BERLIN. In Deutschland gibt es kaum noch Fortschritte für bessere Bildung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Demnach haben die Bundesländer, in deren Zuständigkeit Bildung fällt, bei wichtigen Indikatoren eher Rückschritte gemacht, sagte INSM-Chef Hubertus Pellengahr bei der Vorstellung des diesjährigen "Bildungsmonitors".
So nahm durchschnittlich die Schulabbrecherquote von Ausländern in den vergangenen Jahren zu, ebenso der Anteil leseschwacher Schüler. "Die Bildungsarmut unter jungen Erwachsenen dürfte in den kommenden Jahren steigen."
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Freitag, 18. August 2017
Mittwoch, 16. August 2017
33,6 Prozent der Schüler mit Wurzeln im Ausland
DÜSSELDORF. Immer mehr Kinder und Jugendliche an den NRW-Schulen haben einen Migrationshintergrund. Laut Statistischem Landesamt lag der Anteil von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte im vorigen Schuljahr bei 33,6 Prozent. 2010/11 hatte nur etwa ein Viertel der Schüler einen Migrationshintergrund (26,2 Prozent).
Dienstag, 15. August 2017
Abi: Mehr Schüler fielen durch
DÜSSELDORF. In NRW ist der Anteil der durchgefallenen Abiturienten in diesem Jahr gestiegen. Im Abijahrgang 2017 bestanden landesweit nach vorläufigen Zahlen des Schulministeriums 4,2 Prozent der Prüflinge nicht, im Vorjahr waren es noch 3,5 Prozent. Besonders negativ entwickelten sich die Durchfallquoten an den Gesamtschulen mit einem Anstieg von 6,4 auf 7,9 Prozent. An herkömmlichen Gymnasien fielen hingegen nur 3,25 Prozent der Abiturienten durch.
Freitag, 4. August 2017
Leserbriefe: Lernmethoden müssen auf Prüfstand
Zum Bericht über NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), die das Verfahren "Schreiben nach Hören" für Grundschüler ablehnt, und Kommentar "Irrwege" von Florian Ludwig zum Streit über Lernmethoden schrieben vier Leser.
Mittwoch, 26. Juli 2017
„Schreiben nach Hören“ steht in NRW vor dem Aus
Düsseldorf - NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) lehnt das Verfahren "Schreiben nach Hören" für Grundschüler grundsätzlich ab. "Das werden wir uns genau ansehen. Ich bin keine Freundin dieser Methode", sagte Gebauer unserer Zeitung. "Schreiben nach Hören" sei nur für Erstklässler sinnvoll, "nach dem Motto: Komm, schreib doch einfach mal was auf". "Danach ist diese Methode nicht mehr zielführend", sagte sie, "gerade für Kinder mit Migrationshintergrund."
Gebauer kündigte an: "Ich werde mir ansehen, wie andere Bundesländer damit umgehen. Dann treffen wir zügig eine Entscheidung." Nach Informationen unserer Zeitung soll es in den nächsten Monaten einen Vorstoß geben.
Sonntag, 9. April 2017
Lob der Autorität
Angelina ist überzeugt, dass sie krank ist. Dyskalkulie lautet die Diagnose, mit der die Achtklässlerin zu Kinderpsychiaterin Elke Möller-Nehring in Erlangen geschickt wurde. Das Mädchen leidet an Ängsten, will nicht mehr in die Schule gehen, weil es glaubt, seine Defizite sowieso nicht mehr aufholen zu können. Vom Gymnasium wechselte sie auf die Realschule – doch das Grundproblem blieb. „Was Angelina fehlt, ist die kleinschrittige Anleitung, wie sie zu Lösungen kommt“ sagt Medizinerin Möller-Nehring. „Eigentlich lernt man das in der Grundschule.“
Donnerstag, 6. April 2017
Bayern kehrt zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurück
München - Bayern kehrt zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurück. Mit dieser Entscheidung haben die CSU-Landtagsfraktion und die Staatsregierung am Mittwoch einen Schlussstrich unter jahrelange Diskussionen und teils heftigen internen Streit gezogen.
Start der Reform soll zum Schuljahr 2018/19 sein, für die Klassenstufen fünf und sechs. Die jetzigen Viertklässler, die in diesem Herbst aufs Gymnasium wechseln, werden also der erste Jahrgang des neuen G9 sein.
Schüler sollen aber die Möglichkeit haben, die elfte Klasse auszulassen und weiterhin in acht Jahren zum Abitur zu kommen.
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