Aus Sicht der Gymnasiallehrer in Niedersachsen geht es mit dem Niveau der Abiturprüfungen bergab. «Der Wert der Allgemeinen Hochschulreife befindet sich im Sinkflug, da müssen wir bundesweit gegensteuern», forderte der Vorsitzende des Philologenverbands (PHVN), Christoph Rabbow, am Mittwoch. Die Abiturjahrgänge würden scheinbar immer besser. Eine Inflation der Zeugnisse mit einer Eins vor dem Komma führe aber zu einer Verzerrung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit.
«Unsere niedersächsischen Schülerinnen und Schüler haben nach 13 Schuljahren eine faire Leistungsbewertung verdient, da nur diese bei der Wahl von Ausbildung und Studium eine verlässliche Bewertungsgrundlage bieten kann. Leistung muss sich lohnen», sagte Rabbow.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Donnerstag, 9. Mai 2024
Sonntag, 21. April 2024
Deutschland hat mehr Akademiker, aber auch einen Höchststand an jungen Menschen ohne Berufsabschluss
Das Handwerk sucht händeringend Nachwuchs. Auf dem Bau und in der Gastronomie bleiben viele Lehrstellen unbesetzt. Der Fachkräftemangel in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren noch zuspitzen und wird zu einer entscheidenden Wachstumsbremse. Doch gleichzeitig nimmt seit dem Jahr 2015 die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss stetig zu. Im vergangenen Jahr lag sie auf einem Rekordhoch. Damit ist ein wachsender Teil junger Menschen abgehängt – ohne berufliche oder akademische Ausbildung. Deutschland nimmt bei dieser Negativentwicklung unter der OECD-Ländern eine Schlussposition ein.
Dieser Trend ist sowohl für den Arbeitsmarkt als auch für die Gesellschaft hochproblematisch. Während die Arbeitslosenquote insgesamt im vergangenen Jahr bei rund 5,7 Prozent lag, waren es bei den Ungelernten fast 20 Prozent. Schon jetzt haben rund 70 Prozent der Langzeitarbeitslosen keine abgeschlossene Ausbildung. Etwa die Hälfte von ihnen sind Migranten.
Donnerstag, 4. April 2024
„Ich hatte jeden Tag Angst vor dieser Schul-Hölle“
„Das hier war für mich die Hölle“, sagt die 64-Jährige als sie zur Mittelschule Reichenbach blickt. Hier wollte die Frau, die einst Archäologie und Kunstgeschichte studiert hatte, eigentlich ihren großen Traum verwirklichen: Lehrerin werden, Kunst und Deutsch unterrichten und die letzten beiden Jahre vor der Rente etwas wirklich Sinnvolles tun. Monate später bleibt nur Verbitterung.
Mittwoch, 27. März 2024
NRW: Siebtklässler droht, Lehrerin zu enthaupten – „Kein Einzelfall“
Gewalt an Schulen in NRW ist keine Seltenheit, wie eine Umfrage des Philologenverbandes Nordrhein-Westfalen (PhV NRW) ergab. Sabine Mistler, Vorsitzende des PhV NRW und selbst Lehrerin, berichtet von einigen schlimmen Beispielen, die aufhorchen lassen…
Sie selbst musste bislang nie Erfahrung mit Gewalt in der Schule machen – doch immer wieder bekommt Mistler von ihren Kollegen aus NRW einige schlimme Beispiele erzählt. Und die Zahlen unterstreichen das:
Fast die Hälfte (47 Prozent) aller befragten Lehrer an Gymnasien und mehr als ein Dreiviertel (76 Prozent) der befragten Lehrkräfte an Gesamtschulen waren in den vergangenen Jahren schon einmal persönlich von Gewalt betroffen. Insgesamt 1.500 Lehrkräfte beteiligten sich an der Umfrage.
Donnerstag, 14. März 2024
Immer mehr packen es nicht - „Klare Hinweise auf Verblödung“: Psychologe rechnet mit Führerschein-Durchfallern ab
Jeder Zweite schafft beim Führerschein die theoretische Prüfung nicht. Psychologie-Professor Florian Becker hat eine harte These: Schuld daran seien nicht äußere Umstände, sondern eine bedenklich abnehmende Leistungsfähigkeit bei Jugend-lichen.
Besorgniserregende Daten zu unserem Nachwuchs von den Führerscheinprüfungen: Etwa 50 Prozent raffen die Theorie nicht mehr, fallen durch. Jetzt kann das im Einzelfall jedem mal passieren. Aber 50 Prozent? Ein neuer Negativ-Rekord. Für mich ist das ein Hinweis auf das, was wir in der Psychologie gravierende „kognitive Defizite“ nennen. Konkret: Low-IQ, Verdummung. Und fehlende Selbstdisziplin.
Freitag, 8. März 2024
"Wenn Sie keinen Stress haben wollen, geben Sie gute Noten."
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Berlin-Neukölln hat im aktuellen Schuljahr einen Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache von 92,4 %. In vielen Grund- und weiterführenden Schulen in Neukölln sieht es genauso aus. Da ist natürlich die Frage berechtigt, welche Folgen das für Unterricht und Lernerfolg hat. Dr. Klaus Rüdiger von KONTRAFUNK hat sich dazu mit dem Neuköllner Lehrer Patrick Mastrandrea unterhalten.
Herr Mastrandrea, ich begrüße Sie.
Ich grüße zurück, Herr Rüdiger.
Montag, 4. März 2024
Schulleiter packt aus - „Der Lehrer denkt sich: Bevor ich Ärger mit der Familie kriege, gebe ich eine Vier"
Der Pisa-Schock sitzt noch immer tief an Deutschland Schulen. Ein Schulleiter packt anonym über die Stimmung aus und benennt die Hauptprobleme: Die Behörden kommen mit überflüssigen Forderungen, die Eltern mit Anwälten und die Schüler zunehmend unerzogen. Und dann sind da auch noch lustlose, faule Lehrer ...
FOCUS online: Für den Pisa-Chef kommt das schlechte Abschneiden deutscher Schulen nicht von ungefähr. Die Kritik an der Arbeitsweise und Haltung vieler Lehrkräfte klingt ein bisschen wie „setzen, Sechs“. Hand aufs Herz: Wie schafft man es als Schulleiter, seine Mitarbeitenden unter diesen Umständen bei Laune zu halten?
Ganz ehrlich, sowas wie die Äußerungen von Schleicher sind wenig hilfreich. Auch Wochen später rumort und grummelt es im Kollegium spürbar. Dabei weiß jeder, der an einer Schule tätig ist, um die Kluft zwischen Bildungsforschung und Realität. Salopp gesagt: Die kriegen doch gar nicht mit, was bei uns läuft.
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