Kassel – Heutige Grundschüler lesen im Durchschnitt schlechter als früher. Diesen Negativtrend beobachten Lehrkräfte der Region, unter anderem die Kasseler Grundschullehrerin Christiane Stock.
Ihre Schilderungen gegenüber unserer Zeitung bestätigen die Ergebnisse bundesweiter Untersuchungen aus den vergangenen Jahren. Die Iglu-Studie, die alle fünf Jahre veröffentlicht wird, zeigt zum Beispiel, dass im Jahr 2021 etwa 25 Prozent der Viertklässler nicht den Mindeststandard beim Lesen erreichten, der laut Studie für ein weiterhin erfolgreiches Lernen erforderlich ist. Fünf Jahre zuvor betraf dies nur 19 Prozent der Viertklässler.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Dienstag, 8. April 2025
Montag, 7. April 2025
Corona-Pandemie: So viele Schüler wie nie schaffen den Abschluss nicht
Während die Politik sich selbstzerfleischend versucht, die Corona-Zeit aufzuarbeiten, versuchen wir Lehrer derweil, das zu tun, was uns kaum gelingen mag: entstandene Bildungslücken zu schließen und unsere Schülerschaft zu erfolgreichen Abschlüssen zu führen.
Es ist ein Donnerstag im März, ein besonderer Tag. Es ist Prüfungstag. Im Schulgebäude ist es den ganzen Tag über ruhig. Nur hier und da hört man ein Flüstern.
Die siebten und achten Klassen sind außer Haus, der neunte Jahrgang schreibt eine Probe-BBR. Die Zehntklässler werden heute ihre erste Prüfung absolvieren. Es ist eine von vier Prüfungen im Rahmen der Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss. Sie nennt sich PibF, Prüfung in besonderer Form, allgemein hin bekannt als Präsentationsprüfung.
Mittwoch, 2. April 2025
Nur 20 Prozent der Berliner Lehrer empfehlen ihren Beruf
Viele Lehrkräfte an Berliner Schulen fühlen sich überlastet und sind frustriert über ihre Arbeitsbedingungen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Göttingen. Einen Teil der Ergebnisse hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin vorgestellt. Die Studie basiert unter anderem auf einer Online-Umfrage, an der 2.385 Lehrerinnen und Lehrer in Berlin teilgenommen haben.
Demnach sieht ein großer Teil der befragten Lehrkräfte ihre Berufsentscheidung kritisch. Auf die Frage, ob sie den Lehrerberuf heutzutage noch einmal ergreifen würden, antwortete fast die Hälfte (46 Prozent): „Nein, ich würde mich nicht wieder dafür entscheiden.“ Weitere 41 Prozent sagten, sie seien sich nicht sicher, ob sie das tun würden. Nur eine deutliche Minderheit (13 Prozent) antwortete „Ja, sicher“.
Donnerstag, 20. März 2025
Ex-Lehrerpräsident Kraus: „Wir haben unser Bildungssystem selbst kaputt gemacht“
Josef Kraus war 30 Jahre lang Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Er weiß um die Fehler im deutschen Bildungssystem und sagt im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau: „Die Ansprüche sind stark gesunken.“ Das hänge auch mit falschen Schlüssen aus den Pisa-Studien zusammen. „Manche sind geradezu besoffen von Pisa-Ergebnissen“, sagt Kraus, der gerne auch vom „Pisa-Schwindel“ spricht und bei Jugendlichen einen „geografischen und historischen Analphabetismus“ beobachtet. Was meint er damit?
Dienstag, 11. März 2025
Berlin: Verwaltungsgericht lehnt IQ-Test als Kriterium für Zulassung zum Gymnasium ab
Weil die Noten nicht reichten, wollte eine Berliner Schülerin mit einem IQ-Test beweisen, dass sie klug genug fürs Gymnasium ist. Das Gericht war anderer Meinung: Entscheidend ist, was auf dem Zeugnis steht.
Das Gymnasium gilt als Schulform für die Elite, für die klügsten Köpfe, die talentiertesten Kinder. Doch Intelligenz allein reicht nicht aus, um eine Zulassung zu bekommen. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Berlin in einem Eilverfahren entschieden und den Antrag einer Schülerin abgewiesen (Az.: VG 3 L 66/25).
Freitag, 7. März 2025
Petition gegen Probetag an Gymnasien: Berliner Vater wendet sich an Bildungssenatorin
Bereits seit einigen Wochen wird der Probetag für Berliner Kinder ohne Gymnasialempfehlung kontrovers diskutiert. Das Probejahr am Gymnasium zum Übergang von der Grund- zur Oberschule wird abgeschafft und durch einen Probeunterricht ersetzt.
Nun richtet sich eine Petition eines Berliner Vaters, Christoph Podewils, gegen diesen Probetag. Der sogenannte „Probeunterricht“ sei „ein verantwortungsloses Experiment der Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch auf dem Rücken von 1900 Kindern“, so die Beschreibung auf der Plattform „Openpetition“.
Mittwoch, 5. März 2025
"Viele Kinder erhalten nun keinen Zugang zum Gymnasium" - und das ist auch gut so!
Berlin. Die Kritik an den neuen Regeln zum Übergang aufs Gymnasium reißt nicht ab. Die bisherigen Ergebnisse von den Probetagen für Schüler ohne Gymnasialempfehlung heizen die Diskussion erneut an. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin kritisierte, die neue Regelung verstärke die Auslese beim Übergang aufs Gymnasium.
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