BERLIN. Nach einem Aufwärtstrend seit dem "Pisa-Schock" vor 15 Jahren ist das ein Dämpfer: Die Grundschüler der vierten Klasse rutschen im Ranking der breit angelegten TIMSS-Studie in Mathematik ab, in den Naturwissenschaften kommen sie auch nicht recht voran. Und alle Baustellen der deutschen Bildungspolitik bleiben: zu viele "Risikoschüler", zu wenige Überflieger, erhebliche Probleme für Migrantenkinder, ein besorgniserregender Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg.
TIMSS ("Trends in International Mathematics and Science Study") ist international angelegt und gilt als sehr aussagekräftig. Gut 300 000 Grundschüler aus über 50 Staaten und Regionen ließen sich für "TIMSS 2015" testen, zudem gaben 250 000 Eltern, 20 000 Lehrer und 10 000 Schulleiter Auskünfte. In Deutschland nahmen rund 4000 Viertklässler an 200 Schulen teil.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Mittwoch, 30. November 2016
Samstag, 29. Oktober 2016
NRW-Schüler mit Schreibschwächen
BERLIN. Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen an Schulen in Nordrhein-Westfalen haben im Vergleich zu ihren Altersgenossen im Bundesgebiet teils erhebliche Schwächen im Fach Deutsch. Wie aus dem am Freitag in Berlin vorgestellten Ländervergleich "IQB-Bildungstrend 2015" hervorgeht, liegt der Anteil jener NRW-Neuntklässler, die im Fach Deutsch nicht den Mindeststandard erreicht haben, in allen drei getesteten Kompetenzbereichen (Lesen, Zuhören, Rechtschreibung) teilweise deutlich höher als im Bundesdurchschnitt.
Zu Gast im inklusiven Unterricht - „Unruhe bei Eltern und Lehrern“
Marienheide/Oberberg - „Das Thema Inklusion ist mindestens so wichtig wie das Thema G8/G9“, sagt der oberbergische Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach (CDU). Er hat festgestellt: „Die Unruhe bei Eltern und Lehrern ist groß.“
Das System der Inklusion war in Oberberg mehr in den Fokus gerückt, nachdem der Leiter der Gesamtschule Marienheide, Wolfgang Krug, in einem offenen Brief gewarnt hatte: Unter den geltenden Rahmenbedingungen drohe der Inklusion in Nordrhein-Westfalen der Kollaps. Krug hatte die Politik eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.
Donnerstag, 27. Oktober 2016
Zum Studium nicht fähig - Unis beklagen Bildungsmängel bei Schulabgängern
DÜSSELDORF. Universitäten und Fachhochschulen beklagen eine zunehmende Studierunfähigkeit von Schulabgängern. "Die Kenntnisse mancher Erstsemester in Mathe oder Rechtschreibung sind katastrophal", sagte Prof. Marcus Baumann, Chef der Landesrektoren der Fachhochschulen, am Mittwoch im Landtag. Viele Studenten seien schon mit den "einfachsten und trivialsten Dingen" überfordert.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Der langsame Abschied vom Turbo-Abi
DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalen verabschiedet sich langsam vom achtjährigen Gymnasium (G8). Bei einem Runden Tisch zum Turbo-Abitur waren sich gestern die meisten Teilnehmer einig, dass die umstrittene Schulzeitverkürzung korrigiert werden müsse.
Elternvertreter dringen auf eine Entscheidung für das neunjährige Gymnasium noch vor der Landtagswahl. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hält dies aber für unrealistisch. Über G8 und G9 müsse eine neue Landesregierung entscheiden. "Das muss gründlich vorbereitet sein. Es darf keinen Schnellschuss geben", sagte Löhrmann nach dem Treffen. Frühestens zum Schuljahr 2018/19 könnten die Veränderungen beginnen.
Samstag, 22. Oktober 2016
Keiner will G8 fortführen
DÜSSELDORF. Zweieinhalb Jahre nach der Einrichtung eines "Runden Tisches G8/G9" ruft Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) kommenden Dienstag erneut Bildungspolitiker aller Fraktionen, Experten, Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen in ihr Ministerium. Keine Partei will G8 in der bisherigen Form ohne Wenn und Aber fortführen. Eine Übersicht:
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Sekundarschulen in der Krise
DÜSSELDORF. Die vorläufigen Anmeldezahlen an Sekundarschulen sind in NRW in diesem Jahr vielerorts rückläufig. An 79 von 117 Schulen sind im Vergleich zum Gründungsjahr weniger Kinder angemeldet worden.
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