BERLIN. Trotz spürbarer Verbesserungen im Bildungssystem nach dem "Pisa-Schock" vor 15 Jahren gilt in Deutschland immer noch fast jeder fünfte fünfzehnjährige Schüler als zumindest teilweise äußerst leistungsschwach. Und nach wie vor ist der soziale Hintergrund eines Jugendlichen hierzulande ein entscheidender Risikofaktor für solches Schulversagen. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Daten der Pisa-Tests bis 2012 hervor.
Gut 140 000 Fünfzehnjährige in Deutschland erreichten demnach in diesem Zeitraum im Fach Mathematik bestenfalls das Kompetenzniveau 1, fast 70 000 Getestete waren sogar sehr schwach in allen drei Pisa-Vergleichsfeldern (Mathematik, Naturwissenschaften, Lesen und Textverständnis).
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Donnerstag, 11. Februar 2016
Dienstag, 2. Februar 2016
In NRW fällt mehr Unterricht aus als offiziell angegeben
DÜSSELDORF. An den NRW-Gymnasien fallen deutlich mehr Unterrichtsstunden aus, als von der rot-grünen Landesregierung angegeben. Eine Erhebung der Landeselternschaft an 53 der 625 NRW-Gymnasien ergab in den Klassen 5 bis 9 im Schnitt 6,4 Prozent Ausfall.
Donnerstag, 26. November 2015
In den Hörsälen wird es eng
BERLIN. Der Boom bleibt ungebrochen: Exakt 2 759 267 Studenten sind in diesem Wintersemester an deutschen Hochschulen eingeschrieben - so viele wie nie zuvor. Die meisten Bildungspolitiker sehen die Entwicklung positiv. Manche meinen indes, dass es übertrieben wird mit der akademischen Bildung.
Wie hat sich die Zahl der Studierenden in Deutschland entwickelt?
Steil nach oben.
Mittwoch, 25. November 2015
Gute Noten für die Bildung
BERLIN. Es fühlt sich immer ein wenig wie Zeugnisausgabe an, wenn die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihren Jahresbericht "Bildung auf einen Blick" abliefert. Die gestern vorgestellte Studie zu rund 150 Indikatoren schreibt Experten und Politikern eine Reihe wertvoller Erkenntnisse ins Klassenbuch. Deutschland kommt insgesamt gut weg.
Vorschulbildung: Schon bei den Jüngsten beginnt die oft beschworene Chancengerechtigkeit. Die Bundesrepublik hat nach den Vergleichszahlen für über 30 OECD-Länder Fortschritte gemacht.
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Bald fehlen 2000 Lehrer
Düsseldorf. Eltern- und Lehrerverbände fürchten einen weiter steigenden Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Schon vor dem Flüchtlingsstrom fehlten nach Angaben des Landesrechnungshofs 3560 Lehrerstellen, um die Stundentafel zu erfüllen. Nach Schätzungen des Vorsitzenden der Bildungsgewerkschaft VBE, Udo Beckmann, werden bis Ende 2016 in Nordrhein-Westfalen etwa 90 000 Flüchtlingskinder in die Schulen kommen. "Dafür brauchen wir allein 5000 Stellen, NRW stellt aber nur 3000 Lehrer für schulpflichtige Flüchtlinge ein. Einfache Rechnung: eine neue Deckungslücke von 2000 Lehrern", sagte Beckmann dieser Zeitung.
Mittwoch, 30. September 2015
NRW ändert Lehrerausbildung
DÜSSELDORF. NRW krempelt die Lehrerausbildung um. Die Kernpunkte: Mehr Ausbildung in digitalen Medien, weniger Latein, mehr sonderpädagogische Kompetenzen für das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülern sowie islamische Religionslehre als Regelfach.
Montag, 7. September 2015
Techniklehrer dringend gesucht
DÜSSELDORF. Die Berufskollegs suchen verzweifelt neue Technik- und Informatiklehrer. Es fehlt aber auch an Lehrern für Mathematik und Naturwissenschaften. Laut Schulministerium könnte sich die Lücke an MINT-Lehrern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) an Berufskollegs von heute rund 2000 auf etwa 5000 im Jahr 2029 erhöhen. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) will mit einer Offensive mehr Ingenieur-Studenten und Studienwechsler für den Lehrerberuf gewinnen.
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