Das Schuljahr ist vorbei. Dorothea Schäfer, die NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sieht noch viele schulpolitische "Baustellen" im Land. Der gemeinsame Unterricht (Inklusion) funktioniere noch nicht; an Grundschulen herrsche Lehrermangel, sagt sie im Gespräch.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Samstag, 9. Juli 2016
Samstag, 25. Juni 2016
Keine Bildung ist der Faktor für Kriminalität
Bonn. Der Fall Niklas P. hat viele den Weg ins Gericht finden lassen. Obwohl die Hitze des Tages, die man am Eingang des moderat gekühlten Bonner Landgerichts zurückgelassen hat, eher in den Biergarten gelockt hätte. Aber das Thema „Jugendkriminalität“ brennt derzeit in Bonn, wird heiß diskutiert und die Sorge, dass Gewalt und Angst weiter zunehmen, ist sehr groß. Besonders bei Eltern. So konnte Landgerichtspräsidentin Margarethe von Schwerin nicht ohne Stolz ein großes Publikum zum Auftakt der neuen Podiumsdiskussions-Reihe „Justiz konkret in Bonn“ in ihrem Haus begrüßen. Denn das Startthema der Serie war durchaus der Aktualität geschuldet: „Herausforderung Jugendkriminalität.“
Mittwoch, 18. Mai 2016
Schulen haben kaum Daten über Flüchtlinge
DÜSSELDORF. Der Unterricht für Zehntausende Flüchtlingskinder ist für die Schulen in Nordrhein-Westfalen noch ein Experimentierfeld mit vielen Unbekannten. Das geht aus Antworten von NRW-Schulministerin Silvia Löhrmann (Grüne) auf Anfragen der Opposition hervor, die der Düsseldorfer Landtag gestern veröffentlicht hat.
Donnerstag, 31. März 2016
Philologenverband sieht Studierfähigkeit in Gefahr
Oberberg. Auf „subtile Schritte in Richtung Nivellierung und Absenkung der Standards“ der schulischen Ausbildung in Nordrhein Westfalen verwies der Landesvorsitzende des Philologenverbandes NRW, Peter Silbernagel, auf einer Veranstaltung in Borken zum Thema „Hat das Gymnasium in NRW eine Zukunft?“ An zahlreichen Beispielen veranschaulichte Silbernagel die seiner Meinung nach „unverkennbaren Vereinheitlichungstendenzen der rot-grünen Schulpolitik“: Von der Veränderung der Schullandschaft hin zu einem Zwei-Säulen-System aus Gymnasien auf der einen Seite und Gesamtschulen beziehungsweise Sekundarschulen auf der anderen Seite seien insbesondere ländliche Bereiche extrem betroffen.
Mittwoch, 23. März 2016
Zu unreif für die Reifeprüfung?
Köln. Bis zu 200 aufeinander losgehende Schüler, zwei Schwerverletzte - die Gewaltexzesse rund um das Kölner Humboldt-Gymnasium vor einer Woche werfen einen Schatten auf den Abiturjahrgang 2016. Die Oberbürgermeisterin der Domstadt, Henriette Reker, bringt auf den Punkt, was viele denken: „Früher sprach man von einem „Reifezeugnis“, hier aber ist die Unreife offenkundig.“ Auch Bildungsexperten denken darüber nach, was bei diesen speziellen Abiturienten in spe schiefgegangen ist und ob es gar einen Fehler im System gibt. Stichwort: gymnasiale Schulzeitverkürzung - G8 statt G9, 12 statt 13 Jahre bis zum Abi.
Donnerstag, 17. März 2016
Darf man diesen Schülern das Zeugnis der Reife erteilen?
Leserbriefe Zu den Berichten über Abi-Krawalle an Kölner Schulen:
Die Herren und Damen Abiturienten überziehen erheblich die gültigen Verhaltensregeln in unserer Gesellschaft. Drogen, Waffen jeglicher Couleur und Glasflaschen als Wurfgeschosse sind an der Tagungsordnung, wenn sich bis zu 200 Abiturienten regelrechte Straßenschlachten liefern.
Polizei ist auch hier wieder gefordert und plant für die kommenden Jahre präventive Anstrengungen, die zu Lasten der Gesellschaft fallen. Es sieht so aus, als läge ein Defizit an Erziehungsmaßnahmen in einigen Familien der Schüler, vielleicht sind auch dort in unserer Zeit alte Strukturen eingebrochen.
Dann kommt sofort der Ruf nach Aufgaben der Schulen, die Erziehungsaufgaben aber auch nur marginal erfüllen können. Strafen fallen wieder einmal unter das Jugendstrafgesetzbuch, obwohl die erwachsenen Schüler schon Wahlrecht haben und ihre Entscheidung zum Studium selber in die Hand nehmen. Da wäre es sinnvoll, die straffällig gewordenen Schüler vom Abitur selbst auszuschließen.
Dr. Fritz HaunMittwoch, 16. März 2016
„Schluss mit lustig, das ist bitterer Ernst“
Duisburg. Zu den Krawallen der Mottowoche in Köln nimmt der Landesvorsitzende der GdP Erich Rettinghaus wie folgt Stellung:
„Diese ausufernde Gewalt mit Waffen und gefährlichen Gegenständen, ohne Rücksicht auf mögliche dauerhafte körperliche Schädigungen, ist nicht hinnehmbar. Anlass ist das Ende der Schulzeit, welches eigentlich gefeiert werden sollte.
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