HELSINKI. An solche Szenen aus der
Schulzeit erinnern sich viele: Die Lehrerin malt in schönster
Schnörkelschrift ein geschwungenes G oder L an die Tafel. Beim Nachmalen
im eigenen Heft sehen die Buchstaben dagegen wie ein Gekrakel aus. Die
Hausaufgabe: drei Reihen voller G's, vier Reihen L's. In Finnland
bleiben Grundschülern diese Fingerübungen bald erspart. Ab dem Herbst
2016 müssen sie die Schreibschrift nicht mehr lernen - und sollen
stattdessen dem flinken Tippen auf der Tastatur mehr Zeit widmen.
Der Wirtschaft fehlen die geeigneten Lehrlinge, an den Universitäten stapeln sich die Studenten - was läuft schief im Land der Dichter und Denker?
Mittwoch, 14. Januar 2015
Montag, 5. Januar 2015
Leserbriefe: "Unser Staat wertet Bildung ab"
Zum Bericht über den scheidenden Vorsitzenden der Telekom Stiftung, Ex-Außenminister Klaus Kinkel, der darin den Bundesländern vorwirft, im Schulbereich zu wenig zu
kooperieren, schreiben zwei Leser:
Montag, 8. Dezember 2014
"Weniger Hausaufgaben"
OBERHAUSEN/MÜLHEIM.Die Koalitionsparteien SPD und Grüne haben am Wochenende jeweils auf kleinen Parteitagen den Weg freigemacht für Reformen beim umstrittenen "Turbo-Abitur" nach nur zwölf Jahren Schulzeit. Beide Parteien sprachen sich für wirksame und fühlbare Entlastungen der Schüler auf dem Weg zum G8 aus und bezogen sich auf die Empfehlungen des Runden Tischs vor einem Monat.
Dienstag, 11. November 2014
Intellektuelle "Entschlackung" des G8-Gymnasiums
DÜSSELDORF. Eine
Woche nach der Abschlusssitzung des Runden Tisches zur
Schulzeitverkürzung in Nordrhein-Westfalen hat das Schulministerium
gestern Empfehlungen der Experten veröffentlicht. Der 24 Seiten starke
Bericht enthält ein Zehn-Punkte-Programm zur Optimierung des
achtjährigen gymnasialen Bildungsgangs. Schulministerin Sylvia Löhrmann
(Grüne) möchte noch in diesem Jahr den Landtag mit Leitentscheidungen
befassen. Die neuen Regelungen sollen möglichst zum nächsten Schuljahr
greifen. Die wichtigsten Punkte:
Montag, 25. August 2014
LESERBRIEFE: Inklusion erzeugt noch mehr Unruhe
Zu dem Kommentar von Herrn Eyermann über die Eingliederung der behinderten Schüler in die Regelschulen möchte ich folgendes sagen: Ich bin grundsätzlich dafür, dass behinderte Kinder die gleichen Bildungsmöglichkeiten erhalten, wie die nicht behinderten Schüler. Das Problem beginnt aber schon bei der Feststellung der Behinderung in nur körperlich oder geistig behinderte Kinder.
Für nur körperlich behinderte Kinder sehe ich keine Schwierigkeiten in der Lernfähigkeit. Dadurch wäre die Erreichung des Lernziels in der Grundschule nicht gefährdet, auch nicht für die Kinder aus Migrantenfamilien aus Osteuropa und den islamischen Ländern.
Für die Grundschüler mit großen Lernschwierigkeiten eignet sich eine Förderschule mit einer geringen Klassenstärke und mit den dafür pädagogisch ausgebildeten Lehrern am besten.
Dort werden diese Kinder je nach der Schwierigkeit der Behinderung gefördert und gefordert, um gute Leistungen zu erzielen und in der Berufswelt ihre Chancen zu nutzen. Die Kinder in den Regelschulen erhalten die Möglichkeit, die Lernziele zu erreichen, um auf weiterführenden Schulen ihr Wissen zu erweitern. In der heutigen Berufswelt erhalten die Kinder nur eine Möglichkeit, den erstrebten Beruf zu erlernen. Eine zweite Chance gibt es nicht.
Holger Köste
Samstag, 16. August 2014
Reformitis
Kommentar von W. GOEBELS zur Schulpolitik in NRW (Kölnische Rundschau vom 16.08.2014)
Die Reformitis im Bildungssystem überfordert Schüler, Lehrer und Eltern. Turbo-Abitur, Ganztag, Inklusion. Ministerin Löhrmann hat sich einen vollen Stundenplan gebaut. Dass aber die Qualität des Unterrichts und der Schüler sich verbessern, wenn der Umbruch zur Regel wird, muss bezweifelt werden. Bisher rangieren die NRW-Schüler in Vergleichstests weit hinten.
Montag, 11. August 2014
Verunsicherung vor dem Start
DÜSSELDORF. Eine gute Woche vor Schuljahresbeginn wächst in NRW die
Unsicherheit bei Lehrern, Eltern und Schülern. Erstmals gilt dann der
Rechtsanspruch auf Inklusion für behinderte Schüler in den Klassen 1 und
5. "Die Schulen fühlen sich schlecht vorbereitet", klagt der Chef des
Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. Dagegen bleibt
Schulministerin Sylvia Löhrmann zuversichtlich, dass der Reformstart ins
Ungewisse nach der Sommerpause klappt. Ein Hintertürchen hält sich
Löhrmann vorsorglich offen: NRW will notfalls nachbessern, falls das
gemeinsame Lernen der Schüler hakt.
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