Der „Chefvirologe“ Christian Drosten behauptet jetzt, die liberale Ausrichtung in anderen Ländern sei während der Pandemie an das hohe Bildungsniveau gekoppelt gewesen – das hier nicht vorherrscht.
Nach der Veröffentlichung der durchgestochenen Krisenstabsprotokolle des Robert-Koch-Instituts jagt Christian Drosten einem Skandal nach dem anderen hinterher. Jetzt behauptet der Virologe im Interview mit der NZZ, die Schweiz habe im Vergleich zu Deutschland liberalere Maßnahmen gegen Covid-19 rechtfertigen können, weil die Menschen dort gebildeter seien.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Montag, 12. August 2024
Donnerstag, 25. Juli 2024
Schulabbrecher-Zahl steigt spürbar – die Bildungsmisere unter Kretschmanns Ägide
Baden-Württemberg beklagt seit Längerem das absackende Leistungsniveau seiner Schüler, doch ein Gegenlenken will der grün-schwarzen Landesregierung nicht recht gelingen. Die Ergebnisse regelmäßiger Vergleichstests bleiben alarmierend, was Leseverständnis, Sprachkompetenz oder mathematische Grundkenntnisse angeht.
Und eine andere Entwicklung, auf die jetzt eine Datenanalyse des Südwestrundfunks (SWR) aufmerksam macht, gibt fast noch mehr Anlass zur Sorge: Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule ganz ohne Abschluss. Zwar ist das ein Trend, der seit 2013 bundesweit zu beobachten ist. Doch ausgerechnet das einstige „Schafferländle“ Baden-Württemberg liegt mittlerweile über Bundesdurchschnitt – ebenso wie das benachbarte Rheinland-Pfalz.
Donnerstag, 9. Mai 2024
Gymnasiallehrer beklagen Inflation von Einser-Abitur
Aus Sicht der Gymnasiallehrer in Niedersachsen geht es mit dem Niveau der Abiturprüfungen bergab. «Der Wert der Allgemeinen Hochschulreife befindet sich im Sinkflug, da müssen wir bundesweit gegensteuern», forderte der Vorsitzende des Philologenverbands (PHVN), Christoph Rabbow, am Mittwoch. Die Abiturjahrgänge würden scheinbar immer besser. Eine Inflation der Zeugnisse mit einer Eins vor dem Komma führe aber zu einer Verzerrung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit.
«Unsere niedersächsischen Schülerinnen und Schüler haben nach 13 Schuljahren eine faire Leistungsbewertung verdient, da nur diese bei der Wahl von Ausbildung und Studium eine verlässliche Bewertungsgrundlage bieten kann. Leistung muss sich lohnen», sagte Rabbow.
Sonntag, 21. April 2024
Deutschland hat mehr Akademiker, aber auch einen Höchststand an jungen Menschen ohne Berufsabschluss
Das Handwerk sucht händeringend Nachwuchs. Auf dem Bau und in der Gastronomie bleiben viele Lehrstellen unbesetzt. Der Fachkräftemangel in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren noch zuspitzen und wird zu einer entscheidenden Wachstumsbremse. Doch gleichzeitig nimmt seit dem Jahr 2015 die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss stetig zu. Im vergangenen Jahr lag sie auf einem Rekordhoch. Damit ist ein wachsender Teil junger Menschen abgehängt – ohne berufliche oder akademische Ausbildung. Deutschland nimmt bei dieser Negativentwicklung unter der OECD-Ländern eine Schlussposition ein.
Dieser Trend ist sowohl für den Arbeitsmarkt als auch für die Gesellschaft hochproblematisch. Während die Arbeitslosenquote insgesamt im vergangenen Jahr bei rund 5,7 Prozent lag, waren es bei den Ungelernten fast 20 Prozent. Schon jetzt haben rund 70 Prozent der Langzeitarbeitslosen keine abgeschlossene Ausbildung. Etwa die Hälfte von ihnen sind Migranten.
Donnerstag, 4. April 2024
„Ich hatte jeden Tag Angst vor dieser Schul-Hölle“
„Das hier war für mich die Hölle“, sagt die 64-Jährige als sie zur Mittelschule Reichenbach blickt. Hier wollte die Frau, die einst Archäologie und Kunstgeschichte studiert hatte, eigentlich ihren großen Traum verwirklichen: Lehrerin werden, Kunst und Deutsch unterrichten und die letzten beiden Jahre vor der Rente etwas wirklich Sinnvolles tun. Monate später bleibt nur Verbitterung.
Mittwoch, 27. März 2024
NRW: Siebtklässler droht, Lehrerin zu enthaupten – „Kein Einzelfall“
Gewalt an Schulen in NRW ist keine Seltenheit, wie eine Umfrage des Philologenverbandes Nordrhein-Westfalen (PhV NRW) ergab. Sabine Mistler, Vorsitzende des PhV NRW und selbst Lehrerin, berichtet von einigen schlimmen Beispielen, die aufhorchen lassen…
Sie selbst musste bislang nie Erfahrung mit Gewalt in der Schule machen – doch immer wieder bekommt Mistler von ihren Kollegen aus NRW einige schlimme Beispiele erzählt. Und die Zahlen unterstreichen das:
Fast die Hälfte (47 Prozent) aller befragten Lehrer an Gymnasien und mehr als ein Dreiviertel (76 Prozent) der befragten Lehrkräfte an Gesamtschulen waren in den vergangenen Jahren schon einmal persönlich von Gewalt betroffen. Insgesamt 1.500 Lehrkräfte beteiligten sich an der Umfrage.
Donnerstag, 14. März 2024
Immer mehr packen es nicht - „Klare Hinweise auf Verblödung“: Psychologe rechnet mit Führerschein-Durchfallern ab
Jeder Zweite schafft beim Führerschein die theoretische Prüfung nicht. Psychologie-Professor Florian Becker hat eine harte These: Schuld daran seien nicht äußere Umstände, sondern eine bedenklich abnehmende Leistungsfähigkeit bei Jugend-lichen.
Besorgniserregende Daten zu unserem Nachwuchs von den Führerscheinprüfungen: Etwa 50 Prozent raffen die Theorie nicht mehr, fallen durch. Jetzt kann das im Einzelfall jedem mal passieren. Aber 50 Prozent? Ein neuer Negativ-Rekord. Für mich ist das ein Hinweis auf das, was wir in der Psychologie gravierende „kognitive Defizite“ nennen. Konkret: Low-IQ, Verdummung. Und fehlende Selbstdisziplin.
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