BERLIN. Jeder fünfte 15-Jährige in Deutschland ist mit dem Lösen von Alltagsproblemen überfordert. Das zeigt eine gestern veröffentlichte Sondererhebung des fünften Pisa-Schulvergleichstests. Die deutschen Teenager sind aber leicht besser als der Durchschnitt der Industrieländer. Die Spitzenreiter unter den 44 OECD-Staaten - Singapur, Südkorea und Japan - kommen wieder aus dem fernen Osten. Beste Europäer sind die Finnen. Die deutschen Schüler landeten je nach Aufgabenstellung auf den Plätzen 12 bis 21, und damit unmittelbar vor den USA und Österreich.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Mittwoch, 2. April 2014
Mittwoch, 26. März 2014
Inklusion: Gericht soll entscheiden
DÜSSELDORF. Das Landesverfassungsgericht soll entscheiden, wer in Nordrhein-Westfalen die Kosten für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung übernehmen soll. Das hat das Präsidium des Städte- und Gemeindebunds gestern in Düsseldorf beschlossen. Auch das im vergangenen Monat nachgebesserte Angebot der Landesregierung reiche nicht aus, teilte der Verband mit. Die ohnehin schon laufenden Vorbereitungen für eine Kommunalverfassungsbeschwerde würden daher fortgesetzt. Nach Angaben des Verbands haben fast 200 Kommunen Interesse an einer Klage bekundet. Die monatelangen Verhandlungen zwischen der rot-grünen Regierung und den Kommunalverbänden sind damit gescheitert. Schon zum kommenden Schuljahr gilt aber für behinderte Kinder der Klassen eins und fünf ein Rechtsanspruch auf Unterricht in Regelschulen.
Die Landesregierung hatte angeboten, sich für fünf Jahre mit insgesamt 175 Millionen Euro an den Kosten der sogenannten Inklusion zu beteiligen. Anfang des Monats machte die Regierung in Verhandlungen mit dem Städtetag weitere Zugeständnisse. Ein Kompromisspapier eröffnete Wege, auch Integrationshelfer aus einer Pauschale für außerschulisches Personal mitzufinanzieren. Außerdem wurde zugesichert, diese Pauschale gegebenenfalls anzupassen. (dpa)
Samstag, 22. März 2014
Turboabi auf dem Prüfstand
BONN. Es ist erst wenige Wochen her, dass Sylvia Löhrmann erneut ein Plädoyer für die Schullandschaft in NRW hielt. Viele Wege führten zum Abitur, sagte die Schulministerin seinerzeit: Gesamt- und Sekundarschulen in neun Jahren, Gymnasien in acht Jahren, und auch über die Berufskollegs sei es möglich, die Hochschulreife zu erlangen. Im Blick auf andere Bundesländer und dortige Bestrebungen, die Gymnasialzeit wieder auf neun Schuljahre zu verlängern, sagte Löhrmann: "Wir können nicht alle paar Jahre das ganze System auf den Kopf stellen."
Gilt das alles seit gestern nicht mehr?
Freitag, 21. März 2014
Beifall für den Abschied
DÜSSELDORF. NRW schafft den umstrittenen Sprachtest für Vierjährige "Delfin 4" im nächsten Jahr ab. Künftig sollen Erzieher die Sprachentwicklung der Kleinkinder durchgängig ab dem ersten Kita-Tag in Bildungsdokumentationen festhalten. In einer Anhörung im Landtag begrüßten Experten das Ende der punktuellen Sprachtests.
Donnerstag, 20. März 2014
Aichele: Inklusion in Deutschland ist mangelhaft
BONN. Schlechte Noten für die Inklusion in Deutschland. Als mangelhaft beurteilt Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, Deutsches Institut für Menschenrechte, die bisherigen Anstrengungen zur Inklusion. "Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist in Deutschland noch weitgehend die Ausnahme. Schüler und Eltern können oft nur nach zähen Prozessen und einem behördlichen Hindernislauf ihr Recht auf inklusive Bildung erstreiten und durchsetzen", zog er gestern in Bonn Bilanz.
Teure Rechner auf dem Prüfstand
DÜSSELDORF. Die geplante Zwangsanschaffung teurer grafikfähiger Taschenrechner kommt nach massiver Kritik von Eltern und Experten noch einmal auf den Prüfstand. In einer Anhörung im Schulausschuss sprachen sich gestern zahlreiche Sachverständige und auch Fraktionen im Landtag gegen die zum 1. August geplante Einführung der "Edelrechner" in der Oberstufe aus.
Mittwoch, 19. März 2014
Privatschulen immer beliebter
KÖLN/BONN. Laut einer Forsa-Umfrage würden 34 Prozent der Bundesbürger ihr Kind lieber auf eine private als eine staatliche Schule schicken. Tatsächlich besuchte 2013 bereits jeder zwölfte Schüler in NRW eine der 514 Privatschulen - darunter 180 in katholischer und 16 in evangelischer Trägerschaft sowie 53 Waldorfschulen.
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