2012
Neues aus Löhrmanns Experimentalküche (2)
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| zurück in die Zukunft? |
Freitag, 29. Juni 2012
Leserbrief: Früher war es schwieriger
Ein Leser der Kölner Rundschau macht sich Gedanken über den Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau und der Zahl der Abiturienten.
In der Ausgabe vom 23. Juni steht, dass das
Bildungsniveau in Deutschland steigt, weil es immer mehr Abiturienten
gibt. Das ist so nicht richtig. Zwar nimmt die Anzahl höherwertiger
Abschlüsse zu: jedoch nicht weil das Bildungsniveau steigt, sondern
vielmehr weil es fällt. Oder glauben ernsthaft einige, dass die Schüler
früher weniger intelligent waren als die heutigen?
Dank unserer Schulpolitik wird es ja immer
schwieriger, einen höheren Abschluss nicht zu schaffen. Zu nennen sind
Hürden für Lehrer, die eine schlechtere Note als vier geben wollen;
Schulen, die mit dem Ministerium in Konflikt geraten, weil die
Sitzenbleiberquote zu hoch ist; Vorgaben bei den Notenkonstellationen
und so weiter. Wenn man sich die Schulbücher von vor 20 Jahren anguckt,
erkennt man schnell, dass das Anforderungsniveau viel höher war als
heute. Viele ältere Lehrer stimmen der Aussage zu, dass die heutigen
Schüler diese Aufgaben gar nicht mehr lösen können. Viele größere
Betriebe sind aufgrund der schlechten Ausbildung der Schüler dazu
übergegangen, ihre Auszubildenden selbst mit Inhalten zu unterrichten,
die sie eigentlich in der Schule hätten lernen müssen.
Das macht doch deutlich, dass zwar die höherwertigen
Abschlüsse in Deutschland zunehmen, jedoch nur, weil das
Anforderungsniveau gesunken ist und damit letztendlich auch das
Bildungsniveau. Armes Deutschland!
Markus Schmitt
Mittwoch, 27. Juni 2012
Tor des Monats
In der Sendung "Aktuelle Stunde" (WDR) wurde heute darüber berichtet, dass das Schulministerium NRW unter bestimmten Umständen gestattet hat, den Schulbeginn übermorgen zu verschieben, damit die "lieben Kleinen" nach morgigen dem Halbfinale ausschlafen können. Voraussetzungen sind allerdings, dass kein Unterricht ausfällt und die "Normalkommer" natürlich zu den üblichen Zeiten beschult werden.
Freitag, 22. Juni 2012
Bildungsbericht 2012 - Papier ist geduldig
Diese "Intellektuellenschwemme" haben wir aber nicht, wie jetzt gerne behauptet wird, dem gestiegenen Niveau der Schüler zu verdanken, sondern dem ständig sinkenden Anspruchsniveau in den Schulen bzw. einer leistungsfernen Bewertungspraxis (siehe hier).
Jeder Vierte bricht sein Studium ab
Noch fünf Klausuren hätten gefehlt, dann hätte Sven
Lang seinen Bachelorabschluss in Wirtschaftsinformatik in der Tasche
gehabt. Doch eine Physikprüfung machte ihm einen Strich durch die
Rechnung: Als er zum dritten Mal durchfiel, wurde er exmatrikuliert. Zu
diesem Zeitpunkt war Lang 27 Jahre alt und hatte vier Jahre Studium an
der Fachhochschule Südwestfalen hinter sich.
Lang sah sich nach Alternativen um. Infrage gekommen
wären zum Beispiel ein Fach- oder Hochschulwechsel in ein anderes
Bundesland. In Nordrhein-Westfalen darf Lang keine Wirtschaftsinformatik
mehr studieren. Da ihm andernorts jedoch nur wenige seiner
Studienleistungen anerkannt worden wären, hätte er ein neues Studium
höchstens um ein Jahr verkürzen können. Auch eine normale
Berufsausbildung hätte bedeutet, dass er noch einmal drei weitere Jahre
bis zur Berufstätigkeit gebraucht hätte.
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