Samstag, 12. Oktober 2013

NRW-Schüler schwach in Mathematik

DÜSSELDORF/BERLIN. Die Neuntklässler in NRW haben bei einem Leistungsvergleich der Länder in Mathematik und den Naturwissenschaften nur hintere Ränge belegt. Rechnerisch müssten die Schüler hier zwei Jahre länger zur Schule gehen, um an die Leistungen des Spitzenreiters Sachsen heranzukommen. Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) räumte erheblichen Nachholbedarf der Schüler ein. Die CDU-Opposition empfahl ihr: Nachsitzen. Und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) forderte mehr Geld für die Bildung.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Wirtschaft top - Bildung Flop?

BERLIN. Erwachsene in Deutschland können im internationalen Vergleich nur mittelmäßig lesen und Texte verstehen. Gleiches gilt für die Grundrechenarten wie Prozentrechnen und Dreisatz.

Mittwoch, 11. September 2013

Inklusion: Proteste in NRW

DÜSSELDORF. Aufgrund der massiven Kritik von Experten am geplanten Inklusionsgesetz in NRW fordern Kommunen, Lehrerverbände und Opposition eine Verschiebung der heutigen Abstimmung zum Inklusionsgesetz im Schulausschuss des Landtags. Ohne Ausgleich für die Mehrkosten kündigten die Kommunen eine Verfassungsklage an. Die rot-grüne Landesregierung sieht bisher keinen Mehrbedarf und lehnt Sonderzahlungen ab.
In einer Erklärung beklagten Lehrer und Kommunen fehlende qualitative Standards für die Inklusion, eine Verweigerung der Finanzmittel für die bauliche und personelle Ausstattung sowie mangelnde Wahlmöglichkeiten zwischen dem Besuch der Förderschulen und der Regelschulen. Nach den Plänen des Schulministeriums soll das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Schüler bis 2025 schrittweise für 65 Prozent eingeführt werden.
Quelle: Kölnische Rundschau vom 11.09.2013

Montag, 5. August 2013

Leserbriefe zu "Mut zur Lücke"

Der Leserbrief von Herrn Bley spricht aus meinem Herzen: mit den Bildungs-Jammern und dem Bildungs-Ankündigungen aufhören, oder Geld in die Hand nehmen, um ausreichend Infrastruktur zu schaffen. Ich ergänze, dass übersehen wird, dass zunehmend mehr Infrastruktur nötig ist: Dank der positiven Entwicklung sind die Frauen in der Arbeitswelt stärker vertreten. Sie hinterlassen zwangsläufig eine Erziehungs- und Bildungs-Lücke, die sie bisher kostenlos ausgefüllt hatten. Diese muss nun über eine exzellente Infrastruktur abgedeckt werden. Anstatt den Eltern und den Lehrern bei stark gestiegenen Anforderungen (Konsumdruck, elektronische Welt, Medien, G8, Mobilität) vergeblich immer wieder mehr abzuverlangen, ist die Infrastruktur eine gesellschaftliche Aufgabe geworden. Diese ist historisch bedingt von der Gesellschaft nun zu finanzieren. Oder ein Elternteil verabschiedet sich wieder vom Arbeitsleben zu Gunsten unseres Gemeinwesens und - ach ja - auch zu Gunsten der Kinder .... Oder wir hören auf zu jammern. 
Martin Lang

Montag, 29. Juli 2013

Lehrer fordern "Mut zur Lücke" im Schulunterricht

DÜSSELDORF. Schulen müssen aus Sicht von NRW-Lehrerverbänden besser aufs "wirkliche Leben" vorbereiten. "Lehrpläne sind zu stark auf die reine Wissensvermittlung ausgerichtet", sagte der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, unserer Zeitung. Auch der Philologenverband forderte "mehr Mut zur Lücke bei Lehrplänen", damit Schulen die "Lebensbefähigung" der Schüler stärker in den Blick nehmen könnten.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Problemfall Inklusion

DÜSSELDORF. Nach dem schlechten Zeugnis für ihre Inklusionspläne an Nordrhein-Westfalens Schulen muss Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) nachsitzen. Experten von Gewerkschaften, Kirchen, Eltern- und Wohlfahrtsverbänden kritisierten in einer Anhörung im Düsseldorfer Landtag handwerkliche Mängel am Gesetzentwurf und vermissten verbindliche Qualitätsstandards für Diagnostik, gemeinsamen Unterricht sowie Lehrer- und Finanzausstattung.