Montag, 7. Januar 2013

Leserbrief zum Thema "G-8"

Als Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern und einem Kind, das zurzeit das neue Schulsystem erfahren muss, verfolge ich die gesamte Diskussion über G8 seit Langem und kann zudem die Unterschiede der beiden Systeme gut beurteilen. Um es auf einen Nenner zu bringen: Den heutigen Kindern wird das Kindsein gestohlen! Dieses wird im Kern genauso von einer großen Mehrheit aller Experten, den Musikvereinen, den Sportvereinen, den (meisten) Lehrern, den Eltern und den betroffenen Schüler so gesehen. Daher erscheint es nicht erstaunlich, dass die Schülerin Merle Ruge aus Dortmund gerade die Petition "Turbo-Abitur in NRW wieder abschaffen" in den Landtag eingebracht hat.

Samstag, 5. Januar 2013

Leserbriefe zum Thema "Inklusion"

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) beklagt, dass "auf Förderschulen alles geschoben werde, was man vermeintlich im normalen Schulsystem nicht gebrauchen kann". Sollen die Damen und Herren Minister doch bitte einmal versuchen, eine Klasse mit 30 Schülerinnen und Schülern auf einer Gesamtschule zu unterrichten, und darunter befinden sich ein Kind mit diagnostiziertem ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) und ein Kind mit sozial-emotionaler Entwicklungsstörung.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Leserbriefe zum Thema "Bessere Abiturnoten in NRW"

Ich habe so meine Zweifel an den Aussagen von Frau Löhrmann, dass sich plötzlich die Leistungsbereitschaft so deutlich verbessert haben soll. Eher wird das Zentralabitur Auswirkungen auf den stark verbesserten Notendurchschnitt haben. Es ist doch rot-grüne Politik, dass nahezu jeder das Abitur machen kann. Die Wirtschaft, sowie die Universitäten kritisieren, dass das Abitur schleichend entwertet wird. Da kann man nur noch auf Länder wie Bayern und Baden-Würtemberg setzen, deren Durchschnittsnoten beim Abitur schon seit Jahren spitze sind.
Mike Paunovich

Samstag, 29. Dezember 2012

Abiturnoten in NRW stark verbessert

Der "Witz der Woche" kommt aus dem Schulministerium NRW. Dort müsste man jetzt nur noch erklären, warum diese "leistungsbereiten und -starken" Schüler bei jeglichen Vergleichstests (national und international) immer nur maximal im Mittelfeld landen. Nun, Frau Löhrmann?
Die Wahrheit ist nämlich, dass das Niveau der Aufgaben wie auch bei der Zentralen Abschlussprüfung in der Klasse 10 viel zu niedrig ist, damit die Landesregierung Bildungserfolge feiern kann!

Samstag, 3. November 2012

Junge Migranten in NRW holen auf

DÜSSELDORF. Türkische Migranten in NRW holen bei der Schulbildung auf. Bereits 21 Prozent der jungen Türkisch-stämmigen sind studienberechtigt. Gleichzeitig bleiben aber 15 Prozent ohne Schulabschluss - doppelt so viele wie Deutsch-stämmige. 46 Prozent der türkisch-stämmigen Migranten der dritten Generation haben keine Berufsausbildung. Selbst 30 Prozent der Migranten mit Schulabschluss machen später keine Ausbildung.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

In NRW geht es meistens abwärts

GÜTERSLOH/BERLIN. Für Jugendliche, die die Schulform wechseln, geht es in Nordrhein-Westfalen meistens abwärts. Auf einen Aufsteiger kommen nach einer gestern in Berlin veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung rechnerisch 5,6 Absteiger. Ein ungünstigeres Verhältnis haben demnach nur drei Bundesländer, heißt es in der Untersuchung zur Durchlässigkeit der Schulsysteme. NRW stehe möglicherweise darum besser da als Länder wie Niedersachsen und Hessen, weil hier die Lehrer seit 2006 die Aufstiegsmöglichkeiten für jeden einzelnen Schüler prüfen müssen, sagte die Autorin der Studie, Professorin Gabriele Bellenberg. Sie ist Bildungsforscherin an der Ruhr-Universität Bochum. Diese Verpflichtung gebe es in keinem anderen Bundesland.