Freitag, 21. August 2026

Experte fordert Schließung von Problemschule

In der Debatte um die Probleme an der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen gibt es nun weitgehende Forderungen. Der Psychologe und Migrationsforscher Ahmad Mansour schlägt vor, die Schule zu schließen und die Schüler auf andere Standorte zu verteilen. Das sagte er im Gespräch mit „Bild“, nachdem das rheinland-pfälzische Bildungsministerium die Schulleitung in der zweiten Woche nach Beginn des neuen Schuljahrs abberufen hatte.

Mittwoch, 19. August 2026

Gleichmacherei in den Schulen führt zu mehr Ungerechtigkeit

Der Publizist Dr. Konrad Adam kritisiert die politisch motivierten Reformen im Bildungswesen. Bereits vor über zwanzig Jahren hat er auf die Fehlentwicklungen im deutschen Bildungswesen hingewiesen, die zur heutigen Bildungsmisere führten.

 

Sonntag, 16. August 2026

"Walla, isch schwör Alder..."

Offenbar waren schon vor 14 Jahren die beschriebenen Probleme offensichtlich und keine Randerscheinung. Wo uns die Ignoranz der Verantwortlichen in Bildung und Politik hingeführt hat, sehen wir heute...

 

Mittwoch, 12. August 2026

Anspruch auf Bildungsgleichheit führt zur „Blödheit für alle“

Eine Ideologie der Gleichheit hat in Deutschland zum ständigen Absinken des Bildungsniveaus geführt. Dabei gehen Anstrengung und Leistung verloren und erzeugen Bildungsungerechtigkeit, wie der Augsburger Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer darlegt.

 

Dienstag, 11. August 2026

„Bildungspolitisch gewollte Entwicklung“ - ein Studiendirektor erzählt

Seit 32 Jahren unterrichtet der Studiendirektor Deutsch und vor allem Musik am Gymnasium einer westfälischen Kleinstadt. Er ist Teil der erweiterten Schulleitung und verantwortlich für die künstlerische Koordination. Im Folgenden berichtet er anonym von seinen Erfahrungen im Schulalltag.

Donnerstag, 9. Juli 2026

„Generation KI” statt Köpfchen?

So angenehm und nützlich KI auch ist, sie macht uns zu faulen Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, selbst nachzudenken. So lautet zumindest das häufig formulierte Worst-Case-Szenario, wenn der Nutzen von Künstlicher Intelligenz diskutiert wird. Dass diese Theorie nicht völlig aus der Luft gegriffen scheint, belegen aktuelle Zahlen des dänischen Schulverbandes „Danske Gymnasier“.

Wie die Rundfunkanstalt DR erklärt, hat der Verband im vergangenen Jahr Stichproben in elf dänischen Oberstufen durchgeführt. Er kommt zu dem Schluss, dass besonders die Schreibkompetenz der Schüler seit der Erlaubnis von KI im Unterricht deutlich abgenommen hat.

Smartphone-freie Klassen - der Gamechanger?

Frankfurt – Ein Hauch von Nostalgie kommt auf, wenn Millennials am Morgen im Bus auf dem Weg zur Arbeit die Schulkinder Sammelkarten tauschen sehen. Wenn aus dem Schulranzen ein Manga hervorlugt oder die Kopfhörer wieder am Kabel hängen, ist die Schulzeit der 1990er plötzlich ganz nah. Die Schulen waren voll mit Diddl-Blättern, Eastpak-Rucksäcken, Tintenkillern und Overheadprojektoren – aber keine Smartphones. Abseits von klobigen Klapphandys und ein paar Röhrenbildschirmen verlief der Unterricht noch weitgehend analog.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Einser-Wunder an Bayerns Gymnasien

München
– Am vergangenen Freitag herrschte an den bayerischen Gymnasien Jubelstimmung. Die Abiturzeugnisse wurden verliehen, an vielen Schulen gab es die besten Schnitte der Geschichte. 2,12 ist die neue Bestmarke am Gymnasium Geretsried, 2,0 die am Anne-Frank-Gymnasium Erding, 2,02 die am Gymnasium Schongau, sogar 1,91 waren es am Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching. Es hagelte Einser-Abiture. Neun von 96 Abiturienten in Unterhaching schafften die Traumnote 1,0. Am Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck hat fast jeder Zweite eine 1 vor dem Komma, die Schulleiterin staunte: Das toppe „alles bisher Erreichte“. Am Ludwig-Thoma-Gymnasium Prien am Chiemsee schlossen 20 der 87 Abiturienten besser als 1,5 ab, sechs davon mit 1,0. 

Dienstag, 16. Juni 2026

Bericht vorgestellt: Bildungssystem kommt kaum voran

Berlin
. Das deutsche Bildungssystem kommt trotz zahlreicher Reformen kaum voran. Das ist das zentrale Ergebnis des nationalen Bildungsberichts "Bildung in Deutschland 2026", der am Montag in Berlin vorgestellt wurde.
Demnach verfehlen immer mehr Schüler grundlegende Kompetenzstandards und soziale Ungleichheiten im gesamten Bildungsverlauf bleiben bestehen. Gleichzeitig bringen Zuwanderung, Inklusion, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel zunehmende Herausforderungen mit sich, die sich in allen Bildungsbereichen überlagern und verstärken.

Donnerstag, 11. Juni 2026

Klare Ansagen fördern die Hilfsbereitschaft bei Kindern stärker als lange Erklärungen

Viele Eltern wollen keine kleinen Befehlsempfänger erziehen. Kinder sollen verstehen, warum Mithilfe wichtig ist, und nicht nur reagieren, weil Erwachsene etwas sagen. Deshalb setzen viele im Alltag auf Erklärungen, Lob und freundliche Bitten.

Doch diese gut gemeinte Strategie bringt bei sehr kleinen Kindern offenbar nicht immer den gewünschten Effekt. Eine Studie der Durham University im Fachjournal „Developmental Psychology” deutet darauf hin, dass Hilfsbereitschaft bei Kindern stärker mit klaren und direkten Aufforderungen zusammenhängt als mit langem Zureden. Entscheidend scheint weniger die ausführliche Begründung zu sein, sondern eine einfache Ansage, die Kinder sofort verstehen.

Donnerstag, 28. Mai 2026

"Tyrannei der Gleichheit": Wie Ideologie die Bildung in Deutschland zerstört

Die Bildung in Deutschland nimmt ab, obwohl immer mehr Geld investiert wird. Matthias Brodkorb (SPD), Ex-Bildungsminister von Mecklenburg Vorpommern, meint Deutschlands Schulen leiden unter einer Tyrannei der Gleichheit. Alle werden schlechter – gerade die Besten. 
Brodkorb hält das Versprechen, jeder könne alles erreichen, für eine Illusion. Menschen seien nicht gleich – schon genetisch nicht. Die Politik ignoriere das und produziere Reformen ohne Ende und ohne Wirkung. Für Brodkorb braucht es mehr Ansprüche und weniger Gleichheit.

 

Dienstag, 19. Mai 2026

UNICEF-Studie: Deutschlands Schulsystem versagt – Platz 34 von 41!

Eine neue UNICEF-Studie schlägt Alarm und die Zahlen sind erschreckend: 40 Prozent aller 15-Jährigen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Von 41 untersuchten Industrieländern landet Deutschland gerade mal auf Platz 34 – hinter Rumänien, Ungarn und der Slowakei. 
Wie konnte es so weit kommen? Und vor allem: Wie kommen wir da wieder raus? 
Wolfgang Büscher, Sprecher der Berliner Arche, die täglich 11.000 Kinder in sozialen Brennpunkten betreut, liefert erschütternde Einblicke aus dem Alltag. 30 Prozent der Erstklässler in Brennpunktschulen sprechen kein einziges Wort Deutsch, wenn sie eingeschult werden. 65.000 Kinder verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss und rutschen direkt ins Bürgergeld. Seit Büscher vor 23 Jahren bei der Arche anfing, sind das also insgesamt 1,3 Millionen Kinder. „Wir schaffen das nicht" – dieser Satz, den Büscher direkt an die Politik richtet, klingt wie ein Hilferuf. Denn die Arche stemmt diese gewaltige Aufgabe weitgehend alleine, ohne staatliche Unterstützung, finanziert durch Spendengelder. 28 Millionen Euro muss die Organisation in diesem Jahr selbst einsammeln. Die Lösung? 
Büscher fordert eine intelligentere Verteilung der Kinder auf Schulen, weg von der starren Wohnorteinschu­lung, hin zu einem System, das Brennpunktkonzentrationen gezielt auflöst.
 

UNICEF-Studie: So wenig deutsche Jugendliche können richtig lesen und rechnen

Berlin
– Deutschland ist reich, Deutschland ist modern – möchte man zumindest meinen. Dennoch wachsen hier Hunderttausende Kinder ohne faire Chancen auf. Eine neue Studie des Unicef-Forschungsinstituts Innocenti, veröffentlicht am 17. Mai 2026, macht das in erschreckender Deutlichkeit sichtbar: Im internationalen Vergleich des kindlichen Wohlbefindens landet Deutschland weit im hinteren Mittelfeld.

Donnerstag, 30. April 2026

„Tyrann großgezogen“: Mutter scheitert an beliebtem Erziehungskonzept

Hamburg
– Bedürfnisorientierte Erziehung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Trend entwickelt. In Blogs und auf Social Media teilen zahlreiche Eltern ihre Erfahrungen mit dieser Methode. Doch nicht alle Berichte fallen positiv aus. Einige Mütter und Väter schildern, wie sie mit dem Konzept an ihre Grenzen geraten. Ein besonders drastischer Erfahrungsbericht stammt von einer alleinerziehenden Mutter, die sich im Online-Forum Reddit zu Wort meldete. Sie habe ihren Sohn ungewollt zu einem „kleinen Tyrannen großgezogen“, schreibt sie dort: „Ich habe das Gefühl, ich ziehe mir gerade ein kleines Arschloch groß – und dieser Satz tut mir schon beim Schreiben in der Seele weh.“

Donnerstag, 23. April 2026

Hochschulpräsident sieht „Noteninflation“ im Abitur – und beklagt „eklatante Mängel“ bei Gen-Z-Absolventen

Die Abinoten werden besser, doch werden es auch die Absolventen? Der Deutsche Hochschulverband rügt, mehrere Fähigkeiten hätten sich „spürbar verschlechtert“. Mit Folgen.

In ganz Deutschland starten dieser Tage die Abiturprüfungen. Das Wort Abitur stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „weggehen“. Mehr als zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler, die das Abi bestehen, werden anschließend weggehen – an eine Universität zum Studieren. Im Gepäck: immer bessere Durchschnittsnoten. Doch die Entwicklung sorgt nicht zwangsläufig dafür, dass die Absolventen auch tatsächlich „besser“ sind. Immer häufiger müssten die Unis nachholen, was die Schulen nicht schaffen.

Montag, 20. April 2026

"Müssen Lehrer mit Baseballschlägern in die Schule?"

Der Gründer der Berliner Sozialeinrichtung „Die Arche“, Bernd Siggelkow, kritisiert angesichts der alarmierenden Zahlen zu Gewalt von Schülern die Zustände an deutschen Schulen. Er fragt sich, ob Lehrer „künftig mit Baseballschlägern zur Schule“ müssten. 
Siggelkow spricht in einem Video-Beitrag der „Arche“ über die neuesten Zahlen. Diese offenbaren, was Armut, Bildungsferne, schlechte Integration und Perspektivlosigkeit auslösten, insbesondere in den Ballungsgebieten: „Wir haben unsere Schulen nicht mehr im Griff“, resümiert Siggelkow.

Montag, 13. April 2026

„Wir mussten ein ganzes Buch lesen!“

F
ast ein Drittel: 32 Prozent. Für so viele Rheinland-Pfälzer war das Thema Bildung bei der diesjährigen Landtagswahl wahlentscheidend. In Baden-Württemberg waren es „nur“ 19 Prozent gewesen. Daran, dass den Deutschen heftig auf den Nägeln brennt, was ihre Kinder und Enkel in der Schule lernen (und was nicht), kann kein Zweifel bestehen.
Doch was lernen sie eigentlich? Und was nicht? Dass es um die Bildung in deutschen Landen nicht zum Besten bestellt ist, legen die regelmäßig erhobenen Daten der Pisa-Studie nahe. Die Befunde sind weder im internationalen noch im chronologischen Vergleich schmeichelhaft. Die Daten der letzten Erhebung 2025 harren noch der Veröffentlichung. Ob sie besser sein werden als zuletzt, weiß noch kein Mensch, aber die Metrik der 2022er Studie war niederschmetternd.

Montag, 6. April 2026

Riccardo Bonfranchi: Inklusion ist eine Illusion

"Nach bayerischem Schulrecht, dem auch die Schulgesetze der anderen Bundesländer in diesem Punkt entsprechen, gehören die „Förderschulen bzw. Sonderschulen“ wie die Regelschulen (Grundschule, Volksschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium) zu den „allgemeinbildenden Schulen“ (Dirnaichner/Weigl 2009). Sie sind „Schulen für Allgemeinbildung“. Demnach ist die Auslegung, wonach die Förderschulen nicht zum allgemeinem Schulsystem gehören, ebenso inkorrekt wie die damit verbundene Folgerung eines (künftig) totalen Ausschlusses spezieller Schulen aus dem System der „allgemeinbildenden Schulen“."

Prof. Otto Speck, 2019

Inklusion ist eine Illusion, meint der Schweizer Heipädagoge Dr. Riccardo Bonfranchi. Auch hier steuert die Bildungspolitik seit Jahren in eine falsche Richtung.

 

Josef Kraus, Deutschlands bekanntester Bildungskritiker, im Gespräch