Donnerstag, 13. Juli 2023

Die Bundesjugendspiele sollen kein Wettkampf mehr sein

Kommentar aus der ZEIT Nr. 30/2023: 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Kuschelpädagogen, ihr habt gewonnen. Wobei ihr das Verb vermutlich ablehnt. Wenn jemand gewinnt, muss schließlich auch jemand verlieren, und das darf nicht sein. Hauptsache, niemand heult. Hauptsache, Urkunden für alle! 
Die Bundesjugendspiele in der Grundschule sind ab dem kommenden Schuljahr kein Wettkampf mehr. Die Punktetabelle für Deutschland wird abgeschafft, so lautet der Beschluss aus dem Familienministerium und der Kultusministerkonferenz von 2021. Wie viele Meter ein Kind beim Weitsprung schafft oder wie schnell es den 30-Meter-Lauf sprintet, soll nur noch Pi mal Daumen, nicht mehr mit dem Maßband oder der Stoppuhr erfasst werden. Statt sich mit Kindern in allen Bundesländern zu messen, geht es künftig um den relativen Vergleich mit den Mitschülern. 

Donnerstag, 29. Juni 2023

Studie zu Berufsabschlüssen: Bildungsniveau der Deutschen sinkt

Das Bildungsniveau der Deutschen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Ein Indiz ist der steigende Anteil von Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, wie das »Handelsblatt« am Donnerstag unter Berufung auf eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete. Während bis 2014 der Anteil der Menschen ohne Berufsausbildung unter den 25- bis 64-Jährigen auf nur noch 16 Prozent gefallen war, stieg er bis 2022 wieder auf mehr als 21 Prozent. 

Freitag, 19. Mai 2023

Neue Studie: Ein Viertel aller Grundschüler kann nicht richtig lesen

Eine steigende Anzahl von Kindern weist Lese-Schwierigkeiten auf. Wenn Kinder nicht richtig lesen können, fehlt ihnen die grundlegende Voraussetzung für ihre weitere schulische Entwicklung. Deutschlands Grundschulkinder erzielen im internationalen Vergleich nur durchschnittliche Lesekompetenzen und lesen sogar schlechter als im Jahr 2016. Diese beiden ernüchternden Erkenntnisse stammen aus der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu). Ein weiteres Mal gibt es für Deutschlands Grundschulkinder und somit auch für die Schulpolitik, schlechte Noten. Auch der IQB-Bildungstrend hatte im vergangenen Jahr ein ähnliches Ergebnis veröffentlicht.

Freitag, 14. April 2023

Versetzung von 40 Erstklässlern aus derselben Schule gefährdet!

Ludwigshafen. In nahezu jeder Schule gibt es Kinder und Jugendliche, die die nächsthöhere Klassenstufe aus den unterschiedlichsten Gründen nicht erreichen. Was nun aber aus einer Ludwigshafener Grundschule aus dem Stadtteil Hemshof zu hören ist, sprengt alle Vorstellungskraft - und zwar im negativen Sinne. Wie der "SWR" berichtet, droht ein kollektives Sitzenbleiben von sage und schreibe 40 Erstklässlern. Und alle fragen sich: Wie konnte das nur passieren? 

Samstag, 18. März 2023

„Dafür wird man in Indien belächelt“: Mathe-Professor nimmt deutsches Abitur auseinander

Köln – Es muss etwas passieren im deutschen Bildungssystem. Darin sind sich eigentlich alle einig – Politiker, Lehrer, Eltern und Schüler. Doch es passiert: nichts. Auf den verpatzten Bildungsgipfel von Ministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), an dem fast kein Bildungsminister teilnahm, folgte nun die Kultusministerkonferenz. Es geht darum, das Abitur anzugleichen. Doch ist die Frage, wie man das Abitur in Bremen und Sachsen-Anhalt vereinheitlicht, wirklich das Problem an deutschen Schulen?

Montag, 13. März 2023

Abi kann bald jeder? Bildungsexperten warnen!

Deutschland
- Welchen Wert besitzt das Abitur heutzutage eigentlich noch? Was auf den ersten Blick wie eine überhebliche und abschätzend formulierte Frage daherkommt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als berechtigte Sorge in hohen Bildungskreisen. Ebenso ist eine Debatte um inflationär verteilte Einser-Abis neu entfacht worden. Experten fordern ein Umdenken in Politik und Gesellschaft. Was sagt es über eine Gesellschaft aus, die im internationalen Bildungsvergleich immer schlechter dasteht, aber so viele Einser-Abiturienten zählt wie nie zuvor? 

Montag, 6. März 2023

Anteil der Jugendlichen ohne Abschluss stagniert seit Jahren

Zehntausende Jugendliche beenden Jahr für Jahr ihre Schulzeit, ohne zumindest einen Hauptschulabschluss in der Tasche zu haben. Obwohl einige Bundesländer Fortschritte gemacht haben, stagniert der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss seit Jahren bei etwa sechs Prozent. Das geht aus einer Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. „Unsere Gesellschaft kann es sich angesichts des wachsenden Fachkräftemangels nicht leisten, diese Personen durchs Raster fallen zu lassen“, wird Klemm von der Stiftung zitiert. Der Bildungsforscher machte einen Zehn-Jahres-Vergleich von 2011 bis 2021 - neuere Daten lagen demnach nicht vor, als die Studie erstellt wurde. 
2021 standen rund 47 500 Schülerinnen und Schüler am Ende ohne Hauptschulabschluss da, das entspricht einem Anteil von 6,2 Prozent. 2011 waren es 6,1 Prozent gewesen. Bis 2013 sank die Quote auf 5,7 Prozent, seitdem stieg sie wieder an - bis auf einen „Knick“ im Jahr 2020, der laut der Studie einem „zurückhaltenden Umgang mit Schulleistungen“ während der belastenden Pandemie geschuldet ist. Jungen und Heranwachsende mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind demnach besonders gefährdet. Laut der Studie machten Mädchen Stand 2020 nur 38 Prozent der Schulabgängerinnen ohne Abschluss aus.