Sonntag, 2. September 2018

Zurück in die Schule

Der neue Hund hat ins Wohnzimmer gepinkelt. Gestern war meine erste Reitstunde. Mama und Papa streiten sich viel. Das Zutrauen der Kinder hat Martin Pesch am meisten überrascht. „Die haben mir direkt alles erzählt und waren vom ersten Tag an total offen zu mir.“ Dieser Tag war der 1. Juni. Ein Freitag. Und Martin Peschs erster Tag in seinem neuen Job, als Lehrer an der Grundschule. Eigentlich ist er Diplom-Sportwissenschaftler, spezialisiert auf die betriebliche Gesundheitsförderung von Mitarbeitern großer Unternehmen. Jetzt soll er Kindern Spaß an Bewegung vermitteln. Martin Pesch ist einer von vielen, die das Loch kitten sollen, das in der Grundschullandschaft klafft.

Montag, 20. August 2018

Zu viele Gymnasiallehrer

DÜSSELDORF. Im Kampf gegen den Lehrermangel in NRW prüft das NRW-Schulministerium offenbar Möglichkeiten, Lehrer grundsätzlich flexibler an unterschiedlichen Schulformen einsetzen zu können. „Es gibt auf Sicht deutlich zu viele Gymnasiallehrer in NRW und deutlich zu wenig Lehrer für Grund-, Haupt und Förderschulen. Wir können gar nicht anders, als unsere Lehrer flexibler als bisher auf die Schulformen zu verteilen“, sagte ein hochrangiger Ministerialbeamter unserer Redaktion.

Samstag, 21. Juli 2018

Eltern in die Pflicht nehmen

Die „Forscher“ und „Experten“ und auch die Rundschau schaffen es, in zwei Artikeln und einem Kommentar zum Thema Bildung keinmal, die Eltern der Kinder zu erwähnen. Unser Grundgesetz gibt jedoch in Artikel 6 die Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder an die Eltern. Während der Schulzeit teilen sich Eltern und Schule diese Arbeit und Verantwortung. Vor der Schule sind die Eltern allein dafür verantwortlich, ein schulfähiges Kind einzuschulen. Dies alles ist ebenso im Schulgesetz NRW als Schüler- und Elternpflichten festgelegt. Das ist geltendes Recht – und es bestimmt unser Bildungssystem, zu dem in Deutschland immer die Eltern gehören (Ausnahme: volljährige Schüler).

Montag, 9. Juli 2018

Endlich! - Inklusion unter Bedingungen

DÜSSELDORF. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dreht den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern in NRW zurück. „Es wird weiterhin ein flächendeckendes Angebot an Förderschulen geben“, sagte Gebauer. Die noch bestehenden Förderschulen sollen wiederaufgebaut werden, auch die Eröffnung neuer Förderschulen ist wieder möglich. An Förderschulen werden ausschließlich behinderte Kinder unterrichtet. Den Gymnasien soll künftig selbst überlassen sein, inwieweit sie noch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen.

Samstag, 16. Juni 2018

Streit in NRW um die Realschulen

DÜSSELDORF. In der Schulpolitik driften Regierung und Opposition in Nordrhein-Westfalen zunehmend auseinander. Insbesondere der jüngste Vorschlag von CDU und FDP, Realschulen bei der Einrichtung von Hauptschulzweigen freiere Hand zu lassen, stößt bei der SPD auf Kritik.

37 Studenten brechen Prüfung ab – Uni fordert Stellungnahme

Hohenheim - 37 Studenten der Stuttgarter Universität Hohenheim haben mitten in einer Prüfung den Saal verlassen - und danach alle ein Attest desselben Arztes vorgelegt. Es seien entweder Schwindel und Sehstörungen oder Übelkeit und Erbrechen diagnostiziert worden, sagte Universitätssprecher Florian Krebs am Samstag.

Mittwoch, 11. April 2018

Bildungsforscher Klein über den Wert des Abiturs in NRW

Herr Klein, das Abitur in NRW bestehen fast alle. Ist die Prüfung zu einfach geworden? 
Der Grund ist darin zu suchen, dass auf die Lehrer seit der Pisa-Studie ein Druck ausgeübt wird, dass jeder Lehrer, der eine Fünf oder Sechs vergibt, ein schlechter Lehrer ist. Die frühere NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hat es vor einigen Jahren so propagiert. Entsprechend müssen die Lehrer, die Fünfen und Sechsen vergeben, am Wochenende Förderberichte schreiben. Dass die Lehrer die Berichte am Wochenende nicht schreiben wollen, liegt auf der Hand. Dann wird eben aus der Fünf eine Vier. Und so kommt es zu der Noteninflation.