Samstag, 22. Oktober 2016

Keiner will G8 fortführen

DÜSSELDORF. Zweieinhalb Jahre nach der Einrichtung eines "Runden Tisches G8/G9" ruft Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) kommenden Dienstag erneut Bildungspolitiker aller Fraktionen, Experten, Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen in ihr Ministerium. Keine Partei will G8 in der bisherigen Form ohne Wenn und Aber fortführen. Eine Übersicht:  

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Sekundarschulen in der Krise

DÜSSELDORF. Die vorläufigen Anmeldezahlen an Sekundarschulen sind in NRW in diesem Jahr vielerorts rückläufig. An 79 von 117 Schulen sind im Vergleich zum Gründungsjahr weniger Kinder angemeldet worden.

Samstag, 8. Oktober 2016

140 junge Leute gelten als Schulabbrecher

OBERBERG. 140 Jugendliche haben 2015 nach Ende ihrer Schulpflicht die Schule ohne einen Hauptschulabschluss oder ein Abschlusszeugnis einer besonderen Schule verlassen. Sie gelten damit als Schulabbrecher ohne Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Als Antwort auf eine Anfrage der CDU im Landtag hat Schulministerin Sylvia Löhrmann jetzt die Zahlen für die einzelnen Schulformen veröffentlicht. Von den 140 Schulabbrechern hatten 88 zuvor eine der Förderschulen im Kreis besucht, sieben von ihnen hatten einen Migrationshintergrund. 31 Jugendliche haben 2015 eine Hauptschule ohne Abschluss verlassen, gut ein Viertel von ihnen waren ausländischer Herkunft. An Realschulen betrug die Zahl der Schulabbrecher vier, an Gesamtschulen sechs und an Gymnasien elf Schüler. Unter ihnen waren keine Schüler mit Migrationshintergrund. An den neuen Sekundarschulen gab noch keine Abbrecher.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Lernen in eigenem Tempo

ALSDORF. Das Gymnasium Alsdorf bei Aachen steckte einst in der Existenzkrise. Zu wenige Anmeldungen, zu viel Konkurrenz aus den Nachbargemeinden. Aber 2005 erfand sich diese Schule radikal neu. Sie verschrieb sich einem anderen pädagogischen Konzept, importiert aus den USA und den Niederlanden. "Dalton-Schule" nennt sich das Gymnasium seitdem. Der Name klingt seltsam, die Idee dahinter ist aber ausgezeichnet: 2013 erhielten die Alsdorfer sogar den Deutschen Schulpreis. Über niedrige Anmeldezahlen klagt hier schon lange keiner mehr.

Freitag, 16. September 2016

Irritierende Pläne für Schulreform

DÜSSELDORF. "Warum macht Sylvia Löhrmann das?" Diese Frage bewegte am Tag nach dem überraschenden Vorstoß der grünen Ministerin Lehrerverbände und Elternorganisationen. Fast alle vermuten hinter dem Löhrmann-Vorschlag, jedem Kind eine individuelle Schulzeit anzubieten, einen politischen Schachzug. Löhrmann wolle die Hoheit in der G 8-Debatte zurückgewinnen, heißt es. Die SPD, die inzwischen mit einer flexiblen Gymnasialzeit (G 8 Flexi") liebäugelt, habe der Schulministerin zuletzt die Schau gestohlen. Während alle anderen noch über G 8 und G 9 stritten, zog Löhrmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch einen ganz anderen Plan aus der Tasche: Der Ansatz, dass Schüler unterschiedlich schnell lernen, müsse nach der Grundschule auch auf die Sekundarstufen I und II übertragen werden. "Und zwar nicht nur am Gymnasium, sondern in allen Schulformen und für alle Schulabschlüsse." Wollen die Grünen etwa den Weg für die Einheitsschule freimachen?

"Turbo-Abi": Rot-Grün ringt um Kurs

Düsseldorf. Im Dauerstreit um das "Turbo-Abitur" ist die rot-grüne Landesregierung acht Monate vor der Landtagswahl stark unter Druck geraten. Die NRW-SPD will sich beim Landesparteitag am 24. September in Bochum formal vom "Turbo-Abitur" in der bisherigen Form verabschieden. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) steht derweil massiv für ihren Vorschlag einer individuellen Schulzeit für alle in der Kritik. Die SPD-Parteispitze wird nach Informationen unserer Zeitung beim Parteitag einen Leitantrag abstimmen lassen, der einen klaren Auftrag zum Umbau des achtjährigen Gymnasiums (G8) für das Wahlprogramm 2017 vorsieht.

Freitag, 9. September 2016

SPD liebäugelt mit "G8 Flexi"

DÜSSELDORF. Als Eva-Maria Voigt-Küppers, Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, im August 2015 öffentlich über einen "Plan B" zum "Turbo-Abitur" nachdachte, brach in Düsseldorf ein parteiinternes Sommertheater los. Voigt-Küppers hatte gewagt, Wahlmöglichkeiten zwischen acht und neun gymnasialen Jahren ins Gespräch zu bringen und ein "G 8,5" nicht auszuschließen.