Montag, 5. August 2013

Leserbriefe zu "Mut zur Lücke"

Der Leserbrief von Herrn Bley spricht aus meinem Herzen: mit den Bildungs-Jammern und dem Bildungs-Ankündigungen aufhören, oder Geld in die Hand nehmen, um ausreichend Infrastruktur zu schaffen. Ich ergänze, dass übersehen wird, dass zunehmend mehr Infrastruktur nötig ist: Dank der positiven Entwicklung sind die Frauen in der Arbeitswelt stärker vertreten. Sie hinterlassen zwangsläufig eine Erziehungs- und Bildungs-Lücke, die sie bisher kostenlos ausgefüllt hatten. Diese muss nun über eine exzellente Infrastruktur abgedeckt werden. Anstatt den Eltern und den Lehrern bei stark gestiegenen Anforderungen (Konsumdruck, elektronische Welt, Medien, G8, Mobilität) vergeblich immer wieder mehr abzuverlangen, ist die Infrastruktur eine gesellschaftliche Aufgabe geworden. Diese ist historisch bedingt von der Gesellschaft nun zu finanzieren. Oder ein Elternteil verabschiedet sich wieder vom Arbeitsleben zu Gunsten unseres Gemeinwesens und - ach ja - auch zu Gunsten der Kinder .... Oder wir hören auf zu jammern. 
Martin Lang

Montag, 29. Juli 2013

Lehrer fordern "Mut zur Lücke" im Schulunterricht

DÜSSELDORF. Schulen müssen aus Sicht von NRW-Lehrerverbänden besser aufs "wirkliche Leben" vorbereiten. "Lehrpläne sind zu stark auf die reine Wissensvermittlung ausgerichtet", sagte der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, unserer Zeitung. Auch der Philologenverband forderte "mehr Mut zur Lücke bei Lehrplänen", damit Schulen die "Lebensbefähigung" der Schüler stärker in den Blick nehmen könnten.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Problemfall Inklusion

DÜSSELDORF. Nach dem schlechten Zeugnis für ihre Inklusionspläne an Nordrhein-Westfalens Schulen muss Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) nachsitzen. Experten von Gewerkschaften, Kirchen, Eltern- und Wohlfahrtsverbänden kritisierten in einer Anhörung im Düsseldorfer Landtag handwerkliche Mängel am Gesetzentwurf und vermissten verbindliche Qualitätsstandards für Diagnostik, gemeinsamen Unterricht sowie Lehrer- und Finanzausstattung.

Mittwoch, 24. April 2013

Abiturienten fordern zweite Chance

DÜSSELDORF. Wut, Verzweiflung, Enttäuschung - knapp 500 Abiturienten haben gestern vor dem Düsseldorfer Schulministerium gegen die aus ihrer Sicht zu schwere Abi-Klausur in Mathe protestiert und lautstark eine "zweite Chance" gefordert. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne), die einen Termin in Köln wahrnehmen musste, sicherte den Abiturienten des Doppeljahrgangs später noch für diese Woche eine "fachliche und juristische Bewertung" der Aufgaben zu.

Freitag, 19. April 2013

Abiturienten beschweren sich über Mathe-Klausuren

KÖLN. Einen Tag nach dem Mathematik-Klausurtermin im Zentralabitur haben sich gestern die Beschwerden von Schülern in NRW gehäuft, dass die Aufgaben zu schwer, aber auch zum Teil zu kompliziert formuliert gewesen wären. Über die sozialen Netzwerke organisierten sich betroffene Abiturienten. So wurde auf Facebook die Gruppe "Protest gegen MatheAbiturklausuren" gegründet

Samstag, 13. April 2013

Keine Überraschung: Zahl der Numerus-Clausus-Fächer steigt

DÜSSELDORF. Nur noch 38,7 Prozent der Uni-Fächer sind ohne Numerus Clausus (NC) frei zugänglich - vor einem Jahr waren es 47,4 Prozent. Svenja Schulze, NRW-Wissenschaftsministerin, verteidigte den höheren NC als Steuerungsinstrument der Hochschulen, um die Qualität zu halten.

Kommentar: Und wieder eine Lachnummer aus Düsseldorf! Erst erhöht die NRW-Schulpolitik mit aller Gewalt die Abiturienten-Zahlen um den Preis des sinkenden Niveaus, dann müssen die Universitäten "die Qualität sichern"? Wäre es nicht viel sinnvoller, wenn das Schulministerium mal auf die Qualität des "Akademikernachwuchses" achten würde und die "Allgemeine Hochschulreife" - das nämlich sollte das Abitur nicht nur auf dem Papier sein - in 12 oder 13 Schuljahren tatsächlich erreicht wird? "Klasse statt Masse" würde nicht nur die Unis sowie die dort Lehrenden und Lernenden, sondern auch den angespannten Wohnungsmarkt in den Universitätsstädten entlasten.